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SyrupUS Taxi wird aus den von den Samen befreiten Taxusfrüchten wie•^yrupus Rubi Idaei bereitet. Man giebt ihn theelöffelweise bei katarrha-lischen Leiden.
III. Semen Taxi. Die Samen sind ungefär 5 Mm. lang und 4 Mm. dick,glatt und enthalten Fett, flüchtiges Oel, Glykose, Gummi, Eiweiss, bitteresgrünes Harz, Gallussäure etc. Sie sollen in ihrer Wirkung mit der Digitalisviele Aehnliclikeit haben, aber ohne die Nachtheile, welche der Gebrauch derDigitalis oft zur Folge hat. In starker Gabe wirken sie narkotisch und rufenErbrechen, Schwindel, Erweiterung der Pupille, Convulsionen etc. hervor.
Man giebt oder gab die Samen zu 0,025—0,05—0,1 mehrmals täglichin Pulver, Mandelemulsion. Als stärkste Einzelngabe wäre 0,2, als stärksteGesammtgabe auf den Tag 1,0 anzunehmen.
Aqua Taxi seiuinis. Aus 1 Th. zerquetschten Samen 20 Th. wässrigesDestillat oder ein Gemisch aus 1,5 Spiritus Taxi seminis und 18,5 Wasser.
Extra et Ulli Taxi seminis wird durch Extraction der grobgepul-verten Samen mit der Gfachen Menge 45proc. Weingeist dargestellt.Gabe 0,005 — 0,01—0,02. Stärkste Einzelngabe 0,025, stärkste Gesammtgabeauf den Tag 0,15.
Extractum Taxi seminis aethereuni. Grobgepulverte Taxus-s amen werden mit einem Gemisch aus gleichen Theilen Aether undWeingeist durch Maceration und auf dem Verdrängungswege extrahirt undder filtrirte Auszug in ein weiches Extract verwandelt. Gabe wie vorhergehend.
Spiritus Taxi seminis, der bei der Darstellung des Extractes von derExtractbrühe in der Wärme des Wasserbades abdestillirte Weingeist.
Tayuya.
Dermophylla pendulina Manso, Trianosperma ßcifolia Martius, Bry-onia Tayuya Velloso , eine in Brasilien einheimische Cucurbitacee, dem Tri-nis der Bryonieen angehörend.
Radix Deruiopliyllae, Radix Tayuyae, Tayuya, soll in 2—3 Mm. dicke,3-—4 Ctm. breite Querscheiben zerschnitten in den Handel kommen. DieRinde ist graubraun und die Querschnittfläche ist durch Markstrahlen deutlichgezeichnet.
Die Tayuyawurzel wird besonders wegen ihrer purgirenden Eigenschaften^gewendet. Sie soll innerlich in bösartigen Fiebern, bei Syphilis, Wasser-sucht, Anschoppungen der Unterleibsorgane, Schlangenbiss, Gicht, Manie, Me-lancholie, Epilepsie, Menstrualleiden, Elephantiasis, Hautleiden etc. ausseror-dentliche Heilerfolge herbeiführen. Auch äusserlich hypodermatisch und inWaschungen und Umschlägen hat sie Anwendung gefunden, besonders, wieRosexthai , in seiner Sinopsis plantarum erwähnt, bei der in Brasilien ende-mischen Afterentzündung (bicho do cü).