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2 (1878)
Entstehung
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1108
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1108 Tanacetum. Taraxacum.

Herbit Balsamitac, llerba Menthae Sarracenicae, llerba Mentha« Üouianae,Fraiieitminze, Marienblatt, lialsamkraut, die getrockneten Blätter mit den dünnerenStengeln und den Bliithenköpfchen. Die weisslichgrauen Stengel tragen sitzendeoder kurz gestielte, lang runde, stumpfe, regelmässig gesägte Blatter.Die Blüthenköpfchen sind denen des Rainfarn ähnlieh. Der Geschmack ist ge-würzliaft bitter, der Geruch angenehm stark gewürzhaft.

Die blühende Pflanze wird im Schatten getrocknet und geschnitten indicht geschlossenen Glas- oder Blechgefässen aufbewahrt.

Sie ist nur an einigen wenigen Orten noch im Gebrauch, zuweilen auchals Speisegewürz. Man wandte sie früher als ein magenstärkendes, blähungs-treibendes, krampfstillendes Mittel an.

(1) Aqua Tanaceti.

Olei Tanaceti Gluttas 2

Aquae destillatae tepidae 100,0.

Conquassata cola.

(2) Enema anthelminthicuni.

Iufusi Tanaceti florum 100,0

Olei Ricini 10,0

Florum Cinae pulveratorum 2,5.

Mucilaginis Gummi Arabici 15,0.

Optime conquassando misce.

D. S. Zu zwei Klystieren (für einöjähriges Kind).

(3) Uiiguentuin antlielminthicnm

Doerflurt.

Vf Extracti Absinthii

Fellis Tauri inspissati ana 5,0Spiritus Yici

Aquae destillatae ana Guttas 15.Contritis immisceAdipis suilli 30,0Olei Tanaceti 1,5.

D. S. Mit der erwärmten Hand sovielwie eine Haselnuss gross auf den Unter-leib einzureiben.

Taraxacum.

Taraxacum officmale Weber, Leontodon Taraxacum Linn., eine überallhäufige perennirende Cichoracee.

Fig. 273. Ohere Hälfte einermehrköpfigen frischen Wurzel"von Taraxacum off. l l 2 Linear-Grösse. a Stamm- und Blätter-reste. b Wurzelkopf.

renchyras erscheint das

I. Radix Taraxaci,trocknete Wurzel.

Löwcnzalmwurzel. die

Diese ist. daumdick, 2530 Ctm.

lang, cylindrisch, nach der Spitzezu sich allmählich verjüngen >meist vielköpfig , wenig _ ästig»frisch innen weiss, fleischig un ,einen Milchsaft ausgebend, nacdem Trocknen aussen dunkebraun bis schwarzbraun und längsfurchig, innen weisslich 1,11schwammig. .

Im Querschnitt zeigt die otrocknete Wurzel eine die* ,nu .o,v, schwammige Rinde mit zahliendunkleren concentrischen, nach innen dichter - ^den Zonen (Bastringen), welche die Milchsaftgeenthalten, durchzogen, ohne Markstrahlen. p a _Vertrocknung des zwischen den Zonen liegen enGefiige concentrisch blätterig. Der Holzkern ~ '

Fig. 274. RadixTaraxaci. Querschnitt.

innen weisse,