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2 (1878)
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1109
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Taraxacuin.

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porös und dürr, wenig sichtbar strahlig. Mark verschwindend. Bisweilenfindet sich das Holz in mehrere Bündel zertheilt.

Im Frühjahr ist die Wurzel besonders reich an Milchsaft, der allmählichverschwindet und im Herbst fehlt. Der bittere Extractivstoff ist in den Wurzelnaus magerem Boden in grösster Menge entwickelt. Im Frühjahr walten in ihrSalze und Zucker, im Herbst der bittere Extractivstoff und Inulin vor.

Radix Cicliorii, womit die Wurzel verwechselt werden könnte, zeigtauf der Querschnittsfläche eine deutlich strahlige Rinde, welche der concen-trischen Schichtung ermangelt, und strahligen Holzkern.

Einsammlung. Diese geschieht im Herbst, weil dann in der Wurzel derBitterstoff vorwaltet. 4 Th. frische Wurzel geben circa 1 Th. trockne. Siewird eingesammelt theils der Länge nach gespalten, mehrere Tage an derLuft, dann an einem lauwarmen Orte gehörig ausgetrocknet und an einemtrocknen Orte aufbewahrt. Nicht gehörig getrocknete Wurzeln unterliegendem Wurmfrasse. Sie werden nur geschnitten gebraucht.

Bestandteile. Nach Frickhinger enthalten die Wurzeln Zucker, Mannit,Inulin, Spuren Gerbstoff. Extractivstoff, Schleim, Eiweiss, Salze. Polex willaus dem Milchsafte eine krystallinische bittere, in Wasser wenig, in Wein-geist und Aether leicht lösliche Substanz, Taraxacin, abgeschieden haben.Kromayer hat das Taraxacin ebenfalls abgeschieden, konnte es aber nichtkrystallisirt erhalten. Den wachsartigen Stoff des Löwenzahnmilchsaftes nenntKromayer Taraxacerin. Hermann Müller und Ludwig fanden Levulose,eine gummöse, den Lichtstrahl nach links ablenkende Substanz (Triticin), ver-schiedene Protei'nstoffe.

Anwendung. Die Löwenzahnwurzel wurde früher für ein kräftiges Resolvenz,Aperitivum und Tonicum gehalten, welches seine Wirkung auf die Secretionendes Unterleibes ausübe und Stock-ungen und Verschleimungen hebe,besonders die Gallensecretionen be-fördere. Heute will man dieseWirkungen nur im stark vermin-derten Maasse wahrnehmen. Einebesondere Verwendung der geröstetenLöwenzahnwurzel als Kaffeesurrogatund zur Verfälschung des gebranntengemahlenen Kaffees ist in neuererZeit üblich geworden.

II. Radix Taraxaci cumherba, Herba Taraxaci cum radice,Liiweiizahiiwurzel mit dem kraute, das

im Frühling eingesammelte blühendeoder nicht blühende frische undauch getrocknete Kraut mit denWurzeln. Die zahlreichen Blättersind Wurzelblätter und stehenrosettenartig. Sie sind glatt, glän-zend, lineallanzettlicli, mehr oderweniger tief schrotsägeförmig-buch-tig-gezähnt mit rückwärts gerichteten

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Fig. 276. Ganze blühende Pflanzeyon Tarax. off. ^7 Grösse.Links: Federkrone.

Fig. 275. Blatt desTarax. off.1 | 3 Grösse.