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Tamarindus. — Tanacetum.
(1 Conserva Tamarindoruin.
I.
Praeceptum Pharm. Franco-Gallicae.
iv Pulpae Tamarindorum depurataeAquae ana 50,0Sacchari albi pulverati 125,0.
Mixta ad 200,0 remanentia evaporent.
II.
Vf Pulpae Tamarindorum depuratae 40,0
Sacchari albi pulverati 60,0.
Misce.
(2) Electuariuui Tamarindorum
Füller.
lV Sacchari albi 10,0Mannae 25,0
Aquae fervidae 50,0.
Solutione peracta liquorem cola. Cola-turam rcfiigeratam commisce cumPulpae Tamarindorum depuratae 15,0Tartari depurati 1,0Foliorum Sennae pulveratorum 4,0.Fiat electuarinm ponderis 100,0.
(3) Syrupus Taniarindorum.
iv Pulpae Tamarindorum crudae 100,0Aquae fervidae 200,0.
Digere per horam unam calore balneiaquae, tum leniter exprimendo cola.Colaturam, additis
Sacchari albi 125,0,coque, interdum despumando, ut syrupipondus 200,0 exaequet. Postremum cola.
Arcana. Tamar Indien Grillon (Specialität eines Pariser Pharmaceuten) soll dasElectuarium lenitivum der Franz. Ph. in Pastillenform vertreten, aber nach Dr.Schaedler ein Gemisch aus Sennesblätterpulver und Tamarindenmus sein. ZehnTabletten mit zuckerhaltiger Cacaomasse überzogen (jede Tablette 5—6 Grm. schwer)haben einen Verkaufspreis von 2,50 Mk.
Tanacetum.
I. Tanacetum vulgare Linn ., eine an Ackerrändern, Wegen, Gräben inEuropa und Asien einheimische, durch ganz Deutschland sehr häufige stauden-artige Composite, zu dem Tribus Artemisiaceae gehörend.
Flore s Tanaceti, Rainfarnbliithen, die getrockneten Sclrirmtrauben mit denBltithenköpf<jhen. Diese sind goldgelb, halbkugelig, oben scheibenförmigflach oder nur schwach gewölbt, 6 — 8 Mm. breit. Der Hüllkelch ist ausziegeldachförmig gestellten, dicht anliegenden, lanzett-lichen Blättchen zusammengesetzt. Randblüthchen weib-lich, nicht zungenförmig oder hervorragend, Scheiben-bliithchen zwitterig, röhrig, beide goldgelb. Blüthchen-röhre mit gelben Harzdrüsen besetzt. Blüthenbodennackt. Pappus fehlt. Geschmack widrig gewürzhaftbitter, Geruch widrig gewürzhaft kampferartig.
Bestandteile. Die frischen Rainfarnblüthen enthal-ten 0,3 — 0,4 Proc. flüchtiges gelbes Oel. F kommhekzfand in denselben und in den anderen Theilen derPflanze Wachs, Weichharz, eisengrünenden Gerbstoff,Bitterstoff, Zuckerstoff, Gummi, freie Aepfelsäure, Kalk-salze, Eisenoxyd und 0,34 Proc. flüchtiges Oel. Dieses letz-tere und der Bitterstoff scheinen die wurmtreibenden Kräfte der Blumen zubedingen. Der Bitterstoff ist von Lekoy dargestellt und mit Tan ac et in bezeich-net worden. Er ist eine gelblichweisse körnige geruchlose bittere, hintennachscharfschmeckende, in Aether leicht lösliche, weniger in Wasser und Weingeist
Fig. 272. Anthodium vonTanacetum vulgare, a ein
Scheibenblüthchen.