Sumbulus. — Tacamahaca. 1103
Russland eingeführt wurde, machte man sie zu einem Anticholeramittel. NachThielmann wirkt sie belebend und gelind erregend auf das Nervensystem, dieVerdauung kräftigend und steigernd, krankhafte Sekretionen beschränkend.Nach Dupuis soll sie ebenso schnell und sicher schmerzstillend wirkend alsOpium, jedoch ohne Narkose. Man hat sie zu 0,5 —1,0 —1,5 mehrmals täg-lich in Pulvern, Tinctur, spirituösem oder weinigem Aufguss, im Decoct beiIntestinaltyphus, chronischen NervenkrankheHen, Krämpfen, Hysterie, Lähmun-gen, Diarrhoe, Blasenleiden, Cholera, Delirium tremens etc. gegeben. Wie esscheint, ist sie ein gutes Tonicum und Antispasmodicum.
Extractum Sumbuli, Rcsina Sumbuli, wird aus der geraspelten Wurzeldurch Extraction mittelst 60proc. Weingeistes bei Digestionswärme unddurch Verdampfen der Tinctur bis zur derben Extractdicke dargestellt. Mangab es zu 0,1—0,15—0/2 einige Male täglich in Pillen.
Tinctnra Sumbuli wird aus 1 Th. der geraspelten Wurzel und 5 Th.verdünntem Weingeist durch Digestion bereitet.
Tinctnra Sumbuli aetbcreawird aus 1 Th. der geraspelten Wurzel und10 Th. Spiritus aethereus durch 8-tägige Maceration bereitet.
Tacamahaca.
Calophyllum Inopliyllum Linn ., eine in Ostindien und Cochinchina, Ca-lophyllum Tacamahaca Willdenow , eine auf Madagascar und den Mascareneneinheimische Guttifere. Elaphrium tometifosum Jacquin , eine in Westindienund Südamerika einheimische Burseracee.
Rcsina Tacamabaea, Tacamahaca, Takamahak, Takmak, kommt in drei, ver-schiedenen Sorten in den Handel. 1. Ostindischer Takamahak, von dererstgenannten Guttifere, ist der heute im Handel nur noch seltene und nichtWehr gebräuchliche gelbbraune, fettglänzende, halb durchscheinende, weiche undklebrige, lavendelartig riechende und bitter schmeckende Takamahak in Ivür-hisschalen.
2. Bourbon-Takamahak, Marienbalsam, kommt von der zweitengenannten Guttifere. Er ist frisch weich und klebend, später durch Austrock-nung erhärtend, blaugrün und von Geruch des Foenumgraecum. Er istlur unvollkommen in Weingeist löslich.
3. Der Amerikanische T akamahak kommt von der genannten Burse-racee. Er bildet unregelmässige grössere und kleinere, spröde uud zerbrech-liche, braune, gelb bestäubte, etwas durchscheinende, auf dem Bruch flache1lll d glänzende, in der Wärme leicht schmelzende, angezündet mit weisserFlamme brennende Stücke. Geruch ist balsamisch und der Geschmack bal-samisch bitter.
Diese letztere Sorte ist die bevorzugte, kommt aber auch häufig mitanderen Harzen vermischt in den Handel.