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2 (1878)
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1102
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Sulfur. Sumbulus.

Anwendung. Das rohe Kaliäthylxanthogenat wurde von D umas in Stelledes Schwefelkohlenstoffs zur Vertilgung der Reblaus (Phylloxera vastatrix)empfohlen und ist auch dasselbe als ein vorzügliches Mittel befunden worden.Man mischt das Salz mit Superphosphat und trockner Erde und gräbt dasGemisch um den Weinstock ein, oder man löst es in Wasser und tränkt da-mit den Boden. Es erfolgt eine langsame Schwefelkohlenstoffentwickelung.Von Z öi-ler und G rete wurde für dieses Salz das billiger und leiehterherzustellende

i iuli amyloxantkogcnicum, Kalium amylodisulfocarbonicuui, Kaliamylxan-thogenat, amylxanthogensaures Kali (KC^CWO^CS 2 oder C 6 H u KOS 2 = 202)empfohlen, welches durch Vermischen einer Mischung aus 90 Th. entwässertemAmylalkohol und 180 Th. Aetzkalilauge von 1,33 spec. Gew. mit 80 Th.Schwefelkohlenstoff hergestellt wird. Unter Wärmeentwickelung erfolgt einstarre, ziemlich trockne Masse.

Das Kaliaethylxantho genat ist nach Z öleer ein unübertrefflichesConservirungsmittel und schützt vegetabilische und animalische Stoffe überJahr und Tag vor Gährung, Schimmelansatz und Fäulniss. Genussmittel neh-men dadurch keinen besonderen Geschmack an und andererseits ist das Salzin keiner Weise der Gesundheit nachtheilig. Dieses Salz wird übrigens hierdurch Schwefelkohlenstoff vollständig ersetzt ( H ager ). Das Amylxanthogenatist dagegen eine giftige Substanz.

Sumbulus.

Sumbulus moschatus R einsch, Angelica moschata W iggers , eine nichthinlänglich gekannte Umbellifere des centralasiatischen Hochlandes.

Iiailix Sumbnli, Sumbnlwiirzel, Moscliuswnrzel. Diese kommt über Russ-land, auch über Bombay nach Europa, kann also verschiedenen Pflanzen (Sum-bulusarten) entnommen sein. Wie sie in den Handel kommt, bildet sie grös-sere rübenähnliche, mehr oder weniger geringelte Wurzeln, meist aber 35Ctm. dicke, 812 Ctra. breite Querschnitten. Sie ist leicht, schwammig, oderporig, faserig, gelblich oder blassbraun, durch ein eingetrocknetes Harz etwasmarmorirt, zuweilen an der Peripherie dicht mit Wurzelfasern besetzt. DieRinde ist nur dünn, von starkem Moschusgeruch und einem aromatisch bitte-ren Geschmack.

Bestandtheil sind ein Harz, welches Ursache der rothen Färbung ist;wenn man die Schnittfläche mit concentrirter Schwefelsäure befeuchtet, fernerein Weichharz, flüchtiges Oel, Gummi, Stärkemehl, Sumbulamsäure und Suni-bulolsäure ( R einsch ). M urawjeff will ein Alkaloid, Sumbulin, gefunden ha-ben. Das Pulver mit Goldschwefel gemischt verliert sehr an Geruch, die mitZucker zerriebene Wurzel soll durch Goldschwefel sogar geruchlos werden.

Die Sumbulwurzel ist sehr schwer zu schneiden und zu raspeln, nochschwieriger zu pulvern. Sie ist in dicht geschlossenen Glasgefässen aufzu-bewahren.

Anwendung. Die Sumbulwurzel ist kaum noch im arzneilichen Gebrauch,dagegen ein geschätzter Artikel der Parfiimeure. Als sie im Jahre 1835 i»