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Sulfur. — Sulfur praecipitatum.
etwas Feuchtigkeit anhängt, nimmt bei längerer Aufbewahrung einen schwach 6Schwefelwasserstoffgeruch an und eine geringe säuerliche Reaction. ^
Man bezieht den präcipitirten Schwefel aus den chemischen Fabrikenuntadelhafter Beschaffenheit, weshalb man seine Darstellung im pharmacesehen Laboratorium gern unterlässt.
Eigenschaften. Der präcipitirte Schwefel ist ein höchst fein zei'th 6 '^^amorpher Schwefel von gelblichweisser, äusserst schwach ins Graue spie' 1 i( , rl iFarbe, ohne Geschmack und fast geruchlos, beim Drücken unter denniclit knirschend wie der sublimirte Schwefel, fast völlig löslich in S clnkohlenstoff. Gut ausgetrocknet, verändert er sich an der Luft kauffl, ^nach sehr langer Aufbewahrung nimmt er eine schwach saure React'O' 1 ^Beim Erhitzen schmitzt er zu gewöhnlichem Schwefel und verflüchtig ^ ^so weit, dass eine kaum erkennbare Spur einer fixen Substanz (Kalken )rückbleibt. ^
In England unterscheidet man Schwefelmilch (milk of sulpbu 1 ) ^ ul - c lipräcipitirten Schwefel. Erstere ist aus der Schwefelcalciumlösung: ^Schwefelsäure, letzterer durch Salzsäure gefällt. Erstere enthält gegenKalksulfat und ist mehr von weisser Farbe.
Prüfung. Die Reinheit des präcipitirten Schwefels ergiebt sich, e rbei einer Verflüchtigung kaum eineSpur fixen Rückstandes hinterlässt u ' ^t,mit destill. Wasser geschüttelt ein Filtrat giebt, welches mit Silbe 1 " ^Barytnitrat und Ammonoxalat keine Reaktionen giebt. Eine Pruf'" n ^g e .Arsen wird in ähnlicher Weise ausgeführt, wie unter Sulfur depuratum 'geben ist, doch ist sie hier überflüssig. Nach Vorschrift bereitet, kann ( J :lS ^ ere i-parat keinen Arsen enthalten. Ist der Schwefel nicht nach der Vorschrifttet, so haucht er entweder beim Ewärmen Schwefelwasserstoffgeruch aU ®' ...^ger schwärzt sich beim Schütteln mit Bleizuckerlösung, oder er ist gro ure nund missfarbig. Beigemischtes Mehl, Stärkemehl etc. bleiben (neben >-1 ' jfKalkerde) beim Auflösen des gutgetrockneten Schwefels in Schwefelkoh eungelöst und sind auf diese Weise leicht zu erkennen.
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Aufbewahrung. In dicht geschlossenen Glasgefässen, im andernwird er mit der Zeit sauer und muss er in diesem Falle wiederum nnser ausgewaschen und getrocknet werden.
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Anwendung. Im Magen scheint der Schwefel keine Veränderung z \ c j lV ye-den, in den tiefer liegenden Verdauungswegen zum Theil in alkalische ^felmetalle und in Schwefelwasserstoff überzugehen. Der grössere i-' 10 ' ^j c bdurch die Faeces unverändert fort Der durch die Lungen und die " :lU . r tefabsondernde Schwefelwasserstoff reizt diese gelind und regt sie zu vcin - eV äe-Tliätigkeit an. Im Ganzen ist die Wirkung des Schwefels eine gelind '! '■ j a lerMan giebt ihn als gelindes Abführmittel zu 0,5—1,5—3,0 bei hämori 1 ^Stuhlverstopfung, ferner bei katarrhalischen Leiden, die Schieiniba 11 ^.^ e )Luftwege zur Schleimabsonderung anzuregen, endlich als diaphoretisches'zu 0,5 —1,0. Aeusserlich gebraucht man ihn gegen Krätze und - ist
leiden, ferner zum Räuchern (Desinficiren). Ein Unterschied in der W' "perweder an dem gereinigten, noch an dem präcipitirten beobachtet worden,erstere ist nur die billigere Waare. ,, v , e fel
Die technische Anwendung ist eine vielseitige. Mischungen von k .^j gC jjermit Chlorkalk explodiren und ist Schwefel behufs Darstellung pyrotec »