Sulfur. 1093
rpjj
K, a p. ai ' a t e mit chlorsaurem Kali zu mischen, so beherzige man die unter1 o r i c u m angegebene VorsichtsmaassregelÜ! Ueberhaupt meidekalt ^' e Mi 3C ' uln S en von Schwefel mit oxydirenden Substanzen, wie Chlor-w I Un< ^ Kalihypermanganat. Solche Mischungen erweisen sich beim Aufbo-ten entweder explosiv oder sie entzünden sich von selbst,j) | Der Schwefel findet eine vielseitige technische Verwendung, z. B. zum^ ® 1 c h c: n, wegen Erzeugung von Schwefligsäure beim Verbrennen, zum1Ö ve f e 1 n der Weinfässer, zum Schwefeln des Hopfens, zu den Feuer-Schmitteln, als Matrizenmaterial, zum Kitten, auch zum Tödten parasiti-^ Gebilde auf Gewächsen z. B. des Oidium Tucheri auf dem Weinstocke,ßäuchermittel zum Tödten der Insekten. Als Gift gegen die Reblaus hats , Slc h nicht bewährt, dagegen wird er hier durch das Ivalixanthogenat er-• (Siehe weiter unten.)
Eigenschaften des Schwefels im Allgemeinen,bg- Der Schwefel ist hart, geschmacklos und von hellgelber Farbe, welchefs e j' .Zunahme der Temperatur intensiver, bei Abnahme der Temperatur bläs-ls t, und bei 50 0 Kälte soll er (nach Schönbein ) sogar fast farblos sein.Iii ^ ew öhnlicher Temperatur ist er ohne Geruch. Der Stangenschwefel hatb . fc 'nen schwachen eigenthtimlichen Geruch, wenn er gerieben wird. Beimin ' wird er negativ electrisch. Stangenschwefel lässt beim Erwärmen oderwarmen Hand ein knisterndes Geräusch hören und zerfällt dabei zu-j) llen in Stücke. Das spec. Gew. des krystallisirten Schwefels ist 2,046, diej,j atn Pfdichte bei 500° 6,666. Er schmilzt bei 111° zu einer dünnen gelblichenw'^'gkeit. Weiter erhitzt wird er braungelb und dickflüssiger, sodann plötzlich-j, ^elb u n d über 250° so dick, dass er kaum fliesst. Fährt man fort diel^Peratur zu steigern, so wird er wieder flüssig, behält aber die rothe Farbeg e] ' Bei 420° geräth er ins Sieden und verwandelt sich in dunkel orange-clj , e Dämpfe, welche sich, mit kalter Luft vermischt, zu Schwefelblumen ver-s 0 , e ®. Wenn man stark erhitzten geschmolzenen Schwefel plötzlich abkühlt,f e | e 'bt er tagelang knetbar weich, braun und durchsichtig (amorpher Schwe-lg.,' Bei langsamer Abkühlung krystallisirt der geschmolzene Schwefel inl^^'Selben, schiefen rhombischen Säulen. Aus seiner Auflösung, in Schwefel-a]j. e »«toff krystallisirt er in hellgelben Rhombenoktaedern. Der Schwefel istlk°,. ""örph. Die Form des krystallisirten gediegenen und der durch Sub-4tn n er haltenen Krystalle entspricht der letzteren Krystallform. In der4 ei ° r Phen Form und in den beiden erwähnten KrystaUformen präsentirt sichv 0ll llw efel in 3 verschiedenen allotropischen Zuständen, deren Entstehungfaii Veiac hiedeneu Temperaturinaassen abhängig ist. Dass vorkommende auf-pi Sc ] llclr ; Farben des Schwefels, wie Blau, Schwarz etc., durch andere allotro-
Zustände veranlasst werden, ist bis jetzt nicht festgestellt.(l,. rn ^Sezündet verbrennt er an der Luft mit blauer Flamme und ersticken-
||eruche, welcher von gebildeter Schwefligsäure herrührt.\V,.: er Schwefel ist in Wasser unlöslich, in fetten und flüchtigen Oelen,V^iet, Aether, Chloroform in geriuger Menge löslich, unter Vermittlunglösij , ^rme mehr. Schwefelkohlenstoff löst ihn in grösster Menge. Nicht'St er bei gewöhnlicher Temperatur in Aetzammon.
verschiedenen allotropischen Formen des Schwefels zeigen ein ver-sic), aen es Löslichkeitsmaass in den Lösungsmitteln., Am löslichsten erweistoctaedrische.
37 'f., Th. Schwefelkohlenstoff lösen (nach P ayen ) bei 0° 24 Th., bei 15°•> bei 40° 100 Th. Schwefel, Aether bei 35° 1 / 2 Th., Weingeist bei 15°