1090 Sulfur. — Sulfur praecipitat.um.
giesst 2,0 — 3,0 Gramm des Schwefels mit 6 CC. Aetzammon und G CO. ( ^® s .g gtlirtem Wasser, erhitzt nach völliger Durchmischung bis zum Aufkochen, a "erkalten, filtrirt und versetzt das Filtrat mit 6 CO. reiner Salzsäure ^1,124 spec. Gewicht und einer gleichen Menge Schwefelwasserstoffwasser,darf im Verlaufe von einer Minute keine Trübung oder Färbung der Flös® 1 ^keit stattfinden. Um entfernte Spuren Arsen nachzuweisen, mischt man ^des Schwefels mit 3,0 entwässertem Natroncarbonat und 4,0 Kalinitrat,das Gemisch nach und nach in einen glühenden Porcellantiegel und set! ^ ,- ig tGlühung noch eine halbe Stunde fort. Die Schmelze wird in Wasser § eund ein Theil davon im MARSii'schen Apparat behandelt.
Ferner muss 1,0 des Schwefels mit 5,0 Aetznatron und 15,0 ^ ilsS g„beim Kochen eine Flüssigkeit geben, welche mit einem gleichen VoMdestillirtem Wasser verdünnt völlig oder doch ziemlich klar erscheint.
Die gereinigten Schwefelblumen müssen mit concentrirter Schwefel»' 111 ^angerührt und nur gelind erwärmt ihre gelbe Farbe beibehalten, sie inU ..ferner mit Wasser angefeuchtet sich gegen Lackmuspapier möglichst nurent erweisen. Will man auf einen Selengehalt reagiren, so werden 4,< t . etSchwefels mit ebensoviel reiner Salpetersäure und 2 — 3 mal soviel i e . gChlorwasserstoffsäure in einem geräumigen Kölbchen durchschüttelt u 1. veI nzum Aufschäumen erhitzt, hierauf unter gelindem Erwärmen und biswei gAgitiren mehrere Minuten digerirt, dann mit etwas Wasser verdünnt nn ^trirt. Giebt das Filtrat auf Zusatz von Natronsulfit oder AmmonsulM ezinnoberrothen Niederschlag (welcher beim Erwärmen zusammenfällt undlichscliwarz wird), so ist derselbe Selen. Selenhaitiger Schwefel ist ÜbUgetwas Seltenes.
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Allfbewahrung. Der gereinigte Schwefel ist in dicht geschlossenemgefäss aufzubewahren. In Gefässen mit lose aufliegendem Deckel zieht elder Länge der Zeit Feuchtigkeit an und wird sauer. Es ist j e " ebesser ihn in kleineren und ganz gefüllten flaschenförmigen Gefässen zUwahren.
Anwendung. Der gereinigte Schwefel wird stets dispensirt, wenn el ^den innerlichen Gebrauch bei Menschen bestimmt ist, wenn dann aV1( ' or -Arzt nur Flores Sulfuris oder Sulfur oder Sulfur sublimatu®geschrieben hätte. Weiteres vergl. unter Sulfur praecipitatum.
Snlfnr praecipitatum, Lac Sulfuris, präcipitirter Schwefel, Scliwefel>"'' c
Darstellung. 500 Th. ziemlich reinen und gut gebrannten K algiesst man in einem geräumigen eisernen Kessel mit circa 300 Th.
Wasser und lässt ihn zerfallen. Sollten sich dann einige nicht z_ el . s jeStücke darunter finden, so sammelt man dieselben, wägt sie und restitn 1durch ein entsprechendes Gewicht besserer Kalkstückchen. Man g' e ^jozU1000 Th. sublimirten Schwefel oder gepulverten Stangenschwefel)nebst circa 12000 Th. gemeinem heissem Wasser und kocht eine vollehindurch, vom ersten Aufwallen an gerechnet, wobei man fortwähren ' tTl0 fte
mit Ruhe, mit einem Holzspatel umrührt und hin und wieder das vei< ^ ^,-tWasser durch Nachgiessen restituirt. Die ganze Menge des Gemisc 1 ® ^ ßS .den Kessel nur zu 2 / 3 anfüllen. Man nimmt nun vom Feuer, lässt ® üb? 1 "sei 10 Minuten stehen, decan'thirt die Flüssigkeit in einen Steintopf un j ?flC litgiesst den Rückstand im Kessel mit circa 8000 Th. heissem Wassel,