Sulfur. — Sulfur depuratum. 1089
r üfung auf fremde mineralische Stoffe giebt man 1,0 in einen PorcellantiegelUl, d erhitzt unter allmählich verstärkter Flamme bis zum Glühen. BeträgtRückstand mehr als 1 Proc., so wäre der Schwefel für pliarmaceutische^Vecke verwerflich. 10,0 des Schwefels werden an einem lauwarmen Orte ge-j °cknet. Der Gewichtsverlust darf nicht über 7,5 Proc. betragen, widrigen-a 'ls ist eine Anfeuchtung mit Wasser anzunehmen. Die Prüfung auf Selen"»gl. unter Sulfur depuratum.
jj. Aufbewahrung. Die Schwefelblumen werden gewöhnlich in hölzernena sten oder hölzernen Fässern aufbewahrt. Da der Schwefel aber auch bei6 ^Öhnlicher Temperatur, zwar in unendlich kleiner Menge, verdunstet, so? "te ei . j n Räumen, wo auch andere Arzneistoffe aufbewahrt werden, in stein-^ ' ü gnen oder doch in dicht geschlossenen hölzernen Gefässen mit genügendker Wandung aufbewahrt werden.
Sulfur griseum, Sulfur caballinnro, grauer Schwefel, Rossschwefel, ist entwe-b , der Rückstand aus der Sublimation der Schwefelerde oder ein gepulvertertri a ''wefel und ein graues sandiges Pulver, welches mitunter vom Land-lj 'als Vieharznei gebraucht wird, jedoch in keiner Weise vor einem suh-lten Schwefel etwas voraus hat.
i n Sulfur in baculis, Sulfur eitrinum, Stangenschwefel , der geschmolzene undi an gefeuchtete hölzerne Formen gegossene destiüirte Schwefel. Kr kommt4 Ctm. dicken, auf dem Bruche krystallinischen Stäben in den Handel.,{' n guter Stangenschwefel ist von rein gelber Farbe, gewöhnlich enthält erVerunreinigungen des sublimirten Schwefels in etwas grösserem Maasse.w 'fd ganz und als grobes Pulver vorräthig gehalten. Verwendung findet' )e i Darstellung der Schwefelleber.
Sty u 1 f" r de pu rat Ii in, Sulfur lotnm, Flores Snlfuris loti, gereinigter Schwefel,'isch Schwefelblumen (S = 16 oder S = 32), der sublimirte, mit ammoniaka-
'j® Wasser ausgewaschene und dann getrocknete Schwefel.j 2qq " e ' nen mit Deckel versehenen Topf aus Steinzeug oder Glas giebt manUnd i sublimirten Schwefel, circa ebensoviel destillirtes WasserHit . »0 Salmiakgeist, bewirkt die Mischung durch anhaltendes Umrührenla U\ v eine m hölzernen Stabe und stellt das bedeckte Gefäss an einen nurat men Ort. Nach wiederholtem Umrühren und einer 3—4tägigen geliu-Hi t j^gestion, wird die breiige Masse in einen Spitzbeutel gebracht und hier^..estillirtem Wasser vollständig ausgewaschen, bis das Abtropfendee ' ne Sublimatlösung zu trüben. Dann befreit man den Schwefel durches Pressen von dem grössten Tlieile seiner Feuchtigkeit, breitet ihn überV* 11 ' n Spansieben in dünner Schicht aus und trocknet ihn an einem Orte,Mrfl U Temperatur 40 0 C. nicht überschreitet. Nach völliger Austrocknung61 . durch ein Haarsieb geschlagen und sofort in die Aufbewahrungsge-
" Angefüllt.
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*1» (jj^ ÜI }d geschmackloses citronengelbes Pulver, aber von blasserem Gelbn 'cht gewaschenen Schwefelblumen, welches angefeuchtet und aufUs Papier gedrückt dieses nicht oder doch kaum röthet.
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^ e 't, a j, 9- Der gereinigte Schwefel muss arsenfrei sein, und zwar in soS aus der folgenden Reaction kein Resultat zu erlangen ist. Man über-
" '■ fharmac. Praxis II. 69