1'088 Succisa. — Sulfur.
In alter Zeit gebrauchte man sie gegen Leukorrhoe, Halsbräune, ^ aSS ^j nsucht, äusserlich bei Wunden. Heute ist sie nur noch hier und daVolksmittel bei Krankheiten der Hausthiere oder sie dient nur zu abeig 'bischen Zwecken.
Sulfur.
Sulfur (Sulphur), Sulfur sublimatum, Flores Sulfuris, Schwefel, snbli ^Schwefel, Scliwefelblnmen, Scliwefelbliithe, der im Grossen aus dem natürlichen ^diegenen Schwefel oder aus Schwefelkiesen durch Sublimation ge w0Schwefel. Er bildet ein etwas feuchtes mittelfeines schwefelgelbes, aus e .skopisch kleinen einzelnen und aneinanderhängenden Tröpfchen zusamni osetztes Pulver. (Vergl. d. Figur unter Lycopodium.)
Dieser sublimirte Schwefel wird nur äusserlich, dann zur DarstellungSulfur sublimatum lotum oder in der Veterinärpraxis verwendet. Imverkauf wird er abgegeben, wenn er als Schwefelblumen gefordert ^Der sublimirte Schwefel enthält zuweilen Schwefelselen, gewöhnlich Sc i c ]jarsen, erdige Verunreinigungen, immer aber Schwefelsäure, welche slC . n ,pfOxydation des Schwefels an der Luft oder aus verbrennendem Schwefe l • ^bei der Sublimation gebildet hat. Diese hygroskopische Säure, we "^jiJe»Schwefeltheilchen adhärirt, ist Ursache, dass diese ein feuchtes Pulver ^und einen säuerlichen Geschmack haben. Selenhaitiger Schwefel ist s ^arsenhaltiger dagegen wird viel angetroffen. Absolut arsenfreie Schwefel >dürften eine besondere Seltenheit sein. Schwefelselen ist übrigens eineunschädliche Verunreinigung. Dem Schwefel erheilt es einen orange 10das Schwefelarsen einen sattgelben Farbenton. Alle diese Verunreinighaben, wenn sie gering sind, keine Bedeutung, sofern der Schwefel zu il ^ ^ gTliehen und innerlichen Mitteln in der Veterinärpraxis oder zur DarstellungSchwefelleber zum Baden Verwendung findet.
Prüfung. Es ist wesentlich, dass der sublimirte Schwefel nicht in 0 ' 11 ^j enur sehr kleine Spuren Arsen enthalte. Ein völlig arsenfreier Schwefe >die Oesterreichische und Französische Pharmakopoe ihn fordern, . uJl dHandel kaum zu erlangen, denn ein völlig arsenfreier Schwefel is ;g-bleibt eine Seltenheit. Andererseits sind die Spuren Arsensulfid und Ar .jjgsäure in dem sublimirten Schwefel für die Verwendung desselben g'enund könnte man in den Fällen, in welchen Schwefelblumen für { ^ n ]h | tin j0l>liehen Gebrauch für Menschen gefordert werden, gewaschene Schwefedispensiren. rpro"-
Um das Arsen im Schwefel nachzuweisen, versetze man den ffli ^. Tll jjgAetzammon bewirkten Auszug aus dem Schwefel, nach starker Uebersamit Salzsäure, mit Schwefelwasserstoffwasser und erwärme etwas. ' gjjt-daraus erfolgende gelbe Trübung darf nur eine sehr unbedeutende ® ßl11 ' va tuOJ-fernte Spuren Arsen im Schwefel nachzuweisen vergl. unter Sulfur depu ^
Verfälschungen mit Gypspulver, Thonerde, Mehl, Wasser etc. ""^.gjuitgleichen sind vorgekommen. Mit conc. Schwefelsäure angerieben uno e ^findet bei Gegenwart organischer Substanzen eine Schwärzung * t!l