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2 (1878)
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412
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Malturn.

das in den Knollen abgelagerte Stärkemehl in Dextrin und Glykose zum ZWder Entwickelung und Ernährung der jungen Pflanze verwandelt. Gersten®soll nach P ayen und P ersoz bis zu 2 Proc. Diastas enthalten, und 1Diastas ausreichen, um 2000 Th. Stärkemehl bei Gegenwart der 20f= u 'Menge Wasser und unter Einfluss einer Wärme bis zu 70° allmählich in D eX ^und Glykose zu verwandeln. Höhere Wärme, die Gegenwart von Boraxanderer Salze stören oder vernichten die Thätigkeit des Diastas. j, e ,

Diastas ist in Wasser leicht löslich, in starkem Weingeist unlöslich-hufs seiner Isolirung zerquetscht man frisches Gerstenmalz möglichst ^befeuchtet es stark mit Wasser von 3640° C. und presst kräftig aus- .Colatur mischt man mit einem halben Volum starkem Weingeist (behufs ^Scheidung albuminöser Substanzen), filtrirt nach eintägigem Stehen un ~/. c Jisetzt dann das Filtrat mit einem anderthalbfachen Volum Weingeist, w °igein unreines Diastas abgeschieden wird, welches man einige Male inWasser löst und mit Weingeist ausfällt, um es auf diese Weise möglich 8reinigen. Zuletzt sammelt man es und lässt es auf Glasplatten im Vacuum tr °'werden. Es erscheint dann als eine bräunliche, durchscheinende, amorphe

Das trockne Gersten-Luftmalz enthält annähernd in Procenten: 30 PflaU ^faser (Zellstoff) und unlösliche Stoffe, 1 Diastas, 10 Dextrin, 3 Glykose» ^Stärkemehl (zum Theil in löslicher Form), 11 Eiweiss- und Prote 'instoö»Fett, 3 Aschenbestandtheile.

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Anwendung. Das Malz wurde in früherer Zeit im Aufguss in"^ 1 j t n'(gegen Scorbut) und zu Bädern schlecht genährter oder schwächlicher j e i)benutzt. Heute kommt diese Anwendung seltner vor und wird durch ^innerlichen Gebrauch von Malzextract ersetzt. Der Aufguss dient au<®Vehiculum demulcens zu Klystieren und Gurgelwässern.

Extra etum Malti, Malzextract. 1 Kilogramm geschrotenes (zerstoss c ® eI1Gerstenmalz (Luftmalz) wird mit einem Liter kaltem Wasser überg 0 jjund gemischt 68 Stunden an einem Orte von 1015° C. macerirt, dam 1Zusatz von 4 Litern Wasser, welches ungefähr bis auf 30° C. erwftr® t ^ ü f-eine Stunde in einer Wärme von 60 bis 70° C. digerirt, hierauf bis zu 10kochen erhitzt und unter Auspressen colirt. Die Colatur wird mit dem Ei^ ^aus zwei Eiern gemischt, nochmals aufgekocht und nach der Colatur ^ jjanhaltendem Umrühren im Dampfbade oder durch Abdampfen im Vacu 1ein dickes Extract verwandelt. Die Conservation des Extracts ist erlc 1 'wenn man das noch warme Extract mit 5 Procent eines dickfli' eSöGlycerins mischt. Ausbeute an Extract 700,0800,0 Grm.

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Aufbewahrung. Es ist eine Eigenthümlichkeit des Malzextractszugsweise desjenigen von weicher, halbfliessender Consistenz an der Ob© 1Schimmel anzusetzen. Es ist desshalb zu empfehlen, die Oberfläche des ^ e rmit einer 1 2 Mm. dicken Schicht eines consistenten reinen Glyce r '" s p;eeines dünneren, aber mit Rohrzucker gesättigten Glycerins zu bedecke»- ^(Aufbewahrung des Extracts an einem kühlen Orte ist unerlässlich. ^bewahrungsgefässe werden nur mit Gaze tectirt., lC lr

Die Malzextractbereitung im Grossen ist in Deutschland von einig® 11 ^verständigen und zuverlässlichen Händen übernommen worden, soApotheker selten genöthigt ist, an die Bereitung selbst heranzogVorzügliche Qualität liefern: J. D. R iedel (Berlin, Gerichtsstrasse *W ittich u. B enkendorf (Berlin, Chausseestr. 21), D r. C hr. B runne^ 1,