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Malturn.
das in den Knollen abgelagerte Stärkemehl in Dextrin und Glykose zum ZWder Entwickelung und Ernährung der jungen Pflanze verwandelt. Gersten®soll nach P ayen und P ersoz bis zu 2 Proc. Diastas enthalten, und 1Diastas ausreichen, um 2000 Th. Stärkemehl bei Gegenwart der 20f= u 'Menge Wasser und unter Einfluss einer Wärme bis zu 70° allmählich in D eX ^und Glykose zu verwandeln. Höhere Wärme, die Gegenwart von Boraxanderer Salze stören oder vernichten die Thätigkeit des Diastas. j, e ,
Diastas ist in Wasser leicht löslich, in starkem Weingeist unlöslich-hufs seiner Isolirung zerquetscht man frisches Gerstenmalz möglichst ^befeuchtet es stark mit Wasser von 36—40° C. und presst kräftig aus- .Colatur mischt man mit einem halben Volum starkem Weingeist (behufs ^Scheidung albuminöser Substanzen), filtrirt nach eintägigem Stehen un ~/. c Jisetzt dann das Filtrat mit einem anderthalbfachen Volum Weingeist, w ° „igein unreines Diastas abgeschieden wird, welches man einige Male inWasser löst und mit Weingeist ausfällt, um es auf diese Weise möglich 8 ■reinigen. Zuletzt sammelt man es und lässt es auf Glasplatten im Vacuum tr °'werden. Es erscheint dann als eine bräunliche, durchscheinende, amorphe
Das trockne Gersten-Luftmalz enthält annähernd in Procenten: 30 PflaU ^faser (Zellstoff) und unlösliche Stoffe, 1 Diastas, 10 Dextrin, 3 Glykose» ^Stärkemehl (zum Theil in löslicher Form), 11 Eiweiss- und Prote 'instoö»Fett, 3 Aschenbestandtheile.
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Anwendung. Das Malz wurde in früherer Zeit im Aufguss in"^ 1 j t n'(gegen Scorbut) und zu Bädern schlecht genährter oder schwächlicher j e i)benutzt. Heute kommt diese Anwendung seltner vor und wird durch ^innerlichen Gebrauch von Malzextract ersetzt. Der Aufguss dient au<®Vehiculum demulcens zu Klystieren und Gurgelwässern.
Extra etum Malti, Malzextract. 1 Kilogramm geschrotenes (zerstoss c ® eI1Gerstenmalz (Luftmalz) wird mit einem Liter kaltem Wasser überg 0 jjund gemischt 6—8 Stunden an einem Orte von 10—15° C. macerirt, dam 1Zusatz von 4 Litern Wasser, welches ungefähr bis auf 30° C. erwftr® t ^ ü f-eine Stunde in einer Wärme von 60 bis 70° C. digerirt, hierauf bis zu 10kochen erhitzt und unter Auspressen colirt. Die Colatur wird mit dem Ei^ ^aus zwei Eiern gemischt, nochmals aufgekocht und nach der Colatur ^ jjanhaltendem Umrühren im Dampfbade oder durch Abdampfen im Vacu 1ein dickes Extract verwandelt. Die Conservation des Extracts ist erlc 1 'wenn man das noch warme Extract mit 5 Procent eines dickfli' eSöGlycerins mischt. Ausbeute an Extract 700,0—800,0 Grm.
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Aufbewahrung. Es ist eine Eigenthümlichkeit des Malzextractszugsweise desjenigen von weicher, halbfliessender Consistenz an der Ob© 1Schimmel anzusetzen. Es ist desshalb zu empfehlen, die Oberfläche des ^ e rmit einer 1 — 2 Mm. dicken Schicht eines consistenten reinen Glyce r '" s p;eeines dünneren, aber mit Rohrzucker gesättigten Glycerins zu bedecke»- ^(■Aufbewahrung des Extracts an einem kühlen Orte ist unerlässlich. ^bewahrungsgefässe werden nur mit Gaze tectirt. „, lC lr
Die Malzextractbereitung im Grossen ist in Deutschland von einig® 11 ^verständigen und zuverlässlichen Händen übernommen worden, soApotheker selten genöthigt ist, an die Bereitung selbst heranzogVorzügliche Qualität liefern: J. D. R iedel (Berlin, Gerichtsstrasse *W ittich u. B enkendorf (Berlin, Chausseestr. 21), D r. C hr. B runne^ 1,