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2 (1878)
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Lupulus.

eh

Aufbewahrung. Da die Hopfenzapfen nur noch selten in den Gebra 110 "kommen, so halte man auch keinen grossen Vorrath davon. Für eine Ap°theke mittleren Geschäftsumfanges genügen auf ein Jahr 500 Grm. Die beste"Voirathsgefässe sind solche aus Weissblech mit übergreifendem Deckel-diese werden sie fest eingedrückt und nur für den jedesmaligen Bed» fIgeschnitten.

Der im Handel jetzt häufiger vorkommende geschwefelte H°P^j

Prüfung

ist für arzneiliche Zwecke zu verwerfen

Frisch geschwefelter Hopfen ^durch den Geruch zu erkennen, nach einigen Wochen ist dies nichtmöglich. Man giebt daher in ein cylindrisches Glas 2-3 Hopfenzapfen»feuchtet sie mit warmem Wasser, giebt dann verdünnte reine Schwefels*und einige Stücke reinen Zinkmetalls dazu und schliesst das Gefäss mit eiScheibe Fliesspapier, welches mit Bleiessig benetzt ist. Das Papier wird 91 ^bräunen oder schwärzen, wenn noch Spuren Schwefligsäure vorhanden %va ' j,,Bei altem geschwefeltem Hopfen wird meist diese Reaction ausbleiben- ^diesem Falle macht man aus diesem und einem nicht geschwefelten H°Pzwei gleiclihaltige Aufgüsse mit heissem destillirtem Wasser, welchen 01eirca 2 Proe. Salzsäure zugesetzt hat, und prüft die filtrirten AufgüsseBaryumchlorid.

Bestandteile. Ueber die Bestandteile des Hopfenmehles vergl-

nute»cir<*

unter Glandulae Lupuli. Die trocknen Hopfenzapfen bestehen aus - ^

90 Gewichtsth. Spindel, Deckblättern, Deckblättchen etc. und 10 Gewi° j,

Hopfenmehl. Durch Einäscherung liefern sie 810 Proc. Asche, hauptsä 1 ' . e

bestehend aus Phosphaten und Carbonaten des Kalis und der Kalkerde. -Cellulosetheile der Zapfen enthalten circa 3 Proc. einer eigenthümlichen,grünfällenden Gerbsäure, etwas Schleim, Spuren Glykose.

Anwendung. Man schätzte die Hopfenzapfen als Stomachicum,phulosum, Antiscorbuticum, überhaupt als Tonicum und gab sie im A u ° ^zu 0,51,01,5 drei- bis fünfmal am Tage, benutzte sie auch als Zu saerweichenden und schmerzlindernden Breiumschlägen, den heissen Aufg 11 ®gFomentationen und Bädern, die Hopfenzapfen ganz in Substanz zur I® » e pvon Kopfkissen, welchen man schlafmachende und beruhigende Eigens"beilegte.

II. Glandulae Lupi

G.H.J

Fig. 94. Glandulae Lupuli. 50 malvergrössert.

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i> liupulina, Lupiiliiuim, Lupulin, Hopfeninolil, die

goldgelben, am Grunde der Deckblätter, ^Deckblättchen und Perigonen des Fruchtzapf ellSHopfens lose aufsitzenden Drüschen. Diese g e .0,25 Mm. grossen Drüschen, welche Geruch»^schmack und Wirkung des Hopfens bedingen)je nach dem Stadium ihrer Entwickelung v0 " v glli?schiedener, unter sich abweichender Gestalt, %entwickelt von konischer Form. Sie bestehende,einer zelligen Membran (Cuticula), welche g°glänzende kleine runde, nach dem Trocknenstülpte Bläschen, gefüllt mit einem gelben ^jeund flüchtigem Oel, bildet. Später velDrüsen braungelb oder röthlichgelb, und nach ' p e fAufbewahrung verharzt sich ihr Oelgeha't- q 6 -Geruch ist gewürzhaft und betäubend, ^ el