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Lupulus.
eh
Aufbewahrung. Da die Hopfenzapfen nur noch selten in den Gebra 110 "kommen, so halte man auch keinen grossen Vorrath davon. Für eine Ap°theke mittleren Geschäftsumfanges genügen auf ein Jahr 500 Grm. Die beste"Voirathsgefässe sind solche aus Weissblech mit übergreifendem Deckel-diese werden sie fest eingedrückt und nur für den jedesmaligen Bed» fIgeschnitten.
Der im Handel jetzt häufiger vorkommende geschwefelte H°P^j
Prüfung
ist für arzneiliche Zwecke zu verwerfen
Frisch geschwefelter Hopfen ^durch den Geruch zu erkennen, nach einigen Wochen ist dies nichtmöglich. Man giebt daher in ein cylindrisches Glas 2—-3 Hopfenzapfen»feuchtet sie mit warmem Wasser, giebt dann verdünnte reine Schwefels*und einige Stücke reinen Zinkmetalls dazu und schliesst das Gefäss mit eiScheibe Fliesspapier, welches mit Bleiessig benetzt ist. Das Papier wird 91 ^bräunen oder schwärzen, wenn noch Spuren Schwefligsäure vorhanden %va ' j,,Bei altem geschwefeltem Hopfen wird meist diese Reaction ausbleiben- ^diesem Falle macht man aus diesem und einem nicht geschwefelten H°P „zwei gleiclihaltige Aufgüsse mit heissem destillirtem Wasser, welchen 01eirca 2 Proe. Salzsäure zugesetzt hat, und prüft die filtrirten AufgüsseBaryumchlorid.
Bestandteile. Ueber die Bestandteile des Hopfenmehles vergl-
nute»cir<*
unter Glandulae Lupuli. Die trocknen Hopfenzapfen bestehen aus - ^
90 Gewichtsth. Spindel, Deckblättern, Deckblättchen etc. und 10 Gewi° j,
Hopfenmehl. Durch Einäscherung liefern sie 8—10 Proc. Asche, hauptsä 1 ' . e
bestehend aus Phosphaten und Carbonaten des Kalis und der Kalkerde. -Cellulosetheile der Zapfen enthalten circa 3 Proc. einer eigenthümlichen,grünfällenden Gerbsäure, etwas Schleim, Spuren Glykose.
Anwendung. Man schätzte die Hopfenzapfen als Stomachicum,phulosum, Antiscorbuticum, überhaupt als Tonicum und gab sie im A u ° ^zu 0,5—1,0—1,5 drei- bis fünfmal am Tage, benutzte sie auch als Zu saerweichenden und schmerzlindernden Breiumschlägen, den heissen Aufg 11 ® „gFomentationen und Bädern, die Hopfenzapfen ganz in Substanz zur I® » e pvon Kopfkissen, welchen man schlafmachende und beruhigende Eigens"beilegte.
II. Glandulae Lupi
G.H.J■■
Fig. 94. Glandulae Lupuli. 50 malvergrössert.
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i> liupulina, Lupiiliiuim, Lupulin, Hopfeninolil, die
goldgelben, am Grunde der Deckblätter, ^Deckblättchen und Perigonen des Fruchtzapf ellSHopfens lose aufsitzenden Drüschen. Diese g e .0,25 Mm. grossen Drüschen, welche Geruch»^schmack und Wirkung des Hopfens bedingen)je nach dem Stadium ihrer Entwickelung v0 " v glli?schiedener, unter sich abweichender Gestalt, %entwickelt von konischer Form. Sie bestehende,einer zelligen Membran (Cuticula), welche g°glänzende kleine runde, nach dem Trocknenstülpte Bläschen, gefüllt mit einem gelben ™ ^jeund flüchtigem Oel, bildet. Später velDrüsen braungelb oder röthlichgelb, und nach ' p e fAufbewahrung verharzt sich ihr Oelgeha't- q 6 -Geruch ist gewürzhaft und betäubend, ^ el