Lupulus.
379
od gewürzhaft bitter. Die Drüschen in Masse gleichen einem röthlieh-^ bräunlichgelben Mehle. Ihre Identität wird allein durch das Mikroskopimmt. Beigemischten Sand erkennt man beim Kauen zwischen den
a hnen.
Auf. ^' nsarnm 'ung ■ Aufbewahrung. Das Hopfenmehl wird Ende August undj n ,ln 8 8 September von den reifen Fruchtzapfen des Hopfens durch AbschlagenGe\v' nem ®' e ' 5e gesammelt. 100 Gew. Th. trockne Zapfen geben circa 10g „ n V " Th. Hopfenmehl. Man bewahrt es am besten in kleinen dicht geschlos-W' ®^ c ^ 8en aus Weissblech, welche man in ein grösseres Gefäss einschichtet.Zu ' a " s ' s t es vor dem Einfluss des Tageslichtes und Luftzutritt möglichstS( 'kützen. Alljährlich muss der Yorrath erneuert werden, denn eine ältereTin 16 ' s ^ °' me arzneiliche Wirkung. Den alten Vorrath verwerthet man alsfij. ctur (Essenz), welche von kleineren Brauereien gern angenommen wird.
ei n mittleres Apothekengeschäft werden 30—50 Gm. Yorrath für ein6iii e ' ausre ' c hen. Eine Waare, welche über ein Jahr alt ist, wird sich durcheil/" an a ^en Käse entfernt erinnernden Geruch und eine sehr dunkle Farbeeni >en lassen.
djj Bestandtheile. Personne fand im Hopfenmehl Valeriansäure, grünesv 0 _ '''§es Oel, zusammengesetzt aus Valerol und einem Kohlenwasserstoff (C-,H 8 )sto Geruch des Thymians, einem stickstoffhaltigen, leicht zersetzbaren Bitter-'üftt' ^ e & en 66 Proc. Harz, etwas Wachssubstanz etc. Wagner fand in denSelK] 1 - 0 '^ nen Hopfenzapfen inclusive Hopfenmehl 0,8 Proc. eines flüchtigenllc hen, stark nach Hopfen riechenden, brennend und schwach bitterijj töe( 'kenden, nicht narkotisch wirkenden Oeles von 0,908 spec. Gew., löslichei« rn(1 '"' denn 600 Th. Wasser. Er fand dieses Oel zusammengesetzt aus\v 6 ] ^ Oele von der Formel C 5 H 8 und einem Oele von der Formel C 10 H 18 O,V a i ei '. es letztere mit dem Valerol die Eigenschaft theilt, durch Oxydation inW, la Dsäure überzugehen. Das sogenannte Hopfenharz enthält nachI Ö8U pH neben Harz auch die bitteren Stoffe. Es ist in Wasser sehr schwerj]'' ^ e ' Gegenwart von Gerbstoff, Gummi, Glykose, flüchtigem Hopfenölleidpj 1 bedeutend löslicher. Es schmeckt intensiv und anhaltend bitter und er-» el , an der Luft und im Sonnenlichte allmählich eine Zersetzung, in FolgeLögy er es immer noch schwerlöslicher bis unlöslich in den vorbemerktenI5f s t^Ssmitteln wird. Hopfenharz und Hopfenbitter sind nicht identisch.
ist in Aether löslich, letzteres nicht ( Wagneii ). Vergleiche weiter
Hopfenbitter.
Stofp *j' n aus dem weingeistigen Ilopfenmehlextracte mit Wasser extrahirbaren(Bitterstoff) hat man mit dem Namen Lupulit belegt.
k ry . t !'j:P fenbi tter (Hopfenbittersäure) isolirte Lermer . Er erhielt es in!l 'isirter Form (glänzenden rhombischen Säulen). An und für sich ist es^haff!' 3 ^' 08 ' in weingeistiger Lösung aber stark bitter. Es ist von der Be-H Jr| enheit einer schwachen Säure, leicht löslich in Weingeist, Aether, Clilo-Q m ' Schwefelkohlenstoff, Benzol. An der Luft wird es bald gelb, weichamorph.
^Ua 8s i- as Hopfenbitter unterscheidet sich 1) von anderen Bitterstoffen (Salicin,'' c h ; ' "icin, Menyanthin) zunächst dadurch, dass es in Aether leicht lös-^ ^ es kann also z.B. aus dem durch Abdampfen von Weingeist befreiten^eijip. !' c ' 1 Ausschütteln mit weingeistfreiem Aether ausgezogen werden; in';'stigem Aether löslich ist auch Absinthiin, schwer löslich Pikrotoxin);) dass es (nach Dragendorff, Hoffstedt u . a.) durch Bleiessig aus