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2 (1878)
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Kali.

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ln dem wieder gut gereinigten Kessel soweit abgedampft, bis 4 GewiehtstlieileUts Volum von 3 Gewichtstheilen Wasser einnehmen, das spec. Gew. also,3301,334 bei 15° C. beträgt.

Als Koch- und Eindampfungsgefässe sind blanke schmiedeeiserne Kesselanwendbar. Gusseiserne Gefässe geben da, wo Aetzlauge, Eisen und atmo-sphärische Luft sich berühren, Eisenoxyd an die Lauge, besonders wenn dieseJ eim Kochen concentrirter wird. Kupferne Gefässe können gar nicht ange-wendet werden; gläserne, steingutene und porcellanene werden stark ange-Snffen und machen die Lauge Kieselsäure-haltig. Die passendsten Gefässe8 jnd solche aus Feinsilber gearbeitet, welche auch, wenn es sich um Darstellung®'iier reinen Kalilauge handelt, nur allein anwendbar sind. Zum Umrühren derau ge nimmt man blanke eiserne Spatel, selbst wenn auch die Lauge nichtc ° nc entrirt wäre. Holz würde sie sofort gelb färben. Aus demselben Grunde''Kleidet man zur Klärung der Lauge leinene Colatorien und papierne Filter,,°üene Colatorien würden sofort gelöst werden. Der Arbeiter sei zur Vor-ermahnt, dass er sich vor dem Spritzen der Lauge ins Auge, auf diease , die Lippen und andere zarten Körpertheile hüte.

Eigenschaften. Die Aetzkalilauge ist eine klare, fast farblose oder schwacho 'bliche, ölartig fliessende, mit Weingeist mehr oder weniger klar mischbare,alkalische, ätzende Flüssigkeit von eigenthümlichem sogenanntem Laugen-, e ruch u n d ätzendem Geschmack, welche alle Eigentümlichkeiten des Aetzkalis^ ast Proc. anhydrisches Kali oder 33,3 Proc. Kalihydrat (KO,HO)"ält m^d ein spec. Gew. von 1,3301,334 (bei 15° C.) besitzt.

Aufbewahrung. Eine Aetzkalilauge von circa 28 Proc. anhydrischem Kali-"a^ ^ as ® as c ^ er Gefässe, worin sie aufbewahrt wird, an und kittet

Ai rt Uni ^ llac h d' e Glasstopfen so dicht in die Hälse der Flaschen, dass eina j s "ewahrungsgefäss nach Verlauf von einem Jahre gewöhnlich zu nichts weiteremp[ z "m Wegwerfen werth ist. Zur Aufbewahrung der Aetzlaugen hat manv ^ as ch en ujjt polirten Glasstopfen, denn eine glatte glänzende Glasfläche wirdder Kalilauge weniger angegriffen, als eine rauhe. Praktischer als Glas-ein^ en s ' nt ^ Gummistopfen. Diese werden als Verschluss der Laugengefasse vorherTa S e ' n dünner Aetzkalilauge maeerirt, um von ihrer Oberfläche das durchUjj, §' e etwa Lösliche zu entfernen, hierauf abgewaschen, abgetrocknet, dannßi geschmolzenem Paraffin berieben. Besteht das Gefäss aus bleihaltigem' Se , so wird die darin aufbewahrte Lauge mit der Zeit auch bleihaltig.

die Aetzkalilauge nur selten und dann in geringer Menge Anwendung^ 6 *' 80 davon, je nacli dem Geschäftsumfange, ein kleiner Vorrath,

ß ef .. z * B- 100200 500 Gm. Die Flasche mit der Lauge setzt man in eineijjpaus Weissblech mit eng schliessendem übergreifendem Deckel und legtKalkdose (Bd. I, S. 664) dazu.

Aetzkalilauge w ' r< ^ ^ el " Reihe der stark wirkenden Arzneikörper

teiru Pr üfung. Die officinelle Aetzkalilauge ist nicht nothwendig eine chemisch' Sie darf mehr als Spuren Kaliumchlorid und Kalisilicat, aber nur

Kalisulfat und Kalicarbonat enthalten.

, lu ' Prüfung einer chemisch reinen Aetzlauge, wie man sie zu analytischengebraucht, mögen folgende Notizen dienen:

Vo W lne reine Aetzkalilauge ist farblos und giebt mit einem mehrfachen1 Weingeist klare Mischungen. Eine gelbliche oder schwach bräunliche