Druckschrift 
2 (1878)
Entstehung
Seite
229
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Juniperus.

229

2 p i

4 p° e ' ® arz > 0,2 Proc. flüchtiges Oel, ferner 10 Proc. gummiartige Substanz,

"'oc. albuminöse Schleimsubstanz.

W ^ ei eingedickte Wachholdersaft bildet eine schwärzlichbraune dicke Mellago,he- C ^ asser e ' ne trübe braune Lösung giebt und einen süssen, hinter-

1 bitterlichen Wachholdergeschmack hat.

Um ^* aS Wachholdermus ist meist nur Volksmittel und wird als Diaphoreticum( Diureticum gebraucht. Gabe circa 3,05,010,0 zwei- bis viermal täglich.

^ T- Lignnin Janiperi, Wachholderholz, das getrocknete, von der Rindee ®kte ^°' z der Wurzel und des Stammes. Es kommt meist geschnitten inlei\ ' ' st a ' 3er v öHig obsolet. Es ist leicht und weich, dicht, feinfaserig,s P a ltbar. Der circa 1 Ctm. dicke Splint ist weiss, das Kernholz röthlich.«in 1 '" (:sc ' lma ck ist schwach harzig und herbe. Beim Erhitzen entwickelt es

eu balsamischen Geruch.

Jjj enthält 0,60,8 Proc. ätherisches Oel und etwas Harz. Man hat esAuf'' ' zurtl Räuchern angewendet, früher sogar als Diaphoreticum undSyphiliticum gebraucht.

holi|J"' "' e 11111 Juniperi, Olenm Janiperi fructiis, Oleum Jnniperi baccarum, Wach-I-'ßstM 1* ( ' as aus den frisch gesammelten reifen Wacliliolderfrüchten durchf F (j '" a ti°n gewonnene Oel. Zu seiner Darstellung werden die Wachholder-hof gehörig zerquetscht, um die Oelbeliälter zu zersprengen, und mit 1 / 10h ei salz in die Blase gegeben, in welcher sich schon das nöthige QuantumWasser befindet. Nachdem der Wachliolderbrei durch Umrühren ge-b e f^ durchmischt ist, wird destillirt. Der Salzzusatz, von einigen Praktikern% hortet, ist hier auch ein Mittel, das Anbrennen zu verhüten, wenn manL. e,ne r gewöhnlichen Blase über freiem Feuer destillirt. Die AusbeuteSt 0,6-1,0 Proc.

ist f.^'9 er| schaften. Das Wachholderbeerenöl, durch Dampfdestillation bereitet,(j ( R^M°s, das durch gewöhnliche Destillation bereitete gelblich, ersteres vonhol,] ~~0,860, letzteres von 0,8500,900 spec. Gew. Der Geruch ist wach-ist j^eeren-terpenthinölartig, der Geschmack entsprechend und brennend. EsAu» 1 ! 10 bis 12 Th. 90procentigem Weingeist trübe löslich und soll nach* elc i e der Autoren mit Jod verpuffen, es giebt aber auch ein farbloses Oel,Joel ' ea m '' Hiebt verpufft, dagegen scheint das gelbliche Oel stets mitZl ' verpuffen.

^Aufbewahrung. Das Wachholderbeerenöl hat eine grosse Neigung zu ver-Sch tt t UU< ^ W ' rd dickflüssig und sauer (unter Ameisensäurebildung). DurchVßf bp <: ' U m 't etwas kohlensaurem Natron und Rectification wird es wiederlicht ' Sert; ' Man bewahrt das Oel in ganz gefüllten Flaschen und vor Tages-

Seschützt.

V^ung. Mischt man in einem Probirgläschen 6 Tropfen Oel mit 30v °n eoncentrirter Schwefelsäure, so erfolgt unter Erhitzung und Ausstossenm Pfen eine dünnflüssige, trübe, dunkel gelblichrothe Mischung, welcheft irie j,' 1 , 1111 ( 1 mit 10 CC. Weingeist (von 90 Proc.) vermischt und durchschütteltU trübe, chamoisfarbene oder schmutzig rosafarbene, auch beim Auf-e it>ig en t^übe bleibende Flüssigkeit darstellt. In der Ruhe haben sich nach*\i. S . tunden einige weissliche oder gelbliche Harztropfen am Grunde der'"^iffffe G 't ss äule angesammelt. Gegen Natrium verhält es sich in der Kälte