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Juniperus.
Anwendung. Das Wachholderbeeröl wird als Diaphoreticum, Diureticu'j 1 »Nervinum, namentlich bei Bauchwassersucht, Blasen- und Harnleiden,mungen, gichtischen und rheumatischen Leiden innerlich und äusserlich Wofwendet. Gabe 0,1—0,15 — 0,2 (3 — 4—6 Tropfen) einige Male täglich 111Mischung mit Tincturen oder als Elaeosaccharum.
IV. Oleum Ligni Jiiniperi, VVacliliolderöl, Jaeliandelol, Kranewettol, ^ ( s ( 'baumiil, das durch wässrige Destillation aus dem Holze, den Zweigen und Blattendes Wachholders, den Zapfen verschiedener Pinus-Arten gewonnene oder üb 0diese Tlieile reetificirte Terpenthinöl. Es wird besonders in Ungarn dargesteü ■
Es ist farblos, dem Terpenthinöl ziemlich ähnlich und nur davo 11durch den Geruch verschieden. Es fulminirt mit Jod, verhält sich aber g e S el1Natrium indifferent.
Dieses Oel ist nur Volksmittel und wird zu Einreibungen bei Gicht, Iiheiu n fjLähmungen etc. gebraucht. Durch ein dickgewordenes altes Wachholderbee* ^gemischt mit der doppelten Menge französischem Terpenthinöl dürfte es .i et ' elzeit ersetzt werden.
V. Oleum Juniperi empyreumatieum, Oleum eadinnin, Oleum Cadi, Olf"'"Juniperi nigrum, Oleum Juniperi Oxycedri, Kadeöl, Kadinöl, Kaddigöl, Takinol, Spani sC ( jCederöl, das durch Schwelung des Holzes von Juniperus Oxycedrus Linn- u , danderer Juniperusarten gewonnene empyreumatische oder pyrogene Oel.Darstellung geschieht hauptsächlich im südlichen Frankreich.
Eigenschaften. Das Ivadeöl bildet frisch bereitet eine braungelbe, sp:' 11 'eine dunkelbraune, in circa 2 Millim. dicker Schicht völlig klare, wie P efbaisam dickfliessende, ölähnliche, schwach saure, leicht entzündliche Subst» 0 ^von mildem und nicht unangenehmem Theergeruch und tlieerartigem, aromatis"brennendem, bitterem Geschmack. Es ist leichter als Wasser, giebt an Was swenig Lösliches ab, ist in kaltem Weingeist nur theilweise, in Petroliit' 1unter Absonderung einer geringen Menge nicht flüssiger Substanz, in Aetl' 1 ' 1 'Chloroform, Schwefelkohlenstoff' und Amylalkohol völlig und klar löslich.
Prüfling. Behufs Erkennung der echten Waare giebt man in einen Re a »!'cylinder circa 10 CC. Wasser und 2 — 3 CO. Kadeöl. Es darf dieses 1Wasser nicht untersinken (andere Holztheere, Birkentheer und einige wen®seltene Theerarten ausgenommen, sind schwerer als Wasser). Man erwäi^Jdurchschüttelt beide Flüssigkeiten kräftig, stellt sie bis zum völligen Erkalte»Seite und giesst durch ein genässtes Filter. Das Filtrat ist nicht oder .gefärbt, reagirt sauer, reducirt Silbernitrat beim Erhitzen bis zum Aufkoch®nach Zusatz von Aetzammon aber sofort und ohne Anwendung von ^
reducirt auch in der Wärme kaiische Kupferlösung. Das mit einem 3—, gVolum 90proc. Weingeist geschüttelte Kadeöl giebt eine trübe Mischung,beim Erwärmen klar und rein braun wird, in der Ruhe und beim Erka ^(nach einigen Stunden) circa die Hälfte des Kadeöls in Form einer sch^c* jdicklichen Flüssigkeit absetzt. Das mit reinem Petroläther geschüttelte K a . rsetzt nach einigen Stunden eine geringe Menge (circa 1 / 12 des Kadeöls) el 'j e gnicht flüssigen graubraunen Substanz ab. Endlich ist die LöslichkeitKadeöls in Chloroform zu prüfen.
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Anwendung. Das Kadeöl wird schon seit einigen hundert Jahren vonViehkurirern als Wund- und Heilbalsam und als Einreibung bei Hautle 1