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Juniperus.
mit einem blassblauen Reife bedeckt. Sie enthalten 3 sehr harte fast d relkantige braune Samen.
Die trockne Frucht ist fast kugelig, 5—7 Mm. im Durchmesser (erbse»'gross), schwarzbraun glänzend oder blau bereift, am Grunde von 3 aussei^"grösseren und 3 inneren, einen 6eckigen Stern bildenden braunen Schupp 011unterstützt, oben (an der Spitze) dagegen mit einem durch drei bogenförmig 6 'nach der Mitte zu erhabene Nähte gebildeten Dreieck. Innen ist sie dreisaffl 1 ?'mit einem bräunlichgrünen Marke und kleinen Balsamgängen gefüllt. Die Sauie' 1sind dreikantig eiförmig, unten angewachsen, auf Rücken- und Bauchfläche ®ungleich grossen, gewöhnlich in 2 Reihen stehenden Oelbläschen besetzt.Früchte werden, wie schon erwähnt ist, im zweiten Jahre reif und sind b lsdahin grün. Reif haben sie einen gewürzhaften Geruch und einen gewürzhait esüssen Geschmack.
Die aus Italien in den Handel gebrachten Wachholderbeeren sind besonu el "schön, voll und gross. Sie verdienen den Vorzug.
Grüne, braune oder rotlie, leicht zerbrechliche, verschrumpfte Beeren niüss everworfen werden, ebenso auch zu alte, deren flüchtiges Oel meist verh» rZist. Die frischen Beeren werden im Herbst gesammelt. Sie dürfen übrig e11 'nicht durch künstliche Wärme getrocknet werden.
Bestandtheile sind: in Procenten circa 1 ,3 flüchtiges Oel, 6 — 8 H al g3 wachsartiger Stoff, 20 — 30 Traubenzucker, 2 äpfelsaure Kalkerde, 6^ ,Schleim (Pektin), 30 — 40 Pflanzenfaser. Mit Juniperin hat man eiu e .jgelblichen, eigentümlichen, der Chrysophansäure verwandten Bestandt' lCbezeichnet.
Anwendung. Die Wachholderbeeren werden als harn- und schweisst' 1 'bendes Mittel bei Wassersucht, chronischen Schleimflüssen der Harn- und "sclilechtsorgane, bei Blasenlähmung, rheumatischen und gichtischen Le' 1gebraucht. Sie dienen auch als Räuchermittel bei ansteckenden Krankh eltel J|besonders aber als Gewürz des Pferdefutters. Nach dem innerlichen Gebr» llCnimmt der Harn einen Veilchengeruch an.
Spiritus Juniperi, Wacliliolderspiritus. 20 Th. Destillat aus 5 Tb. z . e | estossener Wachholderbeeren, 15 Th. Weingeist und 15 Th. Wasser.klare farblose Flüssigkeit. Sie wird innerlich und äusserlich angewendet-
Succus Juniperi inspissatus, Koob Juniperi, Extractuin Juniperi.diekter Wachholdersaft, Wachlioldermus, Kaddigmus, Johandelbeersaft. FrischeWachholderbeeren werden zerstossen und mit der 4fachen Menge kochheissem Wasser infundirt. Die durch Decanthation und Coliren g el ' el11Flüssigkeit wird bis zur Consistenz eines dünnen (halbflüssigen) E xtlilabgedampft. ^
Den dünnen ausgepressten Aufguss engt man anfangs unter bestüu 1 ' 1 ' ^)Umrühren über gelindem Kohlenfeuer in einem zinnernen (nicht kupf' cl 1 j ;l3Kessel ein und dampft ihn zuletzt im Dampfbade ab. Besser ist cS ', ( j e j-Abdampfen über freiem Feuer ganz zu unterlassen. Frische, reife Wachl 1 ' 1 gllbeeren, welche man im August sammelt, geben gegen 35 Proc. eingß'^' ^gjtSaft. In gut verkorkten Flaschen hält er sich gut. Um seiner Halt^^i,.auf Jahre hin gesichert zu sein, versetzt man den aus 100 Th. frischer " ^holderfrüchte gewonnenen Aufguss mit 5 Th. Glycerin und dampft (laUll c j. e r,Mellagodicke ein. Das Wachlioldermus enthält circa 35 Proc. Fruchtz«