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HyoscyamuB.
dreimal als Hypnoticum und Linderungsmittel bei Hustenreiz. StärksteEinzelngabe 0,005, stärkste Gesammtgabe auf den Tag 0,02 (Falk'sUebersicht der Normalgaben normirt die Einzelngabe zu 0,005 — 0,01 , dieGesammtgabe auf den Tag zu 0,05). In Salben 1 auf 40 — 50. In seinerWirkung auf die Pupille gleicht es dem Atropin.
Ü Hyoscyaminum sulfuricum, Hyoscyaminsulfat (C 30 Il 46 NO 6 ,SO 3 +4HO)gewonnen durch Neutralisation des Hyoscyamins in weingeistiger Lösung mitSchwefelsäure und langsames Abdunsten der Lösung über concentrirter Schwe-felsäure, bildet eine gewöhnlich blassbräunliche krystallinische Masse, welchewie das Hyoscyamin aufbewahrt wird. Um das Salz in rein krystallinischerForm zu erlangen, löst man es nochmals in möglichst wasserfreiem Weingeistund lässt die Lösung über concentrirter Schwefelsäure eintrocknen.
Anwendung und Gaben wie vom reinen Hyoscyamin.
"J- Extractum Hyoscyami wird aus den frischen, im Juni gesammeltenBlättern des Bilsenkrautes und den jungen und kleinen blühendenZweigen in gleicher Weise wie das Belladonnaextract (Bd. I, S. 580) dar-gestellt. Ausbeute 2,5—3 Proc. des frischen Vegetabils.
Es wird in der Reihe der starkwirkenden Arzneikörper in dicht geschlos-sener Porcellanbtichse aufbewahrt.
Man giebt es zu 0,03 — 0,05 — 0,1 zwei- bis dreistündlich. Die stärksteEinzelngabe normirt Pharmacopoea Germanica zu 0,2, die Gesammtdosis aufden Tag zu 1,0 (nach Pharmacopoea Austriaca 0,15 und 0,8).
Bei häufigem Gebrauch dieses Extracts in Mixturen ist das Vorräthighalteneiner Lösung als Kecepturbequemliclikeit angezeigt (z. B. aus 5,0 Extract;10,0 Wasser und 10,0 verdünntem Weingeist) mit dem Signaturvermerk:post agitationem sumatur quintuplum.
Extractum Hyoscyami fluidum s. liquidum. 100 Th. der grob-gepulverten Bilsenkrautblätter werden mit 60procentigem Weingeistdurchfeuchtet in ein Deplacirgefäss geschichtet und mit soviel 60proc. Wein-geist übergössen, bis 50 Th. Colatur erlangt sind. Diese werden bei Seitegestellt und alsdann die Masse im Deplacirgefäss nach und nach mit 60proc.Weingeist Übergossen, bis 500 Th. Colatur gewonnen sind. LetztereColatur wird bis auf 50 Th. eingedampft und mit jenen 50 Th. der erstenreservirten Colatur gemischt, so dass 100 Th. ausgefüllt werden. In dieserWeise werden auch die Fluidextraote anderer narkotischen Vegetabilienbereitet. Dosis wie von dem Vegetabil, aus welchem das Fluidextract be-reitet ist.
f Extractum llyoscyami siccuui, eine pulvrige ausgetrocknete Mischungvon Extract mit Amylin (Bd. I, S. 340), welche 50 Proc. Extract entspricht.Die Darstellung der
Extracta narcotica sicca, welche nur für Zwecke der pharmaceutischenReceptur Verwendung finden, ist folgende: 50,0 des musförmigen narko-tischen Extractes werden mit 60,0 Amylin in einem porcellanenen Mörserdurchmischt. Die Masse wird auf einem porcellanenen flachen Teller in dünnerSchicht ausgebreitet und mit einer Scheibe Fliesspapier bedeckt an einemlauwarmen Orte ausgetrocknet, bis sie sich zu Pulver zerreiben lässt. Dannwird sie noch mit soviel Amylin vermischt, dass das Gewicht der gepulvertenMasse 100,0 beträgt. Diese trocknen Extracte werden in kleinen Glasflaschen