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Hyoscyamus. 167
m it Holzstopfen in der Reihe der starkwirkenden Arzneikörper und mit derSignatur „Sumatur duplum" aufbewahrt. Pharmacopoea Germanica schreibtln Stelle des Amylins Dextrin vor. Die Dextrinmischung wird jedoch leichtfeucht, dieselbe Untugend haben auch diese Extracte nach Vorschrift der
* Pharmacopoea Austriaca, welche Milchzucker vorschreibt.
i Extraetum Hyoscyami seminis wird durch Digestion der gepul-v erten Samen mit der 5—6fachen Menge 45procentigem Weingeistund Eindampfen der filtrirten Tinctur zur Musconsistenz dargestellt. Ein45proc. Weingeist löst das fette Oel und die Harze nicht. Ausbeute circa*5 Proc. Stärkste Einzelngabe 0,2, stärkste Gesammtgabe auf den Tag 1,0.Rieses Extract wird kaum noch gebraucht. In Frankreich ist es officineil.Nach einer älteren Vorschrift wird der durch Pressen vom fetten Oele befreitetarnen mit öfacher Menge verdünntem Weingeist extrahirt, die Tincturen zur^xtractdicke gebracht, in Wasser gelöst, filtrirt und das Filtrat in ein mus-äickes Extract verwandelt.
Oleum Hyoscyami infus um, Oleum Hyoscyami coctum, Bilsenöl wird ausr^O Th. getrockneten zerschnittenen Bilsenkrautblättern, 50 Th.. e ingeist und 1000 Th. bestem Olivenöl wie das Oleum Chamomillaeln fusum (Bd. I, S. 811 u. 812) dargestellt. Es ist von bräunlichgrüner oderDa ch einiger Zeit der Aufbewahrung bräunlicher Farbe. Es wird in total
* ^füllten und dicht mit Kork geschlossenen lOO-Grm.-Gläsern an einem dunklen
kühlen Orte aufbewahrt. Da es trotz aller Sorgfalt bei der Aufbewahrung? e ^ grünen Farbenton einbüsst, dieser aber mit der Wirkung des Oeles in®iner Beziehung steht, so dürfte das nicht ranzige, aber nicht mehr grüne'Isenöl zur Dispensation stets geeignet sein.
g Das Bilsenöl wird selten innerlich (1,0—2,0—3,0 einige Male täglich bei,^ ru stleiden), meist äusserlich zu Einreibungen, Bepinselungen, zum Einträufeln1 ^ e n Gehörgang und zu Klystiren gebraucht.
2 Oleum Hyoscyami seminis pressum wird durch jedes andere fette Oel,ö . durch Olivenöl ersetzt. Es ist völlig obsolet.
jj i Tinctura Hyoscyami wird aus dem frischen Blättern und blü-^ eri den Zweigen des Bilsenkrautes wie die Tinctura Belladonnae (Bd. I,8 " 581) bereitet. Sie ist obsolet. Stärkste Einzelngabe 1,5, stärkste Ge-^oimtgabe auf den Tag 6,0. Die Tinctur der British Pharmacopoeia ist eineaus 10 Th. grobgepulverten Bilsenkrautblättern und circa 80 Th.► ^ em Weingeist. Die filtrirte Colatur soll mindestens 75 Th. betragen.
Bif '^' llctur der Französischen Pharmakopoe ist aus 1 Th. grobgepulvertem5 ^kraute und so viel verdünntem Weingeiste bereitet, dass die Colaturb e i beträgt. Nach D onovan wird die Tinctur aus zweijährigem KrauteVerdünnen mit Wasser getrübt, die aus einjährigem Kraute nicht.
g r ,T Tinctura Hyoscyami actlierea wird durch Maceration aus 1 Th.b er °. ^Pulverten Bilsenkrautblättern und 10 Th. Spiritus aethereusv 0n ei * et - (Colatur 9 Th.) Die Tinctur der Französischen Pharmakopoe ist°Ppelt so grossem Gehalte an Bilsenkrautbestandtheiien.