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2 (1878)
Entstehung
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91
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j Aufbewahrung. Der Blutegel bedarf zu seiner Existenz in erster Linie, u ' und Feuchtigkeit. Die Aufbewahrung in den Apotheken besteht gemeiniglichJ 11 , 111 ' dass man die gesunden Egel, obgleich sie nicht zu den Thieren gehören,c " e nur im Wasser leben, in ein weiches, möglichst kalk- und eisenfreies

asser

' 1 Leinwand

im Wasser leben, in ein weiches, möglichst

von + 10 bis 20° C. in einem gläsernen Topfe (Zuckerhafen), welcher

tectirt wird, setzt. Dieser Topf wird an einen schattigen Ort

,fUt, dessen Temperatur nicht unter + 8° fällt und nicht über 20° steigt und

InV auc h uicht mit ammoniakalischen, sauren oder sonst scharfen Gas-

Luftarten angefüllt ist. Sobald das Wasser trübe wird oder sich färbt,

wenn Schleimfäden darin herumschwimmen, wird es durch ein gleiches

ass er von ungefähr derselben Temperatur ersetzt. Hierbei muss jedesmal

a) _ Vor der Schleim, welchen die Egel in Menge an die Wandungen des Gefässes

Retzen pflegen, abgerieben und entfernt und auch die Egel in einem Durch-

v «ge, unter sanfter Bewegung mit der Hand und unter gelindem Aufgiessen

2v _ /Nasser abgewaschen werden. Im Sommer giebt man den Egeln wöchentlich

X \- ClIT| al, in den anderen Jahreszeiten wöchentlich einmal frisches Wasser.'»le

aber

le schon bemerkt, hat man ein weiches Wasser aus einem Bache oder Brunnen,

ail gefüllt und nur mässig mitbevölkert. Ein Paar Händeabgewaschenes Karragahenmoos

(j^^kein Regenwasser zu verwenden

-geli)voll

egg^ Nasser gegeben, soll die Blut-0 besonders conserviren.

Co as geeignetste und am bestenf e Se j' v ' ren de Medium ist eine gutefiia ° 6 M° orel 'de. Diese giebtScV c ' rca 4 Gtm. hoher lockererC'trn e ' nen Glashafen von 710

,j a . Höhe und 17 20 Gtm. Weite,r,.!,!! höchstens 100 Blutegel und""esst

ge-sp > ~ as Giefäss mit einer lockerst a f ten rohen Leinwand oder einerpu Gaze. Das Gefäss stellt man

U PlllA« , _ .

des Dispen-

dieser

J e\\ ahrunesmp.thode ist in der wär-alle 3 4 Wochen

gjfl'; 1 " 011 schattigen Ort ues uAufh oder des Kellers. Bein, e ewa ^ r ungsm e thode ist ' ^"n Jahreszeit

Fig. 38. Ein Blutegelglashafen mit Moorerde aufder Seite liegend behufs Ablaufenlassens desWassers,

Hirudo. 91

a J er nicht, wenn die Erwärmung bis über 0° langsam an einem kühlen Ortes anfindet. Ein starker Temperaturwechsel oder schnelle Erwärmung, sowieeiI) e Kälte über 10° oder eine anhaltende Kälte von 5 bis 10° tödtet ihn oderrn acht ihn krank. Von entfernt wohnenden Egelhändlern bezieht man daher® e 'nen Winterbedarf im November und Anfang December. Man hat sich vorem Ankaufe von Egeln, welche an Menschen gesogen haben, zu hüten. Diesegel sind walzenförmiger und straffer. Beim Betupfen der Mundöffnung mitWas Essig lassen sie dann dunkelrothes Blut von sich. Auch kann man siedemselben Zwecke auf einen Teller, welcher mit Asche bestäubt ist, legen.Iese Proben sind der Gesundheit der Thiere schädlich. Man muss sie wenig-eus alsbald nach der Probe in frischem Wasser abwaschen. Seine Gesund-eit und Kräftigkeit giebt der Blutegel durch eine muntere Bewegung undllc " dadurch zu erkennen, dass er sich beim Drücken in der Hand kugelig

zusammenzieht.