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Helices.
die zwei hinteren längeren an der Spitze die Augen tragen. Die Eingeweidesind innerhalb der Windungen der Schale. Im Frühling ist die Begattungs-zeit, im Herbst verschliessen sie die Oeffnung der Schale mit einem kalk-haltigen Deckel, den sie im Frühling wieder abstossen.
Im südlichen Deutschland werden sie an einigen Orten gesammelt, inGruben gefüttert, und wenn sie sich mit dem Deckel verschlossen haben,versendet.
In einigen Gegenden schätzt man sie nämlich als eine wohlschmeckendeSpeise. Bei der Zubereitung werden die Eingeweide weggeschnitten und nurder Fuss verwendet.
Nach dem Genüsse von Schnecken, welche an Orten lebten, wo sichnarkotische Pflanzen befanden, hat man Vergiftungsfälle wahrgenommen.
Bestandteile. G obley fand in Procenten: Wasser 70; Muskelfleisch undZellgewebe 26; Albumin 0,4; Cholesterin, Lecithin, Cerebrin, Olei'n, Margarin,in Summa 0,5; schleimige Substanz, Limarin, Extractivstoff, Ammoniumchlorid0,9; Kalkcarbonat 1,8; Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Kalisulfat, Kalicarbonat0,4; Jod, Kalk- und Magnesiaphosphat Spuren. — Mit Helicin hat man denim Wasserbade eingetrockneten Schneckenschleim bezeichnet (nicht zu ver-wechseln mit Helicin, einem glykosidischen Producte aus der Einwirkungder Salpetersäure auf Salicin). Die Schnecken enthalten Schleim (Mucin),Gallerte, Osmazom und Fett.
Anwendung. Die Weinbergschnecken, von C hrestin als Mittel gegenSchwindsucht empfohlen, werden gewöhnlich in der Abkochung gegeben. Siekönnen durch die Wegschnecken ersetzt werden.
Ueber Wegschnecken siehe unter Limaces.
(1) Decoctnm Helicum.
Helicum pomatiarum viventium 100,0.A conchis et intestinis liberatis, bene aquaablutis et cor.tusis affundeAquae frigidae 450,0.
Digere calore balnei aquae interdumagitando, per horas duas, tum expri-mendo cola. Colaturae sint 500,0. Sitliquor gelatinosus, turbidus, e griseoflavus.
D. S. Tassenkopfweise.
(2) Decoctnm Helicum compositum.
r - Helices pomatiae decemCornus Cervi raspatiFructus Ilordei excorticati perlati
ana 30,0Aquae fervidae 950,0.
Fiat decoctnm. Colaturae adde
Syrupi Capillorum Veneris 100,0.Mixtura repleat litram unam.
(3) Helicina L amarre et C aulier.
R: Mucilaginis ex Heiice pomatia expri-mendo collectae 100,0
Sacchari albi
Gummi Arabici ana 25,0.
Mixta loco tepido exsiccentur et in pul-verem redigantur.
Wird gewöhnlich mit etwas Elaeosac-charum Citri aromatisirt.
(4) Pasta Helicum.
I.
R- Helicum pomatiarum q. v.
Contundendo in pultem redactae expri-mantur.
Colaturae 100,0adde
Gummi Arabici pulverati 20,0
Sacchari albi pulverati 40,0.
Leni calore balnei aquae evaporent, u9-quedum massa manibus non ampliu 8adhaereat. Formentur pastae oblonga®vel quadratae, Amylo conspergendae fquae leni calore siccentur et in scatu-lis e lamina ferrea stannata confecti»serventur.