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bänden (Obervatz; Prada und Zalende im südlichen Puschlav), ausserdem adventiv in der Waadt (bei Orbe),bei Basel (Bahnhof St. Johann 1916) und Bahnhof Pratteln.
Allgemeine Verbreitung: Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa von Nord* undOstspanien, durch die Alpen» und Karpatenländer bis Ungarn; angeblich auch in Griechen*land, Persien und Sibirien.
Adiillea setacea ist jedenfalls nur eine xerophile Rasse von A. Millefolium, die besser den Rangeiner Unterart verdient. Uebergangsformen, zu dem wohl auch A. Millefolium subsp. collina und subsp. Pannonica
zu zählen sind, kommen in Südeuropa (z. B. im Rhonetal)»•.häufig vor, wogegen z. B. in Böhmen Celakovsky solcheÄk nicht finden konnte. Im Wallis wächst die Pflanze hauptsäch«
y sjß fj jp lieh auf mageren übernutzten Ziegen, und Schafweiden mit
yr Sp Cynodon Dactylon, Poa annua und P. pratensis, Lolium perenne,
Plantago lanceolata, Erodium cicutarium usw.
486. Athillea tanacetifölia *) All. (= A. magnaL. ?, = A. Millefolium L. var. magna et lanuginösaGaudin). Rainfarnblätterige Schafgarbe.Fig. 295.
Pflanze ausdauernd, 20 bis 120 cm hoch.Wurzelstock wagrecht, kurz kriechend, ästig, blühendeStengel und Blattsprosse treibend. Stengel aufrecht,oberwärts doldentraubig»ästig, locker wollhaarig. Laub»blätter + wollhaarig bis fast kahl, nicht drüsig punktiert;die grundständigen gestielt, in Umriss breit lanzettlich,doppelt» bis dreifach»fiederschnittig mit verbreiterter,durch die herablaufenden Fiederlappen i gezähnterBlattspindel, die mittleren und oberen Stengelblättersitzend, meist doppelt fiederspaltig mit verbreiterter,gezähnter Blattspindel. Köpfe etwa 5 mm breit, sehrzahlreich zu einem dichten, endständigen, meist zu»sammengesetzten Ebenstrauss vereinigt. Hülle eiförmig,3 mm lang; Hüllblätter regelmässig, dachziegeligangeordnet, eilänglich, stumpf, gelbgrün, braunhäutigberandet, ± behaart. Scheibenblüten schmutzigweiss;Zungenblüten fast stets 5, halb so lang wie die Hülle,fast kreisrund, ausgerandet, weiss, rosenrot oder pur»purn. Früchtchen 1,5 mm lang. — VII bis IX.Zerstreut in lichten Wäldern, Holzschlägen, an buschigen, sonnigen Hängen, an Wald»rändern, in Hodistaudenfluren und Magerwiesen. In Oesterreich und in der Schweizin den Alpen, besonders im Süden und Osten, in Nieder Österreich bis gegen 1800 m an»steigend, im Wallis bis 2200 m, im Tessin bis 2500 m. In Deutschland nur adventiv(Berg am Laim und Trudering bei München, Hafen von Ludwigshafen 1907, bei Erfurt).
Allgemeine Verbreitung: Alpen, Karst, Illyrische Gebirge, Karpaten, nörd»licher Apennin.
Achillea tanacetifölia ist eine sehr formenreiche Art, deren zahlreiche Unterarten und Formen nurschwer auseinander zu halten sind; auch gegenüber A. Millefolium subsp. Pannonica und subsp. Sudetica ist
Fig. 294. Achillea setacea Waldst. et Kit. a Habitus( 2 |3 natürlicher Grösse), b Köpfchen, c Hüllblatt. —Achillea virescens (Fenzl) Heimerl, d Habitus.e Köpfchen.
') Benannt nach der jetzt als Sektion non Chrysanthemum aufgefasslen Kompositengattung Tanac6tumund fölium (= Blatt). Der Name Tanacetum geht auf das neulateinische Tanazila (schon im Capitulare Karlsdes Grossen gebraucht) zurück.