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(L'action m^tabolique de l'obscurit6 sur le developpement de l'adiillea Millefolium L. Ann. d. Conservatoircet d. Jard. botan. de Geneve Bd. XX, 1918). Der Stengelgrund war stark knollig verdickt, die Laubblätter sehrverlängert und ihre Fiedern gänzlich verkümmert und vergeilt. — f. Iserdna Podpfira. Spindel der trockenzerbrechlichen Laubblätter breit geflügelt. Fiedern voneinander entfernt, flach, mit breiten, am Ende knor.peligen Zähnen versehen, oberseits reichlich punktiert. Pflanze vom Grunde an sehr stark strauchartig verzw eigt(Böhmens auf Basaltböden der „Kosmonoss'kd Obora" bei Jungbunzlau). var. conträcta Schleicher.Pflanze dichter behaart, fast wollig.zottig. — 2. subsp. Sudätica (Opiz) Weiss (= A. mägna Hänke,= A. Haenkeäna Tausch, = A. Millefolium var. alp^stris Wimm, et Grab.). Laubblätter lanzettlich, 3«fachfiederteilig, mit einander etwas genäherten Abschnitten; die Endzipfel lineal-lanzettlich, ganzrandig, spitz, etwa0,5 mm breit. Köpfe 5 bis 6 mm lang, in einem meist sehr dicht und reichblütigen, vor dem Aufblühen oftkugeligen Ebenstrauss. Zungenblüten weiss oder purpurn. Hüllblätter mit breitem, schwarzbraunem Hand.Auf Voralpen, und Alpenwiesen, sehr häufig in den Sudeten-, ausserdem sehr zerstreut (an den Standortenaber meist gesellig) in den Alpen von Steiermark (Eisenerzer Reichenstein, Grafenalpe bei Krakaudorf), Tirol(Windachertal bei Sölden), Liechtenstein (Lawena) und sicherlich auch anderswo bis über 2200 m ansteigend.Vereinzelt auch in der Schweiz, besonders im Tessin. — 3. subsp. collfna (Becker) Weiss. Laubblätter schmallanzettlich; die unteren kaum 1 cm breit, doppelt fiederteilig mit gedrängt stehenden Fiedern und tief säge«zähnigen bis fiederlappigen Fiederchen, die oberen doppelt fiederteilig mit dicht gedrängt stehenden Fiedernund Fiederchen. Köpfe 3 bis 5 mm lang. Hüllblätter schmal hellbraun gerandet. Blüten weiss, selten ±gelblich oder rosa. Ganze Pflanze meist wenig behaart. An sonnigen, trockenen Stellen, an buschigen, grasigen,warmen Hängen, auf Triften, Heiden, Steppen. In Oesterreich in Böhmen, Mähren, Niederösterreich,Steiermark, Tirol, Liechtenstein (Vaduzer Au) und Krain ziemlich verbreitet, in Deutschland im Süden undOsten sicherlich nicht selten, aber noch wenig beobachtet. In der Schweiz besonders im Wallis, Tessin undGraubünden (so noch z. B. am Piz Padella). Diese Pflanze, die zu A. setacea überleitet, ist bezeichnend fürdie sandigen Heiden und für die Knäuelfluren (vgl. Bd. III, pag. 435) des südlichen Mährens und des Marchfeldes.Andrerseits erscheint sie nach H.Laus in Mähren auch ruderal auf Stoppelfeldern, an Bahndämmen, sowie inGetreidefeldern neben Bupleurum rolundifolium, Caucalis daucoides, Aethusa Cynapium, Lithospermum officinale,Euphorbia virgata, Artemisia Absinthium, Lepidium Draba, Conringia Orientalis, Podospermum Jacquinianum,Crepis rhoeadifolia, Satureja Acinos, Allium rotundum usw. — 4. subsp. Pannönica (Scheele) Hayek (= var.lanäta [Sprengel] Koch). Der vorigen Unterart ähnlich und wohl nur eine Varietät derselben, doch die ganzePflanze — besonders in der Jugend — dicht seidigwollig.zottig, der Stengel oberwärts, sowie die Kopfstandästeweisszottig.filzig. An sonnigen, trockenen Stellen, felsigen Hängen, Mauern. In Deutschland zerstreut in Bayern(Reichenhall, Garchinger Heide, Nürnberg, Regensburg, Kehlheim und als f. gläbra Fr. Zimmermann in Mann«heim), Sachsen, Schlesien. In Oesterreich in Zentralböhmen, Mähren und im östlichen Niederösterreich häufig,seltener in Oberösterreich (um Linz), Steiermark (Graz, Lintersteiermark), Kärnten und Krain, für Tirol unsicher, inSchlesien und Salzburg fehlend. In der Schweiz sehr zerstreut in den wärmeren Lagen, z. B. im Tessin und Wallis.
Eine als subsp. asplenifölia Vent. var. scäbra Host beschriebene Pflanze mit kleinen Köpfen undmit sehr schmalen Blattabschnitten steht der A. setacea sehr nahe. Im Rheintal bei Vaduz, in Steiermark usw.
Achillea Millefolium subsp. Millefolium ist eine typische Wiesenpflanze, die ab und zu auch apophytisch(ruderal) auf Aeckern, Getreidefeldern, Schutthaufen usw. angetroffen wird. Das ist besonders dort der Fall,wo die sog. „Egartenwirtschaft" betrieben wird, d. i. Wechselwirtschaft zwischen Wiese und Getreide. Aufsolchen Egartenäckern trifft man dann gelegentlich noch andere Wiesenpflanzen als Unkräuter an, so besondersMelandrium rubrum (Bd. III, pag. 300), Heracleum Sphondylium, Cirsium arvense und C. oleraceum, TussilagoFarfara, Artemisia vulgaris, Centaurea Scabiosa, Ranunculus acer, Rumex Acetosa, Agriopyrum repens, jasogar gelegentlich Lilium bulbiferum. Es sind dies alles solche Arten, die infolge ihrer tiefgehenden Wurzel.Stöcke usw. der Vernichtung durch die Pflugschar entgehen. Die Schafgarbe findet sich vom Tieflande bis indie alpine Stufe fast in allen Wiesentypen, sogar gelegentlich im Molinietum. Eine Ausnahme machen einzigganz nasse Wiesen. So erscheint die Schafgarbe in der Ebene als konstante Erscheinung in den Frisch« undFettwiesen vom Typus des Arrhenatherum elatius, Trisetum flavescens und Holcus lanatus, in den Loliumperenne« und Cynosurus cristatus.Wiesen, im Brachypodtetum pinnati, im Nardetum, im Gebirge im Festucetumrubrae, Phleetum alpini, Nardetum, Trifolium alpini und Thalii, im Agrostitetum tenuis, Caricetum Semper»virentis, in der Milchkrautweide usw. Oft erscheint die Pflanze als erster Ansiedler auf Maulwurfshaufen. Die subsp.Sudetica ist eine Hochgebirgsrasse, die besonders in den Sudeten und Karpaten verbreitet ist, in den Alpenjedoch nur stellenweise auftritt. Die subsp. collina und subsp. Pannönica endlich sind östliche Typen, die wenigerauf Mähewiesen, als auf sonnigen Hügeln, trockenen, buschigen Hängen, steinigen Plätzen usw. vorkommen.
Blütenökologisch verhält sich Achillea Millefolium wie die meisten Compositen. Die Augenfälligkeitder Pflanze wird überdies durch das Zusammentreten der zahlreichen, an und für sich kleinen Köpfe zu einemflachen Ebenstrauss wesentlich erhöht. Der Insektenbesuch ist ausserordentlich reich; in erster Linie kommen