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var. int er j6cta G. Bede. Blattabschnitte sehr schmal, bewimpert, die der obersten Laubblätter beinahe borstig.Mit dem Typus in Liechtenstein (Drei Schwestern, Sareiserjoch, Gallinakopf).
2. subsp. Clusiäna (Tausch) Heimerl (= A. Clusiäna Tausch, = Ptärmica Clusiana Schur). Fig. 281abis d. Laubblätter doppelt bis dreifach fiederschnittig. Köpfe 9 bis 12 mm breit, kürzer gestielt (ihr Stielhöchstens 3«mal so lang als das Köpfchen). Zungenblüten 3 bis 4 mm lang. In den nordöstlichen Kalkalpenvom Todten Gebirge an ostwärts durch Ober, und Niederösterreich und Steiermark vorherrschend oder meistallein vorkommend. Angeblich auch in den Bayerischen Alpen (Wendelstein, 1800 m) und angenähert in» Tirol und bei Bormio. In der Schweiz sicher fehlend (früher für das Samnaun angegeben). Ausserdem
noch in den Siebenbürgischen Karpaten. — Hierher f. Beckiäna Heimerl. Pflanze mit sehr reich zusammen,gesetzten, sehr vielblütigem, 10 cm breitem Ebenstrauss. Einmal auf der Raxalpe in Niederösterreich unterA. Millefolium beobachtet. (Doch weist kein Merkmal sicher auf eine hybride Abkunft der Pflanze hin.) —Eine weitere Unterart, subsp. carvifölia, ist von Dörfler und Hayek aus Albanien beschrieben worden(Oesterr. Botan. Zeitschrift Bd. LXX, 1921).
Achillea atrata ist eine kalkstete Pflanze, aber doch ausnahmsweise (Riffel, Finsteraarhorn, St. Gotthard,Grimsel, Zillertaler Alpen, Kitzbüheler Schieferberge) auch auf kristallinem Gestein beobachtet worden. Obaber daselbst nicht doch ein kleiner Kalkgehalt ihre Existenzmöglichkeit bedingt, müssen erst neuere eingehendereUntersuchungen lehren. Im Wettersteingebirge der Bayerischen Kalkalpen erscheint A. atrata subsp. Halleriauf dem etwas durchfeuchteten Grus neben Polygonum viviparum, Ranunculus alpestris, Silene acaulis, Moeh.ringia eiliata, Arabis alpina, Hutchinsia alpina, Thlaspi rotundifolium, Saxifraga aphylla, S. caesia und S. andro.sacea, Galium anisophyllum, Euphrasia Salisburgensis, Viola biflora, Doronicum scorpioides, Crepis aurea usw.Gelegentlich dringt sie auch in die Alnus viridis.Gebüsche ein. Gleichwie A. oxyloba ist auch A. atrata imallgemeinen eine schuttbewohnende Pflanze. Die verästelte Grundachse entwickelt unterirdische Zweige, diedurch den Schutt empordringen und dort überwinternde Blattsprosse treiben und die erst im nächsten Jahreinen Blütenspross entwickeln; sie gehört also wie Campanula cochleariifolia und C. excisa, Rumex scutatusund Hieracium statieifolium zu den „Schutt Wanderern". Sie wächst nur an im Winter dauernd schneebedecktenOrten. Nach Wilczek ist die Grundachse verzweigt, kurzkriechend und erzeugt genäherte Innovations.oder Blütensprosse. Die sterilen Triebe sind an blühenden Exemplaren klein und wenig zahlreich, so dass dieblühenden Stengel meist überwiegen Die Sprosse kommen im dritten Jahre zur Blüte; es entstehen dann ausder unterirdischen Grundachse neue Innovationssprosse. Die Pflanze wird kaum älter als 6 Jahre und mussdann durch Früchte erneuert werden. Die subsp. Clusiana ist eine weniger ausgesprochene Geröllpflanze undkommt nicht selten auf tiefgründigen Alpenwiesen und am schmelzenden Schnee vor.
476. Achillea moschata ') Wulfen (= A. Livia Scop., — A. Genipi Murr, = Ptärmicamoschata DC., = A. £rba=rötta All. subsp. moschata Vaccari). Moschus = Schafgarbe,Bisam=Schafgarbe. Franz.: Achillee musquee, genepi blanc, im Unterwallis Dzenepi blanc,engl.: Musk milfoil; ital. : Genipi, erba d'iva; im nördlichen Tessin: Erba uliva; im Calanca*tal: Taneda. Taf. 264, Fig. 4; Fig. 281 f bis k und Fig. 282.
Die Art führt im Volke teilweise dieselben Namen wie Achillea Clavenae und A. atrata. So heisstsie in Tirol Almkamille, Jochkamille, Frauenraute, in Kärnten (goldenes oder weisses)Wilmaskraut [Wildniskraut], in Graubünden nach den „wilden Fräulein" (Berggeistern) Wildfräulein,kraut. Die Bezeichnung Iva, Ive (Graubünden) kommt aus dem Romanischen. — Im romanischen Grau.bünden heisst die Pflanze Iva, flurd'iva, plauntad'iva (Oberengadin). — Der Name Iva, der schon früherauch für die mediterrane Ajuga Iva gebräuchlich war, wird var. lat. abigere = abtreiben [Abortivum] abgeleitet.
Pflanze ausdauernd, 7 bis 20 cm hodi. Grandachse ein ästiger, meist weit kriechen»der Wurzelstock. Stengel aufredit, einfach, unten kahl, oben ± weichhaarig und drüsig.Laubblätter grün, etwas behaart oder kahl, dicht drüsig punktiert (Fig. 281 g); die unteren kurzgestielt, die oberen sitzend, alle elliptisch bis länglich, einfach fiederteilig mit kammförmigangeordneten, einfachen oder ausnahmsweise 2= bis 3=spaltigen, linealen, etwa 0,5 bis 1 mmbreiten Fiedern. Blattspindel schmal geflügelt, viel schmäler die Länge der Fiedern. Köpfe10 bis 14 mm breit (Scheibe 3 bis 5 mm breit), zu einem 3» bis 25=köpfigen Ebenstrauss ver=
') Schon Gesner führt die Art in seinem Hortus Germaniae als „Iva moschata Rhaetis" auf.Parkinson und C. Bauhin nannten sie „Tanacetum alpinum, J. Bauhin „Millefolio Alpino affinis planta,quibusdam Iva moschata".