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6,2 (1929) Dicotyledones : (V. Teil), Sympetalae (Schluss der Compositae)
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gruppe, ostwärts bis in die Karnischen Alpen. Immerhin ist die Pflanze nirgends in dieser Häufigkeit anzu-treffen als gerade hier. Mit Vorliebe erscheint sie in der unteren alpinen Stufe auf den Kalkschutthalden inGesellschaft von Festuca Halleri und F. violacea, Carex mucronata und C. sempervirens, Juncus trifidus subsp.foliosus, Arenaria ciliata, Alsine verna var. Gerardi, Moehringia ciliata, Dianthus Sternbergii, RanunculusSeguierii, Arabis pumila, Saxifraga caesia und S. squarrosa, Helianthemum alpestre, Anthyllis alpestris, Astra»galus montanus, Gentiana Terglouensis, Veronica aphylla und V. fruticulosa, Pedicularis rosea, Campanulacochleariifolia, Globularia cordifolia, Leontopodium alpinum, Crepis aurea, Hieracium villosum usw. Doch fehltsie auch auf steinigen Matten nicht vollständig und erscheint vereinzelt in Felsspalten. In Kärnten gehörtA. oxyloba nach R. Scharfetter wie Aquilegia Einseieana, Saponaria ocymoides, Astragalus montanus var.Carjnthiacus, Geranium macrorihizum, Peucedanum Raiblense, Horminum Pyrenaicum, Plantago montana,Leontodon hyoseroides, Paradisia Liliastrum usw. zu Jenen Arten, die auf die karnische Hauptgruppe be»schränkt sind und nicht auf die Karawanken übergehen.

475. Achillea aträta l ) L. (= Ptärmica atrata DC.). Schwarze Schafgarbe. Franz.:Achillea noire; ital.s Achillea finocchiella, im Tessin: Erba liva. Taf. 264, Fig. 3; Fig. 280

und 281 a bis e.

Nach Clusius nannten die österreichischen Gemsjäger im 16. Jahrhundert diese ArtUnser Frauenschwarzer Rauch", im Gegensatz zu Artemisia laxa und Achillea Clavenae (»Unser Frauen weisser Rauch").

Pflanze ausdauernd, 8 bis 30 cm hoch, viel weniger riechend als die folgenden Arten.Grundachse ästig, blühende Stengel und Blattsprosse treibend. Stengel aufrecht, einfach, untenkahl, oberwärts weichhaarig, be=blättert. Laubblätter ± behaart,niemals deutlich punktiert, einfachbis doppelt fiederspaltig, mit schmallinealen, einfachen oder 3= bis 5=spal=tigen, spitzen, etwa 0,5 mm breitenAbschnitten. Köpfe 3 bis 15, 11 bis18 mm breit, zu einem einfachen,endständigen Ebenstrauss vereinigt,sehr selten einzeln, endständig. Hüllekurzglockig; Hüllblätter länglich,stumpf, undeutlich dachziegelig an=geordnet, grün, schwarz, breit häutigberandet, zerstreut behaart. Spreu»blätter schmal lanzettlich, spitz, kahl,an der Spitze schwärzlich. Scheiben*blüten zirka 50 an Zahl, weisslich;

Zungenblüten 7 bis 12, verkehrt»eiförmig bis elliptisch, 3 bis 5 mm lang.

Früchte 2 mm lang, zusammenge»drückt, bleich. VII bis IX.

Im rutschenden und ruhenden, durchfeuchteten Kalkschutt, auf Moränen, an Quellen undBächen, auf feuchten Kalkabwitterungshalden und Weiden der Alpen, meist zwischen 1700 und2600 m, doch auch tiefer (so im Trettachbett bei Spielmannsau im Allgäu bis 1300 m, an derEiskapelle am Königssee bis 823 m) und höher (in Oberbayern bis 2630 m, in Tirol bis2700 m, im Berninagebiet bis 2980 m, am Finsteraarhorn bis 4270 m). Auf Kalk fast überallhäufig, sehr selten auch auf kalkarmer Unterlage.

) Die Art wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Clusius in Niederösterreich undSteiermark entdeckt. C. Bauhin beschrieb sie als Matricaria alpina chamaemelifolia, J. Bauhin als Mille»folium alpinum.