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6,2 (1929) Dicotyledones : (V. Teil), Sympetalae (Schluss der Compositae)
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bereits 1576 von H. Härder als Eupatorium Mesua genannt) in Betracht. Für alpine Anlagen werden neuer»dings als Felsenpflanzen ausser A. Clavenae (mit der var. argentea [Vis.] Rchb.) und A. jaborn<5ggi (vgl. dieBastarde pag. 577) einige niedrige südosteuropäische Gebirgspflanzen empfohlen, so A. Aizöon Grisebachaus Griechenland, A. ageratiföliä Sibth. et Sm. aus Griechenland, A. umbelläta Sibth. et Sm., A. Pörtae Huter,A. S6rbica Petrovic aus Serbien, A. Macedönica Rouy aus dem Balkan und A. pseudopectinäta.

Alle Adiillea=Arten enthalten Bitterstoffe und ätherische Oele, denen die Pflanzen ihren eingenartigenaromatischen Geruch verdanken. Manche Arten werden deshalb medizinisch verwendet oder dienen zur Bereitungaromatischer Kräuterliköre. Näheres bei A. moschata (pag. 358), A. Millefolium (pag. 572) und A. Ptarmica (pag.565).

1. Strahlblüten 6 bis 12, weiss, so lang oder länger als die Hülle 2.

1*. Strahlblüten 4 bis 5, weiss, rosenrot oder gelb, kürzer als die Hülle 9.

2. Laubblätter lineal.lanzettlich, ungeteilt 3.

2*. Laubblätter fiederig.geteilt. Alpen und Voralpen 4.

3. Laubblätter glänzend, kahl, auf der Oberfläche nicht eingestochen punktiert. A. Ptarmica nr. 480.3'. Laubblätter fast graugrün, beiderseits i behaart, mit eingestochenen Punkten. Nur in Nordost»

deutschend A. cartilaginea nr. 481.

4. Laubblätter im Umriss länglich»keilig, fiederspaltig, mit länglichen Zipfeln. Pflanze fast stetsweissgrau .seidig.filzig. Oestliche und südliche Kalkalpen A. Clavenae nr. 478.

4*. Laubblätter länglich, tief fiederschnittig 5.

5. Laubblätter wollig.zottig. Kopfstand sehr dicht, fast kugelig. Kristalline Alpen der Schweiz undvon Westtirol A.nana nr. 477.

5*. Laubblätter kahl oder etwas behaart 6-

6. Abschnitte der Laubblätter breit lanzettlich, spitz, doppelt gezähnt. Ebenstrauss zusammengesetzt.Alpen der Schweiz, vom Allgäu, Vorarlberg, Tirol und Kärnten A. macrophylla nr. 479.

6*. Abschnitte der Laubblätter länglich oder lineal, fiederspaltig. Ebenstrauss einfach oder die Köpfeeinzeln 7.

7. Stengel l»köpfig, sehr selten 2» bis mehrköpfig. Zungenblüten 1« bis 3»mal so lang als breit.Kalk» und Dolomit»Alpen von Südtirol und Kärnten A. oxyloba nr. 474.

7*. Köpfe in Ebensträussen, nur ausnahmsweise einzeln. Zungenblüten höchstens doppelt so langals breit. Alpenpflanzen 8.

8. Laubblätter drüsig punktiert, einfach fiederteilig mit lanzettlichen, ungeteilten oder 1» bis 3»zähnigenAbschnitten. Nur auf Urgestein. Fehlt in Bayern A. moschata nr. 476.

8*. Laubblätter nicht drüsig punktiert, einfach bis doppelt fiederteilig mit linealen, höchstens 0,5 mmbreiten Abschnitten. Auf Kalk A. atrata nr. 475.

9. Blüten goldgelb. Wallis und Südtirol A. tomentosa nr. 488.

9*. Zungenblüten weiss, gelblichweiss oder rosarot 10.

10. Zungenblüten 3» bis 4.mal kürzer als die Hülle 11.

10*. Zungenblüten etwa halb so lang als die Hülle 12.

11. Blattspindel gezähnt. Blattabschnilte zweiter Ordnung fiederspaltig.gezähnt (Fig. 292 g bis i). A. nobilis nr. 482.

11*. Blattspindel ungezähnt. Blattabschnitte zweiter Ordnung ganzrandig oder höchstens 1 »zähnig.Nur in Südtirol A. viresc6ns nr. 487.

12. Laubblätter oberseits punktiert; die oberen mit breit geflügelter Blattspindel. Strahlblüten meistdunkelrosa. Selten im Osten A. asp 1 enifoIia nr. 483.

12*. Laubblätter nicht deutlich punktiert; Blattspindel geflügelt 13.

13. Zipfel der Laubblätter borstlich, fein zugespitzt, büschelig aneinander gedrängt. A. setacea nr. 485.13*. Zipfel der Laubblätter lanzettlich, nicht büschelig aneinander gedrängt 14.

14. Laubblätter unterbrochen.gefiedert oder die geflügelte Blattspindel durch herablaufende Zipfelder Blättchen gelappt oder gezähnt. Blattabschnitte erster Ordnung relativ breit. A. tanacetifolia nr. 486.

14*. Blattspindel ganzrandig, nicht oder kaum geflügelt A. Millefolium nr. 484.

474. Achillea oxyloba 1 ) (DC.) F. Schultz (= Änthemis alpina L. non Achillea alpina L.,= Ptarmica oxyloba DC.). Dolomiten = Schafgarbe. Fig. 279.

Pflanze ausdauernd, 8 bis 30 cm hoch. Grundachse reichästig, rasenbildend, blühendeStengel und Blattsprosse treibend. Stengel am Grunde aufsteigend oder aufrecht, fast stets

') Griech. oft!? [oxys] = spitz und Xdßog [löbos] = Lappen; also spitzzipfelig.