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(Aerzte, Apotheker) bzw. durch Bücher dahin gelangt sein. Iserhark [Eisenhart] (Mecklenburg), Eisen,hindrik, iserene Hendrek, iren Hendrek [eiserner Heinrich, vgl. Pflanzennamen wie guter Heinrich,stolzer Heinrich usw.] (Göttingen), Eisick (Nahegebiet).
Einjährige bis mehrjährige Pflanze mit spindelförmiger, ästiger, weisslicher Wurzel.Stengel steif, aufrecht, 30 bis 75 cm hoch, oberwärts ästig, 4=kantig, im oberen Teile an denKanten zackig»rauh, auf 2 Seiten rinnig vertieft, kahl, im unteren Teile verholzend. Laub»blätter gegenständig, die unteren klein, länglich, grob gekerbt, in den kurzen Stiel verschmälert,gegen die Mitte zu mit tieferen Einschnitten, die mittleren grösser, 3=spaltig, am Grunde keil»förmig, kurz gestielt, der Mittellappen grösser, länglich, bis 6 cm lang, die seitlichen lineal»länglich, alle ungleich gekerbt, die obersten ungestielt, länglich*lanzettlich, ungeteilt, ungleichmässig gesägt bis ganzrandig, alleam Rande und auf den Flächen (besonders auf der Unterseite)an den Nerven von starren Haaren ± rauh, trübgrün, steiflich.
Blüten klein, in end» und achselständigen, vielblütigen, zuletztverlängerten, drüsig behaarten Aehren. Kelch röhrig, kurz», 4=oder 5»zähnig, etwa 2 mm lang, dicht drüsig behaart. Krone3 bis 5 mm lang, mit gekrümmter Röhre und abstehendem,
5=spaltigem, undeutlich 2=lippigem Saume, blasslila, selten weiss(f. albiflöra Strobl). Staubblätter 4, 2 längere und 2 kürzere,der Kronröhre eingefügt, mit sehr kurzen Staubfäden. Frucht»knoten oberständig, 4=fächerig. Griffel kurz; Narbe 2=lappig,oberer Lappen breiter. Früchte in 4 Teilfrüchte zerfallend;letztere länglich=walzlich, 1,5 bis 2 mm lang, auf der Innen»seite warzig, aussen netzig gerieft, hellbraun. Samen auf derInnenseite gefurcht, mit sehr wenig Nährgewebe. — VII, VIII (IX).
Zerstreut und truppweise auf Weiden, an Flussufern, anWegrändern (besonders gern in Dörfern), auf Schutt, an Mauern,
Zäunen usw. Von der Ebene bis in die Bergstufe: in denBayerischen Alpen bis 1112 m, in Nordtirol bis 1000 m, inSüdtirol bis 1200 m, in Graubünden bis 1450 m, im Wallis bis1500 m aufsteigend.
In der Ebene und in der Hügelstufe im Gebiete häufig, doch nachNorden zu spärlicher werdend, am Niederrhein zerstreut, in der Nord,westdeutschen Tiefebene sehr zerstreut und z. T. nicht ständig, im Nordost,deutschen Flachland nicht selten, doch in West« und Ostpreussen stellen-weise ganz fehlend (besonders im Osten und Nordosten), dagegen ziemlichverbreitet im Weichselgelände; bisweilen auch unbeständig; in den Mittel,gebirgen nicht häufig, in den Alpen besonders in den Haupttälern, abermeist nur zerstreut.
Allgemeine Verbreitung: Europa, Nordafrika,
Mittel» und Nordasien, ausserdem fast über die ganze Erde verschleppt; in Europa nördlichbis zu den Britischen Inseln (Northumberland), Dänemark, Schonen, Kowno; in Afrika südlichbis zu den Kap Verdischen Inseln und bis Abessinien, ausserdem in Südafrika, in Indien,Ostasien (z. B. Kiautschau), Australien, Neuseeland, Polynesien, auf den Loyalty=Inseln, West»indien, Süd» und Nordamerika.
Aendert ab: var. prosträta Gren. et Godr. Stengel niederliegend. So wohl nur adventiv. Beider Malzfabrik in Solothurn (1904). — var. brachyantha Murr. Blüten alle viel kleiner als beim TypusjLippe kürzer. So ziemlich zahlreich mit dem Typus in Vorarlberg am Fuss des Ardetzenberges. — var.anarrhinoides Murr. Blüten zu 15 bis 25 in einem einzigen Blütenstand vereinigt, etwas bleicher undetwas grösser als beim Typus. So mit dem Typus am Ardetzenberg. — var. resedifölia Murr, Stengel»
Fig. 3174. Verbena officinalis L.a Fruchtende Sprossspitze, b Am Stengelsitzende F'rucht mit den 4 Samen, c Samenvon der Rilckenseite, (1 desgl. von derInnenseite.