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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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strauchigen, bisweilen kletternden Arten mit häufig lang trichterförmigen Blüten. Im Freilauf werden gezogen:C. foetidum Bunge. Fig. 3270. Bis 1,5 m hoher, unangenehm duftender Strauch oder Halbstrauch. Laub,blätter breit-eiförmig, bis 20 cm lang und in der Mitte 16 cm breit, fast vom Grunde an deutlich buchtig»gekerbt, anfangs auf der ganzen Fläche, später fast nur noch auf den Nerven behaart, oberseits sattgrün,unterseits heller, derb, aber weich. Blüten in dichten, doldenrispigen, endständigen Blütenständen, aussenrosapurpurn, innen etwas heller, duftend. VIII, IX. Heimat s Nord-China. Verwildert bei Locarno.C. trichötomum Thunb. Strauch mit meist ganzrandigen oder über der Mitte mit undeutlichen Zähnenversehenen, bis 18 cm langen und 13 cm breiten Laubblättern. Blütenstände seitenständig, zu endständigen,lockeren, bis über 20 cm breiten Doldenrispen vereinigt. (VIII) IX. Heimat: Japan. Seit dem Anfang desIQ. Jahrhunderts in Kultur. Für Lauwarme» und Warmhäuser kommen besonders in Betracht: Cl.ThomsönaeBalf. Fig. 3166. Bis 4 m hoher, windender Kletterstrauch mit länglich-eirundlichen, zugespitzten, ganzrandigen,kahlen Laubblättern. Blütenrispen blattachsel» und endständig, aus gabelteiligen, lodcerblütigen, mit Deck,blättern versehenen Trugdolden bestehend. Kelch weiss, häutig, aufgeblasen, 5=kantig. Krone scharlachrot,mit schlanker Röhre. Staubblätter lang hervorragend. Die Pflanze eignet sich vorzüglich zur Verkleidungvon Mauern, Pfeilern usw., bildet auch an Fenstern von Wohnräumen schöne Guirlanden. Die Blütenständelassen sich sehr gut als Schnittblumen verwenden. Aehnlich sind die viel zartere, wohlriechende, gerngefüllt gezogene C. frägrans Vent. aus China, die ebenfalls schlingenden, westafrikanischen C. splendensC. Don, C. scändens Beauv. (non Schauer) und C. umbelldtum Poir. (= C. scandens Schauer). AlsSträucher kommen in Betracht C. fällax Lindl, aus Java, C. paniculätum L. aus Ostasien, C. Kaemp»f6ri Fisch, aus Sikkim usw. Die 6 Gattungen umfassende Unterfamilie der Caryopteroideae liefertin Caryöpteris incäna Miqu. (= C. Mastacänthus Schauer) aus Ost.China und Japan einen schönenHerbstblüher. Bis 80 cm hoher buschiger Strauch oder Halbstrauch mit eilänglichen, grob gezähnten, filzigen,aromatisch riechenden Laubblättern und violetten Blütenkronen. Besonders in Südtirol gern kultiviert.Aehnlich ist C. Mongölica Bunge aus China und der Mongolei mit lineal.lanzettlichen, fast ganzrandigen,filzigen Laubblättern und grossen blauen Blüten. Die 3 die Unterfamilie der Avicennioideae zusammen»gesetzten Avic6nnia')»Arten sind typischeMangrovepflanzen und zwar gehört Avicennia of ficinälis L.(in der var. alba) der asiatischen (östlichen), A. nitida Jacq. und A. tomentösa Jacq. der atlantischen (west-lichen) Mangrove an. Alle 3 Arten sind kahle, graufarbene Hochsträucher mit ganzrandigen, i lederigenLaubblättern und in fast kopfig gedrängten Trugdolden angeordneten Blüten. Sie bewohnen die seichten Küsten-striche und treten dort zusammen mit Brugutera«, Aegiceras-, Cärapa-Arten usw. auf. Bekannt sind sie vorallem durch die in langen Reihen angeordnetenSpargelwurzeln", die an den sumpfigen Siedelungsorten alsAtemwurzeln (Pneumatophören) wirken. Merkwürdig ist ferner das schnelle Auskeimen der Samen, dasbesonders bei den amerikanischen Arten bereits vor dem Abfallen vom Mutterbaume beginnt. Nach denUntersuchungen von Melchior T r e u b tritt dabei der Keimling mit dem Endosperm durch die Mikrophyle ausdem Samen aus und wird dann durch eine grosse, lange und verzweigte Zelle des Nährgewebes ernährt. Er stelltalso gleichfalls einen Parasiten des Nuzellus dar, wobei die kotyloide Zelle die Rolle eines Haustoriums spielt.Die biologische Bedeutung dieses frühzeitigen Austriebes ist darin zu suchen, dass die Gefahr des Absterbensder Früchte in dem sauerstoffarmen Wasser damit umgangen wird. Das Holz der Avicennia-Arten ist sehr hartund dient in Westafrika den Eingeborenen zum Bootsbau. Die Laubblätter und die Rinde sind als Gerbmittelverwendbar, werden auch Geschwüren aufgelegt. In Venezuela führt A. officinalis den Namen Mangle prieto.

DCXXIV. Verbena 2 )L. Eisenkraut. Franz.:Verveine;engI.:Vervein;ital.:Verbena.

Kräuter, Stauden, Halbsträucher oder kleine Sträucher mit niederliegenden oder auf»steigenden Stämmen. Laubblätter gegenständig, seltener quirl» oder wechselständig, gezähnt,geteilt oder eingeschnitten, selten ganzrandig. Blüten in endständigen, dicht gedrängten oderverlängerten Aehren, Rispen oder Dolden, selten adiselständig, klein oder mittelgross. Kelch

') Benannt nach dem berühmten persischen Arzt Avicenna (Ibn Sina), geb. um 980 zu Afschena beiBuchara, gest. nach einem sehr bewegten Leben 1036 (372) zu Hamadan. Er war ein äusserst scharfsinniger und viel-seitiger Mann, führte den Titel Fürst der Aerzte und schuf als Polyhistor zahlreiche (nach Wüstenfeld 105) Schriften.Die berühmteste davon ist der medizinische Kanon, der jahrhundertelang bis zum Ausgang des 15. Jahrh. alsGrundlage des Unterrichts diente und in dem sich Beschreibungen von Heilpflanzen vorfinden. Seine Augen,heilkunde erschien in einer deutschen Uebersetzung von Hirschberg und Lippert in Leipzig (1902).

2 ) Die Bedeutung dieses wahrscheinlich keltischen Wortes ist nicht mehr bekannt. Die Römerverstanden unter verbena eine Anzahl von Pflanzen, die bei religiösen und anderen feierlichen Handlungengebraucht wurden.