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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Besonders im Mittelmeergebiet viel gezogen und dort auch verschiedentlich eingebürgert. Adventiv imHafen zu Mannheim (1895) gefunden wurde die nahverwandte L. nudiflöra (L.) Michx., besonders unter«schieden durch kleinere Blütenköpfe (5 bis 7 mm im Durchmesser), fast bis zum Grunde geteilten Kelch und durchdie nur 3 mm lange Krone. Ein in den Subtropen und Tropen weit verbreitetes Unkraut, das im europäischenMittelmeergebiete noch in Spanien, Italien, Sizilien und Griechenland ständig auftritt. Von L. dülcis Trev.var. Mexicäna stammen die Herbae Lippiae mexicänae, die bei akuten Erkrankungen der Atmungsorgane,chronischer Bronchitis, Asthma usw. angewendet werden. Sie enthalten neben einem ätherischen Oele einekampferähnlidie, dem Menthol verwandte Substanz (Lippiol), einen quercetinartigen Körper usw.

In Gewächshäusern sind als schönblühende Sträucher verschiedene Arten der Gattungen Stachy«tarph£ta Vahl (z. B. S. Jamaicönsis [L.] Vahl aus dem tropischen Amerika) und Duränta L. (z. B.D. Plumi6ri Jacq. aus Mittelamerika) in Kultur. Durch sehr festes Holz ausgezeichnet sind verschiedeneArten der im wärmeren Amerika heimischen und aus Bäumen und Sträuchern mit ganzrandigen, schwach oderdornig gezähnten Laubblättern bestehenden Gattung Cithar£xylum L. Das Holz von C. villösum Jacq.,

C. cin6reum L., C. quadranguläre Jacq., C. caudätum L. usw.führt den Namen Bois cotelet. Von den 5 übrigens an der trugdoldigenAnordnung der Blüten kenntlichen Unterfamilien sind die Chloanthoideaeund die Symphoremoideae wirtschaftlich vollständig bedeutungslos.Von den 3 anderen Unterfamilien besitzen die steinfrüchtigen Vi t i c o i d e a eund die kapselfrüchtigen Carypteroideae (wie die Chloanthoideae)seitenständige, halb umgewendete Samenanlagen, während diese bei denAvicennioideae (wie bei den Symphoremoideae) gipfelständig undhängend sind. Von den 20 Gattungen der Vitioideae sind hervorzuheben!Aegiphila L. (mit 30 Arten im warmen Amerika), von der z. B. A.verrucösa Schau., ein prächtiger, graurindiger Baum mit lederigen,ganzrandigen, oberseits glänzenden, unterseits drüsigen Laubblättern, einsehr widerstandsfähiges Bauholz liefert.Aus der Gattung Callicärpa 1 )L. werden besonders 2 Arten im Freiland in geschützten Lagen gezogen:C. Americäna L. aus dem östlichen Nordamerika. Bis 1,5 m hoherStrauch mit in der Jugend behaarten Trieben. Laubblätter selten unter4 cm lang, länglich«eiförmig, gezähnelt, beidseitig reichlich, fast filzigbehaart, unterseits ausserdem mit goldenen Drüsen. Blüten 3 mm lang,hellblau. Fracht kugelig, 3 mm breit, blauviolett. C. Japönica Thunb.Bis über 1 m hoher Strauch mit kaum unter 7 cm langen, eilänglichen,gezähnelten, oberseits glatten und glänzenden Laubblättern. Blüten rosa«weiss. Frucht purpurnviolett. Heimat < Japan. Meist im VIII. blühend.In Mannheim auch als Grabpflanze benützt. Die wertvollste Pflanzeder ganzen Familie ist Tectöna®) grändis L., der bekannte Tiek.bäum, engl.i Teak, in Holländisch»Indien Djati genannt, in Bombay Tek,im übrigen Hindostan Sagwan, der mit 2 weiteren nahen Verwandten imsüdöstlichen Asien und im Malayischen Archipel heimisch ist. Bis 48 mhoher (bis 2 m Stammdurchmesser) Baum mit gegenständigen, sehr grossen(besonders an den Stockausschlägen), 30 bis 65 cm langen, eiförmigenbis elliptischen, ganzrandigen, zur Trockenzeit abfallenden Laubblättern.Blüten in grossen, reichblütigen, endständigen Rispen, klein, weiss oderbläulich. Frucht eine haselnussgrosse, 4-fächerige Steinfrucht, von dem ver«grösserten Kelche umschlossen. In Aegypten und in Kamerun setzt er niemals Früchte an. Ausser in seinerHeimat Vorder« und Hinterindien (Malabar, Pegu und Ost«Java wird der Baum in allen Gebieten mit aus«gesprochenem Wechsel von trockenem Ost« und feuchtem Westmonsum zu forstlichem Zwecke gezogen. AufJava bedeckt er mehr als 600000 ha Land. Sein Holz ähnelt dem Eichenholze, ist mässig hart, sehr dauer.haft, geradfaserig, leicht spaltbar, ziemlich leicht (spez. Gew. 0,680), wenig arbeitend. Als Einschlüsse darinwurden von G. Berg Knollen von Calciummagnesium=Phosphat festgestellt. Von den Eingeborenen wird erseit alter Zeit zu mannigfachen Zwecken (Fahrzeugen, Brücken, Hütten, Tempeln, Werkzeugen, Möbeln, Dach,bedeckungen, Schnitzarbeiten usw.) verwendet. Beim Transport und Flössen der Stämme leisten gezähmteElefanten die Hauptarbeit. Auf dem europäischen Markte hat das Holz erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Fig. 3169. Vitex Agnus Castus L.a Blütenspross. b Blüte, c Kelch.

') Gebildet aus xaXUs [kallis] = Schönheit und xagnie [karpös] = Frucht; wegen der buntfarbigen Früchte.5 ) Latinisiert aus dem malayischen Namen des Baumes tekka oder theka.