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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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oder durch Vertikalwände geteilt sind. Die Spaltöffnungen sind in der Regel von einer grösseren Zahl einfacherZellen unterstellt. Im übrigen sind sie nicht einheitlich gebaut, sondern gehören verschiedenen Typen (Labiaten.,Rubiaceen*, Cruciferentypus usw.) an. Bei Petrasa volübilis Jacq. wies Haberlandt als erster dasAuftreten von Ozellen (Lichtsinnesorganen) nach. M. Kunz (Systematisch anatomische Untersuchung derVerbenoideae mit Ausschluss der Gattungen Verbena, Lantana und Lippia, Diss., Erlangen 1911) stellte ihr,Anwesenheit in der ganzen Gattung Petraea fest. Bei typischer Ausbildung handelt es sich dabei um kleine,einzellige, stark reduzierte Trichome, die nicht oder fast nicht als abgegrenzte Haargebilde hervortreten, sonderndie Epidermis nur mit ihrer kleinen, kegelförmigen Spitze überragen, dafür aber mit ihrem uhrglasförmigen,mit der Wölbung dem Mesophyll zugekehrten Lumen in die dicke Aussenwand eingebettet sind. GrosseOzellen besitzen grössere Spitzen und grössere Lumina und leiten zu den gewöhnlichen Deckhaaren überUeber die physiologischen Vorgänge vgl. H a b e r 1 a n d t (Die Lichtsinnesorgane der Laubblätter, 1905), über

weitere anatomische Verhältnisse der Laubblätter die oben erwähnteArbeit von M. Kunz. Die Korkentwicklung erfolgt oberflächlichoder nahe dem Pericykel. Innere Sekretionsorgane fehlen.

Hinsichtlich der Lebensformen überwiegen die Halbsträucherund Sträucher, die z. T. als Spreizklimmer, selten als Ranker oderSchlinger erscheinen. Die Lianenstämme sind bisweilen geflügelt.Diese Ausbildung wird nach Sehenck (Beitrag zur Anatomie derLianen), Fritz Müller und Crüger schon frühzeitig durch dieAnlage von 4 Längsrippen vorbereitet, von denen dann 2 oder alle 4gleichmässig besonders stark im Wachstum gefördert werden. AuchSeitenflügel treten bisweilen auf. Später spaltet sich der Holzkörper derLänge nach auf, der Kern stirbt ab und die Flügel treten auseinander.Auffällige, an Securiddca erinnernde Anomalien entstehen bei Avi«cennia«Arten und sind von Sehenck eingehend geschildert worden.Andere Sträucher oder Halbsträucher zeichnen sich durch erikoiden,spartium. oder ephedraartigen Wuchs aus, besitzen assimilierende,zerbrechliche Stengel, stark verkümmerte oder ganz fehlende Laub«blätter, Dornenbildungen, filzige Laubblätter, Schild» und Schuppen«haare und andere xerophytische Einrichtungen. Eine Anzahl vonArten ist baumförmig und bedingt im wesentlichen den Wirtschaft«liehen Wert der Familie. Einjährige Kräuter fehlen fast gänzlich,wogegen die Zahl der Stauden bedeutend ist. Die Blüten sind viel-fach sehr schön gefärbt und stets röhrig. Bei einigen Clerodendron«Arten erreicht die Röhre bis 15 cm Länge; ebenso kann der Kelchpetaloid ausgebildet sein (Fig. 3166). Als Bestäuber solcher Blütenkommen Kolibris, Honigvögel usw. in Betracht. Die in Celebes heimischeC. Min ahössaeT. et B. besitzt nach Koorders Wasserkelche, dienicht nur in der Blütenknospe, sondern auch zur Zeit der Vollblüte und an der jungen Frucht prall mit Wassergefüllt sind und einen Schutz der umhüllten Blütenteile darstellen oder aber den Einbruch von honigsuchendenBienen verhindern sollen. Die Wasserausscheidung wird durch zahlreiche an der Innen«, spärlicher an der Aussen«seite des Kelches sitzende Hydathoden vermittelt. Eine ausgesprochene Vogelblüte besitzt auch die brennend roteHolmskioldia san guinea Retz., über deren biologische und anatomischeEinrichtungenO.Por seh (Vogelblumen«Studien, Leipzig 1924) ausführlich berichtet. Bei L a n t an a Arten vollzieht sich ein regelmässig 3«facher Farben-wechsel der Krone im Verlaufe des Blühevorganges. So ist L. Camära L. beim Aufblühen orange, dann gelb undbeim Verblühen dunkelkarminrot. Bei L. Mo ri t zi än a Otto et Dietr. ist die Farbenfolge orange, gelb, hellrot.Bei der brasilianischen Bouchea laetevirens Schau, sind die Blüten geruchlos und violett gefärbt undstellen nach Fr. Müller Hesperidenblumen (durch Dickkopffalter [Hesperideae] bestäubt) vor. Aegiphilae 1 ä t a Sw. aus Südamerika ist nach Darwin vermutlich heterostyl. Beziehungen zu Ameisen sind mehrfachnachgewiesen worden. So finden sich bei der javanischen Gmelina bracteäta Bürde, und der melanesischenFaradäya Papuäna Scheff an den Kelchen extraflorale Nektarien, die von Ameisen eifrig besucht werden,wobei die Blüten erfolgreich gegen räuberischen Insekteneinbruch verteidigt werden. In der Gattung Clero«d6ndron treten die Nektarien an der Unterseite der Laubblätter längs der Mittelrippen auf. Bemerkenswertist, dass einzelne Arten, z. B. C. fistulösum Becc., C. myrmecophilum Ridl. und C. breviflörum Ridlihren Schutzgästen in ihren Stämmen, in denen hohle Stengelglieder mit festen Knoten abwechseln, dauerndeUnterkunftsstätten darbieten und zwar finden sich am oberen Ende der Internodien, dicht unter den Laubblätternrundliche, aussen durch matten Glanz ausgezeichnete Stellen, die auf kleinen hornartigen Fortsätzen liegen.