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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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tropischen Küsten beider Erdhälften verbreitet. Die Verbenoideae und Viticeae sind die umfangreichsten undgleichzeitig die am weitesten ausgebreiteten Unterfamilien, besitzen aber gleichfalls einige endemische Tribus.Bemerkenswert ist die monotypische Uboch6a dichötoma Baill. von den Kap Verden, deren nächsteVerwandten in der südamerikanischen Gattung Stachytarphöta Vahl zu suchen sind und somit auf diealte Landverbindung der Atlantis weist. Ferner ist auch auf die Gattungen Lippia L. und Verbena L.aufmerksam zu machen, von denen die Hauptmenge der Arten im mittleren und südlichen Amerika vorkommen(von Lippia etwa 97 Arten, von Verbena etwa 58), während 3 Lippia»Arten in Afrika heimisch sind,L. r^pens Spr. auch im europäischen Miltelmeergebiete und 2 Verbena»Arten (V. officinälis L. undV. supina L.) in Europa, Nordafrika und Westasien erscheinen. Alle diese Verbreitungsverhältnisse deutenauf ein hohes Alter der Familie, wenngleich die phytopaläontologischen Funde von Tertiärfossilien bis heutenoch keine sicheren Unterlagen dafür

geliefert haben. Laubblattreste aus dem KfflH (< WMjL -- b

böhmischen Oligozän werden mit Vit ex M jM

L. und Petraea L. verglichen. Früchteaus dem deutschen Miozän gehören viel.

leicht zur Familie; ganz unsicher sind üt XI

Laubblätter aus dem englischen Eozän «flS _ \ j,

und aus dem Oligozän der Provinz fegja 1 »' t .

Sachsen, die zur Gattung C1 e r o d e n.- /Ä(

dron gestellt worden sind. Die Fest» ' k

legung primärer Entwiddungsherde er»

scheint aussichtslos; doch können als (Qk n\

solche 2. Grades Südostasien, der Malay.

ische Archipel, Süd» und Mittelamerika, Jj¥

Westindien und Südafrika angesprochen ;7/

werden.

Systematisch stehen viele Gat»tungen durch die Regelmässigkeit ihresBlütenbaues auf einer niederen Stufe, so»dass die Familie mit zu den ältestenSympetalen gehört. Die verwandt»schaftlichen Beziehungen zu den übrigenFamilien der Sympetalen sind mit Aus»nähme der Labiaten nicht eng; doch be»stehen derartige Uebereinstimmungen zuden Boraginaceen (die aber absteigendeSamenanlagen mit oberständiger Micro»

pyle und Würzelchen besitzen), dass Ver» Iii

wechslungen vorkommen können, ebenso I II

zu den Solanaceen, die sich aber durch W

gleiche (nicht 2»mächtige) Staubblätter q

unterscheiden. Die Frage, ob eine Ab.

, .... , , .. . . , Fig. 3166. Clerodendron Thomsonae Balfour. Blühender Zweig. Kelchtrennung von den Labiätcn berechtigt ist, weiss (petaloid), aufgeblasen.

hängt nach Briquet von den bisher

ungeklärten Konstanzverhältnissen der Narbenstellung und der Lage des Griffels in der Labiaten.GattungProstanthöra Labill. ab, die in dieser Gattung nach B e n t h a m wechselnd sein sollen. Für dieVerbenaceen ist charakteristisch, dass der Griffel an der Spitze des Fruchtknotens steht, während er beiden typischen Labiaten am Grunde der Nüsschen entspringt. Nur bei den Prostantheroideae und bei denAjugoideae (den verbenoiden Labiaten) wird dieses trennende Merkmal durchbrochen, indem der Griffelim ersten Drittel, in der Hälfte oder im letzten Viertel des Fruchtknotens eingefügt ist und die Nüsschenan der Bauchseite mit einer hohen Ansatzfläche angeheftet sind. Nach Briquet dürfte es deshalb vielleichtrichtiger sein, die beiden erwähnten Labiaten »Unterfamilien zu den Verbenaceen zu ziehen, so dass dieFamilie dann durch einen hemigynobasischen oder terminalen Griffel ausgezeichnet wäre, während dieLabiaten einen gynobasischen Griffel besitzen würden. Auf Grund der sero.diagnostischen Untersuchungenwird die Familie als Seitenzweig der Labiaten aufgefasst (Bd. IV/3, Fig. 1608). Anatomisch sind die Ver.benaeeen durch das einfach getüpfelte, zuweilen gefächerte Holzparenchym, durch das Auftreten einfacher(selten leiterförmiger) Gefässdurchbrechungen und durch Drüsenhaare ausgezeichnet, deren Köpfchen 1.zellig