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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1400 bis 1700 m) [Samaden], sich jedoch nördlich der Alpen meist nicht dauernd haltend,wohl aber in Südeuropa bis an die oberitalienischen Seen und Istrien, namentlich in Wein®bergen und an nicht zu trodcenen Gartenmauern.

Allgemeine Verbreitung: Die Heimat der heute im ganzen Mittelmeergebiet alsKultur« und Ruderalpflanze verbreiteten Art liegt wohl entgegen den meisten Angaben nichtim östlichen, sondern im westlichen Teil desselben (Südspanien, Atlasländer). Fast in ganzEuropa und Nordamerika kultiviert und i halb verwildert, nördlich bis zum südlichenSkandinavien.

Als Heimat wird meist Kleinasien und Syrien angegeben, wo die Pflanze jedoch wesentlich seltenerund mehr an Kulturland gebunden scheint als im westlichen Mittelmeergebiet. Zudem scheint sie im griechischenund römischen Altertum unbekannt gewesen zu sein (Buglossos oder Euphrosynum des P1 i n i u s ist wohl zuUnrecht auf sie bezogen worden). Wahrscheinlich ist der Borretsch erst von den Arabern (z. B. Ibn A 1 a w.w ä m, der ihn lisän atstaur = Ochsenzunge nennt)in Spanien, wo er besonders im Süden an feuchtenOrten häufig wild wächst, in Kultur genommenworden. Auch der Name Borago, von dem sichdie meisten neusprachlichen ableiten, und die Ver«breitung der übrigen Borago»Arten deuten hierauf.

Das Kraut ist ziemlich bodenvag, aber entschiedenfeuchtigkeits« und düngerliebend. Eine besonderePflege ist meist nicht erforderlich. Die leichte Ver«schleppbarkeit der Pflanze beruht auf ihrer Myrme«kochorie. Die Stengel sind wie bei anderen Myrme«kochoren (z. B. Viola odorata, Ajuga, Lamium u. a.)sehr wenig mechanisch versteift, und die Blütenzeigen starke postflorale Veränderungen. Vor derAnthese richten sich die Blütenstiele, deren Krüm«mungen schon 1837 von Dutrochet untersuchtworden sind, teilweise auf, senken sich aber dannunter starkem Wachstum positiv geotropisch. DieBlüten sind schwach proterandrisch und so honig.reich, dass die Pflanze als eine der besten Bienen«pflanzen gilt. Der Nektar wird von der Unterseitedes Fruchtknotens in die von den Staubblattbasengebildete Röhre abgesondert. Der Pollen fällt inden von den Staubbeuteln gebildetenStreukegel"und aus diesem nur dann heraus, wenn sicheine Biene an den Zahnfortsätzen der Staubfädenanklammert und den Kopf zwischen diesen durchzwängt. Bei ausbleibendem Immenbesuch ist Selbstbestäubungmöglich, aber von geringerem Erfolg als Fremdbestäubung. Nach dem Abfallen der sehr hinfälligen Krone (durch-schnittliche Blütendauer nach Wacker 1 bis 2 Tage) wachsen die Kelchblätter ungefähr zur doppelten Grösseheran, worauf sie sich zuletzt wieder entfalten und dank ihrem reichlich Chlorophyll führenden Schwammparen«chym und Palisadengewebe als assimilierende Laubblätter fungieren. Vom Blütengrund bleibt ein sehr fettreicherTeil alsPseudostrophiole" an der Ansatzstelle der Nüsschen sitzen, um dessen willen diese von Ameisen auf»gesucht und verschleppt werden (Sernander). Auch die Mäuse sollen sie gerne fressen. Die Keimkraft bleibt2 bis 3 Jahre erhalten. Die Krone und die ganzen Sprosse sind reich an Schleim (fast 7s der getrocknetenBlätter) und Salpeter (die Asche besteht fast zur Hälfte aus KsO), wodurch hauptsächlich die kühlende und lösendeWirkung der Pflanze sich erklärt. Daneben sind Harzstoffe, Kalziummalat und andere Stoffe an dem eigentümlichgurkenähnlichen, beim Trocknen verloren gehenden Geruch und Geschmack beteiligt. Sowohl die Blüten wiedie zur Blütezeit gesammelten und getrockneten Sprosse (Herba et Flöres Borräginis) werden seitdem Mittelalter in Form von Tee, Sirup, Essenz, Destillat usw. als kühlendes, fieberstillendes, erfrischendes,erweichendes und harntreibendes Mittel gebraucht, namentlich auch gegen Melancholie und Hypochondrie, inneuerer Zeit audi gegen Schleimhautentzündungen, Seitenstechen und Gelenkrheumatismus, sowie als sch weiss«treibendes Mittel.Das Kraut macht Freud und guten Muth, vertreibt die Traurigkeit, wenn man es in Weinlegt und trinkt". U. a. zählten die Blüten zu denquatuor flores cordiales" (den 4 herzstärkenden Blüten).