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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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zerstreuten Haare wie punktiert. Blüten an */2 bis 1 cm langen Stielen abstehend oder nickend,in meist 2 nur am Grund beblätterten, wenigblütigen Doppelwickeln. Kelch fast bis zumGrund in 3 bis 5 mm lange, lineale, weichbehaarte Zipfel gespalten. Krone nur 7 bis 11 mmlang, mehr trichterförmig als glockig, blassgelb bis fast weiss, schwach flaumig oder kahl, mitdie eiförmig=3=eckigen, gerade vorgestreckten Kronzipfel etwas überragenden, gezähnelten,spitzen Schlundschuppen. Staubblätter kürzer als diese, ihre Filamente nur wenig kürzer alsdie Antheren. Griffel die Krone meist weit überragend. Nüsschen spitzer als bei der vorigenArt, sonst sehr ähnlich. IV (V, VI).

In Weinbergen, Baumgärten, Hecken, Gebüschen, Aeckern, an Gräben und Mauernusw. im Mittelmeergebiet bis in die Südalpen, anderwärts selten aus früherer Kultur verwildert.

In Deutschland nur eingebürgert im .

Oberrheingebiet s in Weinbergen über der Ultra« J

marinfabrik bei Heidelberg 1822 von Schimperentdeckt (am Geissberg noch 1902, seit 1906 nichtmehr gefunden), im Schwetzinger Schlossgarten (vonSchimper angepflanzt) und zwischen Ettlingenund Malsch, im Elsass in Weinbergen bei Weissen»bürg, bei Zabern und bei Florimont zwischen Ingers«heim und Morsch weiter (seit etwa 1860). InOesterreich ebenfalls nicht ursprünglich; nächsteFundorte im Küstenlands bei Monfalcone, S. Michele,am Risano bei Capodistria und bei S. Rocco unweitMuggia.In der Schweiz nur im südlichen Tessin(an den unteren Hängen des Generoso am Luganer»see, häufiger um Locarno bis Loco im Onsernone,im Tessin von L. Th omas entdeckt).

Allgemeine Verbreitung: West»liehe Balkanländer von Griechenland bisIstrien, Italien, Sizilien, Korsika.

Näheres über diese mediterrane, vielleichtauch in der Südschweiz nicht wirklich urwüchsigeArt bei C. Schimper in Flora, Bd. VIII 1825,

Bischoff ebenda, Bd. IX 1826 und Kneucker W III IM' I I i'j

in Allg. Botan. Zeitschr. Bd. II 1886. Sernander M / \ I / I

beobachtete in Palermo Verschleppung der Nüsschen \\1 R I ii

durch Lasius niger. ||| | I

Von Bastarden kommen für uns in Be.trachts S. asperum Lepechin X S. o fficinale L. 9

(= S. Uplandicum Nyman (vgl. pag. 2222). S. o f f i»

cinale L. X S. tuberosum L. (= S. Wett» >JnW

s t einii Sennholz). Von diesem in Niederösterreich

und Steiermark stellenweise reichlich auftretenden jfJk J

Bastard sind folgende 6 Formen beschrieben: Krone jj" jf \*/lt

gelblichweiss. f. B6ckii (Petrak). Krone ganz ' ' 1 ' '

gelblidiweiss. St. Pölten in Niederösterreich. f. Fig. 3164. Symphytum bulbosum Schimper. a Habitus.

Zahlbruckn^ri (Bede). Kronsaum violettlidi. ft Krone geöffnet.

Keldi grün. Laubblätter lanzettlidi. Piestingtal in

Niederösterreich. f. Wettsteinii (Sennholz). Krone ebenso. Kelch rötlich. Untere Laubblätter eiförmig.Kalksburg bei Wien, Knittelfeld in Steiermark, Rovio am Generoso im Tessin. b) Krone blass rötlich.violett 1f. dichrodnthum (Teyber). Krone unten gelblich, oben trübpurpurn. Eggenburg in Niederösterreich.f. multicaüle (Teyber). Krone unten violettrot, oben gelblich. Stengel zu mehreren. Pulkau in Nieder»Österreich. Eine ähnliche, aber l.stengelige Form beschreibt K. Fritsch (in Mitt. Naturw. Ver. f. Steier»mark. Bd. XLVII 1910 pag. 11) von Hörgas in Steiermark, wobei er mit Recht bemerkt, dass es unzweck»mässig ist, alle Derivate derselben Arten mit besonderen binären Namen zu belegen.