Fig. 3163. Symphytum tuberosum L., im Laubwald. Phot. Dr. K. Maisch, München.
gebiets bis Oberbayern tritt sie besonders reichlich in den Bradiypodium silvaticum.Beständen (mit Arummaculatum, Ranunculus Ficaria, Adoxa, auch mit Narcissus radiiflorus usw. auf, in den Sudetenländern namentlichauch in Eichenwäldern mit Pulmonaria officinalis (mit dieser auch in Fichtenwäldern) und Campanula Cervicaria,sowie in Hochstaudenfluren mit Lilium Martagon, Polygonatum verticillatum, Aconitum Vulparia, Actaeaspicata, Dentaria enneaphyllos, Mercurialis perennis, Senecio nemorensis usw., mit denselben Arten auch inBuchen» und Mischwäldern der Ostalpen, in Hochstaudenfluren insbesondere auch mit Petasites albus undP. officinalis, Pulmonaria montana, Saxifraga rotundifolia usw.
(var. longifölium Bede). Die Krone ist in der Knospe meist grünlichgelb, seltener (f. lüridum Bede) rötlich«gelb und innen schmutzig.gelbbraun. Von Bildungsabweichungen kommen zuweilen gefüllte Blüten vor. —Das nahe verwandte S. foliösum Rehmann der südlichen Karpaten unterscheidet sich u.a. durch zahl,reichere (7 bis 12) Stengelblätter und durch stärker gerippte Klausen.
Symphytum tuberosum ist somit eine pontisch.nordmediterrane Art. In ihren Standortsansprüchenund ihrer Blütezeit gleicht es mehr Pulmonaria officinalis und P. montana als Symphytum officinale. ZurBlütezeit sind die Grundblätter oft schon vertrodenet. Die stärkereichen Rhizomknollen sollen in einzelnenGegenden zum Brotstrecken Verwendung finden. Bereits um 1600 war die Art in mehreren Gärten Deutsch»lands und in der Schweiz in Kultur. Da sie leicht verwildert, so ist vielleicht die Arealgrenze durch den Menschenbedeutend nach Nordwesten verschoben worden. Während die Art in den Südalpen kaum höher als diezahme Kastanie steigt, in deren Hainen sie oft herdenweise auftritt, steigt sie in den Ostalpen in lichten Laub,und Nadelgehölzen bis in die Fichtenwaldstufe. In den Auenwäldern, Erlen» und Haselgebüschen des Donau»
2335. Symphytum bulbösum Schimper (= S. punetdtum Gaudin, = S. filipendulum Bischoff,= S. bröchum Bory, = S. Clüsii 1 ) Gmel., — S. Zeyheri Schimper, = S. macrölepis Gay,= S. tuberosum var. exsertum Loisel). Kleinblütige Wallwurz. Fig. 3164.Der vorigen Art ähnliche Staude. Rhizom dünn, Ausläufer treibend, nur ab und zuzu kugeligen, bis haselnussgrossen, braunen Knollen angeschwollen. Stengel und Laubblätterdenen der vorigen Art sehr ähnlich. Stengel ± bis 5 dm hoch, locker abstehend behaart.Blatttspreiten eiförmig bis eilanzettlich, ohne den 1 bis 10 cm langen, nicht herablaufendenStiel ± 6 bis 15 cm lang und 2 l ls bis 7 cm breit, fieder» und netznervig, frischgrün, unterseitsnur auf den Nerven weich behaart, von den knotenförmigen Basen der auf der Oberseite*) Gmelin hielt die Art zu Unrecht für das Symphytum tuberosum minus des Clusius.
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