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Tafel 222.
Fig. 1. Onosma arenarium (pag. 2181). Habitus
Fig. 3 a. Blüte, aufgeschnitten.
der subsp. pyramidatum.
„ 3 b. Staubblatt.
„ 1 a. Längsschnitt durch die Blüte.
„ 3 c. Fruchtknoten.
„ lb. Staubblatt.
„ 3d. Früchtchen.
„ 1 c. Längsschnitt durch ein Haar der Laub-
„ 4. Echium vulgare (pag. 2193). Habitus.
blätter.
„ 4 a. Blüte.
„ 1 d. Fruchtknoten.
,, 5. Verbena officinalis (pag. 2240). Habitus.
„ 1 e. Fruchtblatt quergeschnitten.
„ 5 a. Krone von oben.
,, 2. Cerinthe minor (pag. 2190). Habitus.
„ 5b. Blüte aufgeschnitten.
,, 2 a. Kelchblatt.
„ 5 c. Fruchtknoten.
„ 2 b. Früchtchen mit Fruchtkelch.
„ 5d. Pollenkorn. Fig. 5 e. Frucht.
„ 2 c. Staubblatt.
„ 5 f. Blütenknospe.
„ 3. Cerinthe major (pag. 2187). Habitus.
„ 5 g. Haarformen des Stengels.
1 scharf abgesetztem, nidit oder nur sehr kurz herablaufendem Stiel und eiförmig»elliptischer,an beiden Enden kurz zugespitzter, i 5 bis 12 (bis 14) cm langer und 2 bis 5 (bis 6) cmbreiter, dünner, netznerviger, beiderseits locker behaarter, etwas glänzender Spreite. Blütenan 3 bis 8 mm langen Stielen nickend, in meist 2, ± 6= bis 10» (bis 20=) blütigen, am Grundbeblätterten Doppelwickeln. Kelch etwa zu 4 /s in lineablanzettliche, i 4 bis 5 mm lange,postfloral nur wenig vergrösserte, flaumig»borstig behaarte Zipfel gespalten. Krone ± 1 1 /a bis
2 cm lang, meist blassgelb, aussen flaumig, mit weiter, vorn glockiger Röhre, mit einge^schlossenen, ± 4 mm langen, am Rand papillösen Schlundschuppen und kurz 3=eckigen, sichauswärts krümmenden Zähnen. Staubblätter ± so lang wie die Sdilundschuppen, die Antherenmehrmals länger als die Filamente. Griffel oft die Krone überragend. Nüsschen 3 bis 4 mmlang, netzig=runzelig und fein warzig, vorn und hinten mit scharfer Kante, unten mit gezähntem,die Pseudostrophiole umgebendem Ring, dunkelbraun. — IV, V (in höheren Lagen bis VII).
In feuchten Frisch», Fett» und Hochstaudenwiesen, besonders im Unterwuchs vonAuengehölzen, Erlen» und Haselgebüschen, Kastanienhainen, auf Schlagflächen usw. — Sowohlauf Kalk wie auf kalkarmem Boden vom Tiefland bis in die subalpine Stufe (Oberbayernbis 1750 m, Wiener Schneeberg bis 1500 m, Tessin bis 1100 m). Im Donaugebiet recht ver=breitet und häufig, zerstreut auch im Oder* und Elbetal und in den Südalpen, anderwärtsselten aus früherer Kultur verwildert.
In Deutschland im Odergebiet (im südlichen Oberschlesien häufig, vereinzelt bis Mittelschlesien[Brieg, Auras, Ohlau, Sdiweidnitz, Oppeln, Falkenbergl), Elbegebiet (von Böhmen bis Anhalt [zwischen Koswigund Wörlitz] und Magdeburg (Rathenow), in Brandenburg bei Lenzen und im Berliner Botanischen Gartenwohl nur verwildert, ebenso auch in Thüringen (Belvedere) und Mecklenburg [Schwerin] und Mühlenberg beiBlankenese unterhalb Hamburg. Im Donaugebiet nördlich der Donau nur von Passau bis Regensburg undin der Umgebung von Parsberg, in Südbayern bis zur Isar ziemlich verbreitet, auch in den Alpen (z. B. umReichenhall, Wendelstein, Schliersee, Kirchslein usw.), vereinzelt bis zum Lech. Im Rheingebiet nur seltenverwildert (z.B. bei Frankfurt a. M.). — In O es t e r r ei ch verbreitet, nur in Tirol sehr selten (Kitzbühel, Ebbsim Unterinntal, mehrfach im Draugebiet, angeblich früher auch bei Brixen und Bozen, sowie jenseits derTirolergrenze bei Primolano und am Monte Baldo), in Vorarlberg fehlend. — In der Schweiz nur im Tessin(häufig im Sottoceneri, vereinzelt um Locarno und Bellinzona), sowie ganz vereinzelt im Unterwallis (Kastanien»hain bei Massongex) und in Freiburg (La Gottalaz bei Montbovon).
Allgemeine Verbreitung: Donauländer von der Ukraine bis Bayern, bis inssüdliche Weichsel», Oder» und Elbegebiet ausstrahlend, ferner von den Balkanländern durchdie Ost» und Südalpen bis Mittelitalien, Sizilien, Südfrankreich (auch auf Korsika) und Spanien;in England (selten) und Schottland wohl nur eingebürgert, ebenso auch in Connecticut.
Am häufigsten ist die Form mit breiten, rasch in den Blattstiel zusammengezogenen Laubblättern(var. 1 atiföIium Bede), seltener eine solche mit schmaManzettlichen, allmählich verschmälerten Laubblättern