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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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reichen Böden jährlich 3 bis 5 Schnitte. Durch wiederholten Schnitt vor Beginn der Blüte kann der Ertragsehr gesteigert werden. Nach H. Weber genügt eine Fläche von 25 m s , um für ein Schwein von April bisOktober genügend Grünfutter zu liefern, wofür bei einer Pflanzweite von 35 cm Abstand 200 Stecklingeerforderlich sind. Das Austreiben der Rhizomstücke beginnt meist nach 4 bis 5 Wochen. In der Aufgangszeitmuss fleissig gehackt werden. Die Zusammensetzung des Grünfutters entspricht etwa der von Zuckerrüben»blättern, Weisskraut oder grünem Mais (im Wittel 89,7% Wasser, l,8°/o Roheiweiss, 0,3% Rohfett, 4,7°/o stickstoff-freie Extraktstoffe [wovon 0,8 °/o Zucker], 1,7 °/o Rohfaser und 1,8 °/o Asche). Im grossen geschieht der Anbau z. B.in England, Holland, Brandenburg, Thüringen, Bayern (wo er sich jedoch wenig bewährt hat) und Niederösterreich.Von der Münchener Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz wurden in einem Jahr über 60000 Comfrey»Stecklinge an bayerische Landwirte abgegeben, von der niederösterreichischen Plantage in Melk bereits mehrereMillionen. Daselbst und in Thüringen werden auch veredeile Rassen gezüchtet, darunter besonders auch dasPrickly comfrey" der Engländer, S. Uplandicum 1 ) Nyman (= S. caerüleum Petitmengin, = S. peregrinum

Botan. Mag. non Ledeb., = S. Orientale auct.non L.), das sich durch weniger rauhe Behaarung(Fig. 3158 f, g), schwach herablaufende Laubblätterund etwas kleinere, bleibend violette Blütenunterscheidet und höchst wahrscheinlich einenBastard S. asperum X S. officinale darstellt.Beide Pflanzen sind an zahlreichen Orten bereitsvöllig eingebürgert, besonders seit 1900, S. aspe.rum z. B. auf Helgoland, in Schleswig (Ausacker1867, Christianfeld 1872), Mecklenburg (vielfachum Schwerin, Rostock usw.), Brandenburg (aufder Potsdamer Pfaueninsel schon seit zirka 1860),Thüringen (Eisenach seit langem, Braunschweig,Helmstedt, Rübeland, Sachsa usw.), Hessen (Darm«Stadt), Bayern (bei der Tierarzneischule München1900), Niederösterreich (im grossen gebaut inRumburg, Spillen, Aichhof, Melk usw.) und inder Schweiz (bei Vaumarcus schon seit zirka 1870eingebürgert, in den Ormonts seit 1886, um Frei«bürg seit 1893), seit 1900 auch vielfach in derNordschweiz (um Neuenburg, Basel, am Boden-see bei Ermatingen usw.) und in der Südschweiz(Tesserete, Lugano, Cassarate, Misox), auch inNordamerika; S. Uplandicum z. B. in England,Belgien, Dänemark, Südschweden, Norddeutsch»land (z. B. Holzwickede in Westfalen, Kremmenin Brandenburg), Bayern (Rothenburg o. d. Tauber,Lenzenbronn, Schillingefürst, Tölz), Niederöster»reich (z. B. bei Unter=Gaaden) und in der Schweiz(um Sitten, Solothurn, Zürich und Schaffhausenseit zirka 1905 mehrfach). Näheres über beide Pflanzen bei C. A. Lindman (Botaniska Notiser 1911pag. 71/77) und A. T h e 11 u n g (in Vierteljahrsschr. Naturf. Ges. Zürich. Bd. LVI1I 1913, pag. 78/80 und LXIV 1919pag. 779/780 und in Verhandl. Botan. Ver. Prov. Brandenburg. Bd. LVII 1915, pag. 78), sowie in der Monographieder Gattung von Cedric Bucknall (A Revision of the Genus Symphytum. Journal Linnean Society, Botan.Bd. XLI nr. 284, 1913 pag. 491/556).

Als Zier« und Adventivpflanzen kommen für uns ausser unseren Arten noch folgende inBetrachts S. Caucasicum Bieb. (= S. racemösum Steven, = S. officinale var. Caucasicum O. Kuntze) ausdem Kaukasus (auch im Donkosakengebiet) 1816 eingeführt (die als Zierstaude empfehlenswerteste Art),S. Orientale L. aus der Türkei und Kleinasien (verwildert im Schlossgarten von Mannheim 1892, angeblichauch bei Neuchätel), S. Taüricum Willd. (= S.Orientale Bieb. non L.) aus Kleinasien, Armenien und Süd»russland (verwildert bei Apenrade und Lundtorft in Schleswig, bei Neuchätel und Genf in der Schweiz undin der Gironde und S. cordätum Waldst. et. Kit. (= S. Pannönicum Pal., = S. cordifölium Baumg., = S.

') Benannt nach der Landschaft Upland in Südschweden, wo E. Fries die Pflanze zuerst gesammeltund als S. pätens (Fries non Sibth.) beschrieben hat.