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überragenden Antheren (Fig. 3158 b). Griffel fädlich, mit kleiner Narbe. Nüsschen schief»eiförmig, oft + warzig, dem flachen Stempelpolster mit breiter, von einer als Oelkörper aus=gebildeten Pseudostrophiole eingenommener und von einem gezähnten Rand umgebenerAnsatzfläche aufsitzend. Samen fast kugelig.
Von den je nach der Artumgrenzung 10 bis 20 Arten sind die meisten auf die Gebirgsländer umdas Schwarze Meer beschränkt ; die Gattung ist also pontisch=montanen Ursprungs. Nur wenige Arten reichenweiter westlich und nördlich bis Süd» und Mitteleuropa, sowie bis Sibirien und Palästina, am weitesten S. officinale.Die Grundachsen und Wurzelnenthalten im Gegensatz zu denen j.
vieler anderer Boraginaceen kein \\VV ,
Alkannin, dafür wenigstens bei M. k /
S. officinale reichlich Allantoin, 1 ! —W
ausserdem viel Stärke, weshalb ff !\\
z. B. aus denjenigen von S. offi» V \ I ^ I H
cinale und S. tuberosum Mehl k 'v 3 *!? /"Mfte* v J\ ■/ % 1 Iii®
als Notnahrung gewonnen werden \ %k.v :'t fii - »Iva. \ fiJ II d. I i;
kann, lieber die Entwicklung desmeist dem Stengel anwachsendenBlütenstands und der Blüten vgl.die S. 2126 genannten Arbeitenvon Muth, Kolkwitz u. a. Diehonigreichen Blüten werden be>sonders von Bienen besucht; derBestäubungsmechanismus ist dem(pag. 2178) für Onosma beschrie,benen sehr ähnlich. Die als Oel«körper (Elaiosom) ausgebildetenPseudostrophiolen der Klausenstehen im Dienst der Myrme.kochorie. S. officinale, S. tuberosumund S.bulbosum sind alte Heilpflan»zen. — Ueber die Schmarotzervgl. S. 2125.
Als Futterpflanze wirdin neuerer Zeit immer häufigergebaut; Symphytum äsperumLepechin (= S. asp&rrimum Don,
= S.peregrinum auct.nonLedeb.,
= S. Orientale var. asperrimumO.Kuntze). Comfrey. Fig.309i a,
3158, 3159. Sehr kräftige, ^ 1bis 1 '/■* m hohe, i dicht mit seit«lieh etwas abgeflachten, abwärts
gebogenen Stachelhaaren besetzte Staude. Laubblätter am Grund verschmälert, gar nicht herablaufend.Kelch zu '/2 bis '/ 4 in lanzettliche Zipfel gespalten. Krone ± 3* bis 5«mal so lang als der Kelch, anfangskarminrot, dann lebhaft himmelblau. Schlundschuppen kürzer als die Kronzipfel, aber länger als die Antheren.Nüsschen runzelig. Heimat: Montane und subalpine Hochstaudenfluren der Kaukasusländer (in zirka 800bis 2000 m Höhe mit Heracleum Mantegazzianum, Polygonum alpinum, Delphinium Orientale, AquilegiaOlympica usw.) bis Armenien und Nordpersien (in den Gouvernements Moskau und Jaroslawl nur eingebürgert).Die Pflanze wird daselbst schon seit langer Zeit als vorzügliches Schweine«, Ziegen« und Kaninchenfutter gebautund hat als Zierstaude wie auch als Futterpflanze seit etwa 1860 unter dem englischen Namen Comfrey auchin Mitteleuropa immer mehr Anklang gefunden. Sie ist vollkommen winterhart und nimmt mit den meistenBodenarten mit Ausnahme trockener Sand« und Kiesböden vorlieb. Für Höchsterträge ist jedoch gute Düngungmit Stallmist, Kali, und Superphosphatdünger und Lockerung des Bodens erforderlich. Der Anbau kann auchmit gutem Erfolg an sonst unbrauchbaren Ruderalstellen, an Dungstätten, in Sauerwiesen, in Ueberschwemmungs«gebieten usw. erfolgen. Die Pflanze hält 30 und mehr Jahre aus und liefert auf feuchten, humosen, nährstoff-
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Fig. 3158. Symphytum asper um Lepechin. a Habitus, b und bt Krone geöffnet.c Boragoidanlage (nach Muth). d Blüte, e Stengelstiick. — S. Uplandicum Nyman./ Habitus, g Stengelstiick.