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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2149
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der Schwäbischen Alb (Nebelhöhle, Lichtenstein, Urach, Geisingen, Zwiefalten, Heidenheim), in der Rhön undihren Vorbergen (Eierhauck, Galgenfirst bei Wildflecken, Gr. Auersberg, Stallberg, Huts und Neuberg) undim Harzgebiet (bei Kassel im Habichtswald, am Herzstein, Grossen Herbsthaus, Braunsberg, Hühner« undWurmberg, in Westfalen bei Polle, Lauenstein, Ockensen, Neuhaus, Harderode, Bisperode, nördlich bis Ediers-hausen am Ith, im eigentlichen Harz, wo von Thal entdeckt, am Sophienhof, Beratal, um Ilfeld und Neustadt,Scharzfeld, nördlich bis zum Saupark, Bielstein über Springer und Riethfeld, Ebersberg und Wolfstal imDeister), früher auch bei Halle. Adventiv im Südbahnhof von München. — In Oesterreich nur in denVoralpen von Niederösterreich (zwischen Achau und Maria.Lanzendorf, zerstreut in der Kalkzone vom Kalten»leuigebener Tal bis auf den Badener Lindkogl, bei Scheibbs, Schiltern, auf der Voralpe) bis Steiermark (Vor»alpe bei Altenmarkt, für Neuhaus fraglich) und angeblich auch in Südtirol (Fassatal, Val Nambron in Judicarien)und im Oetztal. — In der Schweiz in Graubünden (zerstreut fast im ganzen Rheingebiet vom Prättigau bis zumOberhalbstein, Vorder, und Hinterrheintal) und imJura vom Salfeve und Suchet bis zum Weissenstein,zur Rothenfluh, und zur Neubrunner Höhle beiWaldenburg (angeblich auch 1823 bei Äugst, viel,leicht adventiv), ausserdem sehr zerstreut in denVoralpen der Waadt (im Rhonetal bis Aigle und Bex,angeblich auch auf der Walliser Seite ob Monthey),von Freiburg (Bonavaud, Orgevaud, Bonaudon) undLuzern, angeblich früher auch bei Wallenstadt.

Allgemeine Verbreitung: Kau*kasus, Kleinasien, Krim, nördliche Balkan»länder, Karpaten bis Ostgalizien und Polen,

Alpen (zerstreut von Niederösterreich biszum Dauphine), Apennin, Capri, Sardinien,

Mittelgebirge von Süd» und Mittelfrankreich(bis Paris) bis Südbelgien, in den Jura unddas Harzgebiet, Pyrenäen, Catalonien undAragonien, Irland, Mittel» und Ostengland.

Eingeschleppt in den Atlantischen StaatenNordamerikas.

C. Germanicum kann, obwohl seine Ver»wandtschaft auf die orientalischen Gebirge weist,doch noch zum mitteleuropäischen Montanelementgezählt werden. Es ist eine charakteristische Wild»lägerpflanze, ähnlich wie z. B. Elymus Europaeus,

Lappula deflexa, Myosotis silvatica, Galeopsis Tetrahit var. praecox, Carpesium cernuum u. a. Das Zurück»gehen in manchen Gegenden, z. B. im Jura, hängt wohl mit dem Rückgang des Haarwildes zusammen, dasdie Nüsschen epizoisch verbreitet. Mit den genannten Wildlägerpflanzen und der mehr durch Kleinvieh ver=breiteten Asperugo procumbens tritt die Art gern in der Nähe von als Lager benützten Höhlen auf, ausser»dem aber auch in den gleichfalls an Zoochoren reichen Hochstaudenfluren der Schluchtwälder, montanen undsubalpinen Schlagflächen, in den Donauländern auch in Auengehölzen usw. In den Buchenwäldern der Krimscheint sie früher besonders durch Wisente verbreitet worden zu sein. Im ersten Jahre wird eine überwinterndeLaubrosette gebildet, im zweiten der nach der Fruchtreife absterbende Blütenspross.

2303. Cynoglossum officinäle ') L. Gemeine Hundszunge. Taf. 219, Fig. 1; Fig. 3109

und 3110.

Der Name Hundszunge (Vgl. Anm. pag. 2147) ist auch hie und da als Volksname zu finden. Die borstigenFrüchte werden in Westpreussen auch als Pracherläuse bezeichnet (vgl. Bidens tripartitus. Bd. VI/1, pag. 517).

Zweijährig, mit rübenförmiger, i 1 bis über 3 dm langer und bis l 1 / 8 cm dicker, nurspärliche Fasern tragender, durch Alkannin geröteter Pfahlwurzel. Sprosse von dichten, aufkleinen, oft undeutlichen Knötchen sitzenden, abstehenden oder ± angedrückten Haaren

') Bei den älteren Autoren wie Mattioli, Thal, Bauhin u. a. heisst die Art C. vulgare oder C. majusvulgare, auch C. majus silvestre und C. Dodonaei, bei Brunfels und Bock schlechthin Cynoglossa, Hundszung.

Fig. 3108. Cynoglossum Germanicum Jacq. Phot. Dr.Fr. Zimmermann, Schwetzingen.