2148
2. Krone trüb braunrot, selten rosa oder weisslich, den Kelch überragend (wenn nur ebenso lang,vgl. das einjährige C. Columnae pag. 2147). Nüssdien am Rande wulstig verdickt, mit ungleich langen
Stacheln. Verbreitetste Art C. officinale nr. 2303.
T. Krone anfangs hellrosa, dann hellblau, mit blutroten Schlundschuppen (wenn himmelblau, vgl.C. Wallichii, C. glochidiatum und Lindelofia longiflora pag. 2147). Nüssdien nicht berandet, mitgleichartigen Stacheln. Mediterrane Art C. Creticum nr. 2304.
Zuerst von Thal 1577 aus dem Harz als Cynoglossum sylvaticum hercynicum, dann vonJ. Bauhin aus den Vogesen als C. folio virente und von C. Bauhin als C. sempervirens beschrieben.
s ) Der Name C. montanum stammt von Cesalpini. Linn6 brauchte ihn für eine vonColumnain Italien gesammelte Pflanze, die nach Grande und Lacaita von C. Germanicum spezifisch verschieden ist.
2302. Cynoglossum Germänicum ') Jacquin (= C. montanum Lam. non L. 8 ), = C. sylvaticumHaenke, = C. virens Schreber, = C. Haenkei Römer et Schultes, = C. Apenninum Roth nonL., = C. pellücidum Lapeyr., = C. officinale L. var. sylvaticum Vis.). Deutsche oder
Wald = Hundszunge. Fig. 3107 und 3108.
Zweijährig, mit kräftiger, spindeliger Wurzel, fast geruchlos. Stengel aufrecht, 3 bis10 dm hoch, nur in der Blütenregion verzweigt, locker wollig behaart, dicht beblättert.
Laubblätter spatelig, nach dem Grund langW 0* stielartig verschmälert, ± x /a bis \ l jt dm lang
vyüfi jß V* un< ^ l 1 / 3 bis 3 cm breit, kurz zugespitzt, dünn,
ST ^ gelblichgrün, oberseits fast kahl, etwas glänzend,
unterseits anliegend weichhaarig, mit schwachen,netzig verbundenen Fiedernerven. Blüten an± 1 /s cm langen, postfloral vergrössertenStielen nickend, in langen, lockeren, trauben»ähnlichen, nur unter den Blüten ein Hochblatttragenden, sparrig abstehenden Wickeln in denAdiseln der oberen Laubblätter. Kelch fastbis zum Grund in elliptische, ± 4 (postfloralbis 7) mm lange, ausgebreitete Zipfel gespalten.Krone diese nur wenig überragend, mit violetterRöhre, hell»braunrotem Saum und lang ge=wimperten Schlundschuppen. Nüsschen ellip=soidisch, 7 bis 8 mm lang, gleichmässig mitgeraden, ± 1 mm langen, widerhakigen Stachelnbesetzt, hellbraun, am Rand nicht verdickt. —V, VI.
In Hochstaudenfluren, Wildlägern infeuchten Laub» und Nadelwäldern, Auen=gebüschen usw., vorwiegend in der Buchen»und unteren Nadelwaldstufe der Mittelgebirge,YY WW Wa zerstreut und selten, vorzugsweise auf kalk=
\\\W{ |L gesättigtem, nährstoffreichen Humusboden. Steigt
im Schweizerjura bis 1380 m, auch in dennKf Alpen kaum höher.
U i n Deutschland nur in den Mittelgebirgen
des Westens: zerstreut in den Vogesen (um Rossberg,
Fig.;3107. Cynoglossum Germänicum Jacq. a, ai Habitus. Salzer Beldle n. Hodlfeld und Nideck) bis zur Hardtb Blüte, c Junge Frucht. (in der Pfalz am Donnersberg und im Steinalbtal), auf