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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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gehend (im Osten häufiger als im Westen, wo auf weile Strecken ganz fehlend) eingeschleppt. In Oesterreichziemlich verbreitet und im Süden, im Osten und in der Tiroler Föhrenregion als beständiger Ardiaeophyt, seltenin den Nordalpen (in Salzburg z. B. nur bei Döllach) und auch in manchen Südalpentälern. In der Schweizhäufiger nur im Westen (vom Genfersee bis zum Bielersee und rhoneaufwärts bis zum Simplon) und in derBündner Föhrenregion, vereinzelt im Tessin, in der nordalpinen Föhnzone (fehlt jedoch z. B. den KantonenLuzern und Zug), um Basel und im Bodenseegebiet, sonst in der Nordschweiz nur vorübergehend einge-schleppt. Audi in der Westschweiz nur Ardiaeophyt.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet und gemässigtes Asien bis Sibirienund Japan, in Mittel» und Nordeuropa (als Ballastpflanze bis England, Mittelskandinavien [bisStjördal 63° 28 nördl. Breite] und Mittelfinnland) und in den Atlantisdien Staaten Nordamerikashäufig eingeschleppt und stellenweise eingebürgert.

Ausser in der Grösse und Behaarung (f. mollita Murr mit weicherer, flaumiger Behaarung unddiditeren Blütenständen umfasst vielleicht nur junge Individuen) variiert die Art nur wenig. Die Blütenstiele sindmeist kürzer als die Kelche (f. typica Beck), selten länger (f. peduncul&ta [Opiz] Beck). Bemerkenswertistt var. squarrösa (Retz.) O. Kuntze (= Myosötis squarrosa Retz. non Bieb. nec Kit., = Echinosp£rmumsquarrosum Rchb., = E. Läppula var. squarrosum Lehm.). Stengel sparriger, oft schon unter der Mitte ver«zweigt, mit fast wagrechten Aesten, oft über '/* m (bis 8 dm) hoch. Nüsschen mit längeren Stacheln, oft auchdie Warzen der Mittelfelder als Stacheln ausgebildet. Seltener, z. B. da und dort in der zentralalpinen Föhren,region (z. B. im Mittelwallis), adventiv z. B. im Hafen von Ludwigshafen. Näheres über die Formen dieserArt bei O. Kuntze in Acta Horti Petropolitani 1887 pag. 215/214.

L. echinata ist eine mediterran.orientalisdie, wärmeliebende Ruderalpflanze, die kalkarmen Sand, undKiesboden kalkreichem entschieden vorzieht, wenn sie auch weniger kalkmeidend als die folgende Art ist. Dieursprüngliche Nordwestgrenze ist nicht mehr zu ermitteln, wahrscheinlich verläuft sie durch Ungarn und Italien,diejenige des ardiaeophytischen Vorkommens durch Ost« und Süddeutschland und die zentralalpine Föhrenregion.Bei Worms (Alzey) wurde die Pflanze bereits 1551 von Hieronymus Bock beobachtet, bei Tübingen und Genfvon J. Bauhin. Viele scheinbar spontane Vorkommnisse auf von Dörfern weit abgelegenen Weiden, Schutt«halden, Flussdünen usw. sind wohl lediglich auf die leichte Verschleppbarkeit der Pflanze zurückzuführen.Einen regelmässigen Bestandteil irgend einer mitteleuropäischen Pflanzengesellschaft bildet sie ebensowenig wiez. B. Cynoglossum officinale. In den Trockentälern der Westalpen tritt sie z. B. mit Setaria viridis, Panicumsanguinale, Bromus squarrosus, Cynodon, Chenopodium album, Portulaca oleracea, Lycopsis arvensis, Antir»rhinum Orontium auf, in denen Tirols z. B. oft mit Reseda lutea und Salvia verticillaia. In Osteuropa begleitensie häufig Atriplex» und Chenopodium"Arten und Salsola Kali. Nördlich der Alpen wird sie zumeist nur vorüber«gehend mit Getreide (z. B. aus Ungarn und Russland) und Kleesaaten (besonders aus Osteuropa), auch mitrussischem Anis eingeschleppt. In westrussischer Kleesaat fand sie G. Gentner z.B. neben Silene dichotoma,Lepidium campestre, Conium maculatum, Anthemis Austriaca u. a. Besonders massenhaft tritt die in SüdrusslandTuriza, Koshüschka, Kepjaschki usw., bei den Tataren der Krim Itapäj genannte Pflanze in den dortigen Oed«ländereien auf, oft zusammen mit Xanthium spinosum (Bd. VI/ 1, pag. 502). Die Früchtchen beider Arten hängensich in Menge an Kleider und Felle und richten besonders in der Schafwolle und an den Wollmaschinen grossenSchaden an. Bei Bernburg in Anhalt wurde Verschleppung durch Kaninchen beobachtet. In der Regel über,wintert die Pflanze mit Laubroselten; doch kommen auch sommerannuelle Individuen vor, die meist erstim August oder September blühen und oft nur einen einzigen, langen Wickel bilden.

Als HerbaCynoglössi minöris wurde die Pflanze früher ähnlich wie Cynoglossum officinale gebraucht.

2299. Lappula deflexa (Wahlenberg) Garcke (= Myosötis deflexa Wahlenberg, = Echino»spermum deflexum Lehm., = E. pätulum Schleicher non Lehm., = Hackelia deflexa Opiz,= Rochelia deflexa Römer et Schultes, = Cynoglossum deflexum Roth, Cynoglosso»spermum deflexum O. Kuntze). W ald = Klettenkraut, Herabgebogener Igelsame.

Fig. 3100 a, c, d.

Ein» bis 2=jähriges, angeblich auch mehrjähriges, der Myosotis silvatica sehr ähnliches,geruchloses Kraut. Sprosse meist ziemlich schlaff, frisch=grün, locker mit weichen, abstehen»den Haaren besetzt. Stengel aufsteigend oder aufrecht, + 2 bis 6 dm hoch, meist schonam Wurzelhals verzweigt, mit fast rutenförmigen, locker beblätterten Aesten. LaubblätterlineaManzettlich, nur die unteren deutlich gestielt, ± 2 bis 5 (bis 9) cm lang und X U bis 1