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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Stellaria media, Capsella Bursa pastoris, Sisymbrium Sophia, Poa annua usw. um Ställe, Stadeln, Hausruinen(Hofstätten, in der Westschweiz Chesaux) und ganz besonders in Lägerbalmen (Asperuginetum, Lappula»Asperugo«Assoziation), in tieferen Lagen (z. B. bei Saillon im Unterwallis, von wo die in Fig. 3096 b abge»bildete Pflanze stammt) mit Bromus tectorum und Chaärefolium Cerefolium, in höheren besonders mit Urticadiceca, Sisymbrium Sophia, Arabis alpina, Lappula deflexa, Senecio viscosus, an einem der höchsten WalliserStandorte, am Grand Chavalard bei 2110 m, ausserdem mit so wärmeliebenden Arten wie Allium sphaero«cephalum und Erodium cicutarium. Wenn diese Balmen im Hochsommer austrocknen, stirbt die Pflanzeregelmässig ab. — Als Herba Asperüginis wurde sie, wenn auch selten, ähnlich wie Borago gebraucht.

DCX. Läppula 1 ) Moench (= Echinospermum Swartz). K 1 etten kra u t,Igelsame, Klette-Vergissmeinnicht. Franz.: Bardanette, fausse bardane, faussemyosotis; ital.: Lappolini; russ.: Liputschka, turiza, koshuschka.

Ein* bis 2=, selten mehrjährige Kräuter vom Habitus der Myosotis=Arten. Laubblättermeist schmal»spatelig, wechselständig, ± rauh behaart. Blüten klein, in meist sparrig

abstehenden, am Grund beblätterten Wickeln.Kelchzipfel eiförmig oder lanzettlich. Kronemeist hellblau, mit sehr kurzer Röhre, stumpfen,sich dachziegelig deckenden Zipfeln und kurzenSchlundschuppen. Staubblätter und Griffel sehrkurz. Griffelpolster gewölbt. Nüsschen i tetrae-drisch, auf den flügelartig vorspringendenKanten mit 1 oder 2 Reihen mit Widerhakenversehener Stacheln.

Von den ungefähr 50 Arten bewohnen diemeisten das gemässigte Eurasien, wenige Südafrika,Australien und Nordamerika. Durch ihre Klettfrüchtewerden sie leicht epizoisch, mit Wolle, Ballast usw.verschleppt, so namentlich auch L. p ä t u 1 a (Lehm.)Ascherson (= Echinospermum patulum Lehmann, = Myo«sötis squarrösa Bieb. non Retz, Fig. 3098 a), aus West»asien (vom Altai und der Dsungarei bis zum Kaukasus«gebiet und zur Krim) und Nordafrika, die auch in derUkraine, in Ungarn, Südfrankreich und Spanien ein«gebürgert ist. Adventiv wurde sie öfter auch in Deutsch»land gefunden (wiederholt um Hamburg und Berlin, aufBallast, beiDanzig 1889, im Rangierbahnhof von Königsberg, im Rheintal bei Kreuznach, Frankfurt, Mannheim, Kehl,Strassburg [seit 1902 öfters] usw., ferner am Münchener Südbahnhof) und in der Schweiz (mehrfach in Baselseit 1902, Solothurn 1909, Getreidelagerhäuser von Brunnen 1907, um Zürich seit 1906, Luterbach und Brüggenbei St. Gallen seit 1911). Bei Zürich und St. Gallen trat die Art neben Lepidium densiflorum auf, was eine Ein»schleppung über Nordamerika wahrscheinlich macht. — L. Szovitsiäna (Fischer et Meyer sub Echinospermo)Thellung (nach O. Kuntze nur eine Rasse der vielgestaltigen L. echinöphora [Pall.J O. Kuntze) aus West»asien (von der Dsungarei bis Kleinasien und Persien) ist in einem Hühnerhof in Mannheim gefunden worden.

1. Stengel meist nur im oberen Viertel verzweigt, starr. Blütenstiele sehr kurz, auch zur Fruchtzeitaufrecht, kürzer als die Früchte. Klausen rundlich, an den Kanten mit 2 oder 3 Reihen Stacheln (wenn nur 1,siehe L. patula oben). Kulturbegleiter L. echinata nr. 2298.

1 *. Stengel meist schon vom Grund an verzweigt, meist schlaff. Blütenstiele verlängert, zur Fruchtzeitherabgekrümmt, länger als die Früchte. Klausen 3»eckig, stark abgeflacht, an den flügelartigen Kanten mit je1 Reihe Stacheln (wenn wenig abgeflacht, verlängert und unter sich und mit dem Griffel fest verwachsen,siehe L. Szovitsiana oben). Waldpflanze vom Habitus der Myosotis silvatica . . L. deflexa nr. 2299.

') Diminutiv von Läppa, Klette, wegen der Klettfrucht, als Synonym von tmioipaEs [ippophaes, vgl. Bd.V/2,pag. 731] schon im Codex Constantinopolitanus des Dioskurides. Der jüngere Name EchinospermumSwartz von griedi. s/ivo; [echinos] = Igel und nnioaa [sperma] = Same. Beides sind Neubildungen. Die älterenAutoren zählten Lappula bald zu Cynoglossum (z. B. Hailer und Wallroth), bald zu Myosotis (z. B. Linn6).

Fig. 3098. a Frucht von Lappula patula (Lehm.) Aschers.b und c Fruchtstacheln von Lappula echinata Gilib. imLängsschnitt stärker vergrössert. d Zystolith aus diesen. —e Frucht von Eritrichium nanum (All.) Schräder var. odon-tospermum Kocth. ( b bis d nach Wegner, übrige Orig.)