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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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abgeflacht, warzig»rauh und fein behaart, hell lederbraun, mit sehr kleiner Ansatzflächedem schwach gewölbten Blütenpolster aufsitzend. V bis VIII, vereinzelt IX bis I.

Auf Kleinvieh» und Wildlägern, an Stadeln, Ställen und Ruinen, Schanzen, auf Mist»häufen, in Wintersaaten, auf Schutt usw. weit verbreitet, doch nur im östlichen Mitteleuropaund in einzelnen Zentralalpengebieten häufig, in den meisten anderen Gegenden nur ver»einzelt eingeschleppt und meist unbeständig. Sowohl auf Kalk wie auf kalkarmem Boden,entschieden düngerliebend. Steigt vom Tiefland bis in die subalpine und alpine Stufe (hiernur um Sennhütten, sowie in als Schaf», Ziegen» und Gemsläger dienenden Balmen undHöhlen), in Graubünden und Tirol bis 2000 m, im Münstertal (Alp Terza) bis 20S0 m, imWallis vielfach höher, angeblich bis 2400 m.

In Deutschland wohl kaum ursprünglich, doch im östlichen Teil bis zur mittleren Elbe und zumHarz und im Jura bis Württemberg alteingebürgertund ziemlich beständig, südlich der Donau (bisLandshut, Simbach, München, Augsburg, Dillingen)mit Ausnahme des Bodenseegebiets und Hegaus nurvorübergehend eingeschleppt, ebenso im übrigenRheingebiet (z. B. am Kaiserstuhl, Bronnen, vielfachim Elsass, auf der Ruine Hohbarr bei Zabern seit1793 bekannt, Krefelder Hafen) und im nordwest»liehen Flachland (z. B. mehrfach in Hannover, Hattin»gen, seit 1810 vielfach um Bremen, 1898 auf Norder«ney, gern ein auf Helgoland). In Oesterreich mitAusnahme der Nordalpen (in Oberösterreich nurum Steyr und am Mondsee im Salzkammergut, inSalzburg nur im Lungau, in Vorarlberg bei Feld»kirch, Tosters, am Ardetzenberg und bei Bregenz)und des Küstenlandes (sehr selten) recht verbreitetund besonders in den Sudetenländern (mit Aus»nähme des südlichen Moldautals, wo selten) undim Pannonischen Gebiet häufig, auch in Tirolziemlich verbreitet, wenn auch wohl kaumurwüchsig. In der Schweiz in Graubünden,im nördlichen Tessin, Wallis und Berner Ober»land ziemlich verbreitet und in der montanenund subalpinen Stufe stellenweise häufig, imübrigen Alpengebiet, Mittelland und Jura nurvereinzelt eingeschleppt und meist unbeständig.

Allgemeine Verbreitung: Im gemässigten Eurasien weit verbreitet, vom Mittel»meergebiet (in der eigentlichen Mittelmeerregion jedoch selten) bis Holland (schon im 16. Jahr»hundert), bis Grossbritannien (von Kent bis Sutherland), Fennoskandinavien (bis Bergen, Alten,Nordvaranger, Enare=Lappmarken, Karelien), Ural, Sibirien bis zum Altai, Persien und Arabien.Eingeschleppt im östlichen Nordamerika.

Die weite Verbreitung dieser wohl aus den Gebirgen Westasiens und Osteuropas stammenden,monotypischen Pflanze hängt mit ihrer leichten Verschleppbarkeit durch Wiederkäuer zusammen. Als Ver«breitungseinheiten dienen nicht die Nüsschen, sondern ganze Stücke der sehr zerbrechlichen, wie bei GaliumAparine widerborstigen Stengel mit den festsitzenden, gleichfalls klettenden Fruchtkelchen. Die entschiedeneVorliebe der Art für Höhlenvorhöfe und Balmen (überhängende Felsen), in denen Schafe und Ziegen nächtigen,hängt ausser mit der Verbreitungsweise auch mit der raschen Entwicklung zusammen, die durch die oft grosseFeuchtigkeit, gleichmässige Wärme und starke Düngung dieser Standorte sehr gefördert wird. Meist dauertdie Vegetationszeit nur wenige Monate. In milden Wintern wird im Tiefland oft eine zweite Generationgebildet. So fand Ascherson im Januar 1878 bei Berlin in Menge blühende und fruchtende Pflanzen.Wahrend die Pflanze in Nordeuropa teils als Unkraut in Wintersaaten, teils ruderal (an Bahndämmen,Festungswällen usw.) wächst und in den unteren Donauländern auch in Wäldern vorkommt, ist sie sowohlim Jura, wie im ganzen Alpengebiet eine reine Lägerpflanze. Sie wächst mit Urtica dioeca und U. urens,