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Jahrringbreite nur 0,034 mm. Die somit sehr langsam wachsenden Sprosse werden ähnlich wie bei andernPolsterpflanzen (Androsace« und Saxifraga-Arten) durch eine Tunica aus vertrockneten Laubblättern geschützt.Die Blüten sind proterogyn und sowohl an Selbst» wie an Fremdbestäubung angepasst. Correvon gelang es,die Art bei Genf auf Sphagnumtorf zu kultivieren.
DCIX. Asperügo') L. Scharfkraut.
Die Gattung weist nur eine Art auf.
2297. Asperugo procümbens L. Scharfkraut, Schärfling, Sdilangenäuglein. Franz.:Räpette, portefeuille; engl.: Madwort, madderwort, catchweed, great goose=grass; dän.: River;schwed.: Riva; norweg.: Gaasefot. Taf. 219, Fig. 2; Fig. 3096 und 3097.Einjähriges Kraut mit sehr schwacher Wurzel und schlaffen, frischgrünen, locker rauhbehaarten Sprossen. Stengel niederliegend, i 2 bis 4 (bis 7) dm lang, meist sehr ästig, mitlanggestreckten Internodien, brüchig, an den 4 bis 12 Kanten mit starren, rückwärts gebogenenZahnhaaren besetzt. Laubblätter meist zweireihig wechselständig, oft aber auch ^ gegen»ständig und einseitswendig, elliptisch=spatelig, in einen i deutlichen Stiel verschmälert, ±
3 bis 6 (an Schattenformen bis 10) cmlang und 1 bis 2 ('/2 bis 2 1 /*) cmbreit, abgerundet oder kurz zugespitzt,ganzrandig oder schwach buchtig*ge=zähnelt, sehr dünn, dunkelgrün, netz=nervig, auf beiden Seiten locker ab=stehend rauhhaarig. Blüten einzeln(selten zu 2) in den Blattachseln, zurBlütezeit fast sitzend und kurze, sichaber bald stark verlängernde Wickelbildend; Blütenstiel postfloral sich starkvergrössernd (bis 1 /-2 cm lang) undherabkrümmend. Kelch zur Blütezeitkaum 3 mm lang, mit 5 nur wenigungleichen Zähnen, rauh behaart, post=floral sich sehr stark vergrössernd (Fig.3096 c), stark dorsiventral abgeflacht, auszwei derbhäutigen, netznervigen, 1 bis1 */2 cm langen Klappen mit lanzettlichenHauptzähnen und 2 nur wenig kürzerenKommissuralzähnen in jeder Bucht ge=bildet. Krone ± 2 1 r> mm lang, anfangsviolett, dann lebhaft blau, selten weiss,mit sehr kurzer Röhre, stumpfen, ab=stehenden Zipfeln und abgerundeten,weisslichen Schlundschuppen. Staub»blätter und Griffel sehr klein. Nüsschen (Fig. 3096 d) länglich=eiförmig, 3 bis SVa mm lang, stark
Fig. 3096. Asperugo procümbens L. a Normale Pflanze, b Schatten-form aus Höhlenvorhof. c Fruchtkelch, d Nüsschen.
ij y on lat. asper = rauh, analoge Bildung wie Borago, Plantago, Plumbago, Lappago usw. Der Namewurde früher für Galium Aparine gebraucht, mit dem z. B. Tabernaemontanus Asperugo (als Aparinemaior Plinii) verglich. Aeltere Namen für Asperugo sind Buglossae sylvestris species(Thal 1577), Buglossumsylvaticum caule procumbente (C. Bauhin), Borrago minor sylvestris carpochenopos [= gänsefussfrüchtig](Columna). Die Annahme J. Bauhins, dass Asperugo („Echium lappulatum quibusdam") die nachPliniusin römischen Gartenbeeten (topiaria) gezogene Buglossos sei, ist unbegründet.