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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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wüchse der Krone zu deutenden Schlundschuppen von Myosotis, Borago, Symphytum, usw. sdiliessen zueinem Honig bergenden Hohlkegel zusammen, die dazwischen stehenden Antheren zu einem Pollenstreukegel.Die Pollenkörner der meisten Boraginaceen sind sehr klein und meist hanteiförmig. Die Embryobildung hatR. Soueges (Embryog6nie des Boragac6es. C. R. Acad. Paris Bd. XXIII, 1921, pag. 726 und 848) an Myosotiscollina untersucht; die Mutterzelle des Sprossvegetationspunkts ist bereits im 8»Zellenstadium alsEpiphyse"erkennbar. Die Blüten von Borago, Symphytum, Onosma u. a. zeigen präflorale bis florale Nutation, die«jenigen einiger epizoochorer Lappula» und Myosotis.Arten und der myrmekochoren Anchusa» und Nonnea«Arten eine postflorale, der keine Aufrichtung mehr folgt. Diese Bewegungen stehen in engstem Zusammen«hang mit den Verbreitungseinrichtungen! Keine Nutationen zeigen in der Regel die Autochoren, die wie diemeisten Arten von Lithospermum, Alkanna, Echium u. a. ihre meist sehr harten, langsam keimenden Klausenalsbradyspore Winterständer* (Sernander) nur sehr langsam ausstreuen, die eigentlichen Anemochoren,zu denen von unsern Arten wohl nur Eritrichium nanum zählt, und die Hydrodioren (Myosotis scorpioides,Mertensia maritima u. a.), deren Nüsschen vom Wasser verschwemmt werden. Die meisten dieser Arten(vielleicht mit Ausnahme von Lithospermum officinale) sind nach Kinzel ausgesprochene Lichtkeimer. DieZoochoren umfassen 3 Gruppen: die gleich den vorigen meist bradysporen Cynoglossum«, Lappula» undOmphalodes.Arten, deren mit Häkelorganen versehene Nüsschen einzeln vorwiegend von Wiederkäuern undNagern verbreitet werden, dann die ebenfalls epizoochore Asperugo und einige Myosotis»Arten, bei denendie postfloral stark vergrösserten Kelche und ganze Fruchtsprosse als Verbreitungseinheiten dienen, undschliesslich die durchwegs tachysporen Myrmekochoren, deren mit Pseudostrophiolen versehene Nüsschen vonAmeisen verbreitet werden: Myosotis sparsiflora, Anchusa, Nonnea, Pulmonaria, Symphytum, Borago, vielleichtauch Omphalodes.Arten, Diese zeigen gleich vielen Epizoochoren eine starke postflorale Vergrösserung desKelches, unterscheiden sich aber von jenen und besonders von den autochoren Winterständern durch ein raschesErschlaffen der Frucht« und Blütenstandstiele (Sernander). Näheres über den Bau der oft sehr hartenFruchtwand bei OIbers, Alida. Om fruktväggens byggnad hos Borragineerna. Bihang t. Svenska Vet.Akad. Handl. Bd. XIII H. 3, 1887/8.

Von Arten im Gebiet nicht vertretener Gattungen kommen für uns die folgenden als Zier» undAdventivpflanzen in Betrachts Caccinia strigösa Boiss. Ausdauerndes, etwas fleischiges Kraut. Kelchtief geteilt, zur Fruchtzeit stark vergrössert. Krone blau, mit den Kelch um das doppelte überragenden Röhreund 5 lanzettlichen Lappen. Staubblätter weit vorragend, länger als die andern. Nüsschen gewölbt, nur anden Rändern von feinen Stacheln rauh. Heimat: Persien. Eingeschleppt in Ludwigshafen. AllocäryaC a 1 i f ö r n i c a (Fischer et Meyer) Greene. Einjähriges, rauh behaartes Kraut mit gegenständigen Laubblättern.Blüten und Nüsschen ähnlich wie bei Eritrichium, doch die Ansatzfläche der letzteren oberhalb statt unterhalbder Mitte derselben. Heimat s Kalifornien, Oregon. Mit amerikanischer Wolle bei der KammgarnfabrikDerendingen bei Solothurn 1916 eingeschleppt. Amsinckia 1 ) Lehm. (= Benthämia Lindley 1830 non 1833).Einjährige, meist dicht behaarte, oft niederliegende Kräuter mit armblütigen Wickeln. Krone gelb. Blüten undNüsschen sonst ähnlich wie bei Eritrichium. Keimblätter im Gegensatz zu denen der letztgenannten Gattung 2«teilig. Dieetwa 15 durchwegs pazifisch-amerikanischen Arten unterscheiden sich hauptsächlich durch die Form und Skulpturder Nüsschen, weshalb die meist nicht fruchtenden Adventivpflanzen selten mit Sicherheit bestimmt werdenkönnen. Solche sind seit etwa 1880 an den Häfen, Bahnhöfen und Mühlen des Rheingebiets wiederholtgefunden worden (am Niederrhein, in Ludwigshafen, Wachenheim, Mannheim, Strassburg, Kehl, Mutzig, Sulz«bach, Basel, Schaffhausen (hier A. Menziesii und A. parviflöra Keller) usw., im Aaregebiet bei Solothurn,Wohlen und Zürich), auch im Rhonegebiet (bei Genf schon 1874 als Lithospermum pulum D6s6gl. nonVahl), ebenso auch in Mittel» und Norddeutschland (Crossener Mühle a. d. Mulde, vielfach bei Hamburg,Lübeck, Oranienburg, um Berlin, in der Niederlausitz, in Königsberg usw.), sowie in Frankreich, Belgien, Holland,Grossbritannien und Skandinavien. In Betracht kommen folgende Arten; A. Menziesii (Lehm.) Nelson etMacbridge (= A. intermedia A. Gray p. p. non Fischer et Meyer) aus dem pazifischen Nordamerika. Nüsscheneiförmig, 3»kantig, reif hellbraun, über 2 mm lang, schwach stachelig, aber i deutlich runzelig. Krone nurselten über 6 mm lang. Auf diese beziehen sich wohl die meisten Angaben aus Mitteleuropa. A. int er«m^dia Fischer et Meyer (= A. lycopsoides auct. non Lehm., = Benthämia intermedia Druce) aus Kalifornien.Fig. 3092 a. Nüsschen eiförmig»3»kantig, reif 1 bis 1 '/4 in in lang, dunkelbraun bis schwarz, bekörnelt und scharfstachelig, aber nur undeutlich runzelig. Krone grösser als bei der vorigen. A. lycopsoides Lehm, ausdem Staate Washington. Nüsschen 3-eckig, mit flachem Rücken, schwach runzelig und bekörnelt. DieAngaben aus dem Rheingebiet und Norddeutschland beziehen sich wohl zumeist auf die vorigen Artenauch wohl die der A. angustifölia Lehm, aus Chile. Näheres in der Monographie von J. Fr. Mac.

') Benannt nach Wilhelm Amsinck, Bürgermeister von Hamburg und Gönner des dortigenbotanischen Gartens.