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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Borragoide) vorgeschlagen. Eine grosse Zahl von Forschern seit De Candolle trat für die Wickelnatur desBoragoids ein, so die Brüder L. u. A. Bravais (Disposition des inflorescences. Ann. des sc. nat., secondes^rie, tome VII), W y d 1 e r (Zur Morphologie hauptsächlich der dichotomen Blütenstände. Pringsheims Jahrb.f. wissensch aftl. Bot., 1878 pag. 366, und Kleinere Beiträge zur Kenntnis einheimischer Gewächse. Flora 1860,pag. 673), Döll (Flora des Grossherzogthums Baden, 1859), Wretschko (Beitrag zur Entwicklung derInfloreszenz in der Familie der Asperifolien. Jahresber. über das K. K. akad. Gymnasium in Wien f. d. Schul-jahr 1865/66, pag. 19), EichI er (Blütendiagramme, 1875 pag. 196), Warming (Forgreningsforhold hos Fanero-gamerne. K. Danske Videnskab. Selskab. Skrifter, 1872), Pedersen (Theilung der Vegetationsspitze bei derVerzweigung der Phanerogamen. Ref. von E. Warming in Just's botan. Jahresbericht, 1873 pag. 234/35),Kauffmann (Ueber die Bildung des Wichels bei den Asperifolien. Nouveaux memoires de la societe

imperiale des naturalistes de Moscou, Tome XIII,livraison III, 1871), Urban (Zur Biologie der einseits."fflF ' wendigen Blütenstände. Ber. d. d. bot. Ges. 1885 pag. 424),

L Ji ,,«»* L. Celakovsky (Ueber die Infloreszenzen der Borra-

uM Üt " v, 8 ineen ' Sitzungsber. d. math.-naturw. Klasse des K.

j|r Ig, böhm. Ges. d. Wissenschaften 1874. Ref. in Just's bot.

Sj f \ Jahresber. 1874 pag. 542/43, und ders., Ueber die

V t «1 Blüten Wichel der Borragineen. Flora 1880 pag. 367),

b wHÖ K. Schumann (Untersuchungen über das Borragoid.

y/ t\ Ber. d. Deutschen bot. Ges. Bd. VII, 1889 pag. 53, und ders.,

(j* Neue Untersuchungen über den Blütenanschluss.

V / ('- VLeipzig 1890) und Muth (Untersuchungen über die

IV / Entwicklung der Infloreszenz -usw. von Symphytum

|j ß officinale. Flora, Bd. XCI. [Erg..Bd. zu Jahrg. 1902]

pag. 58), wogegen Turpin, Schleiden (Grundzügeder wissenschaftl. Botanik, 3. Aufl., II. Teil, 1856,pag. 237), G. Kraus (Lieber den Aufbau wickeligerVerzweigungen, besonders der Infloreszenzen. Bot.Ztg. 1871 pag. 120) und G o e b e 1 diesen Infloreszenzenganz oder teilweise die monopodiale Entwicklungsweisezuschreiben. Namentlich in Goebel entstand erst-genannter Auffassung ein Gegner damit, dass er diev | m _ ij Frage aufwarf, ob sich die Wickelnatur des Boragoids

VvvV 6» in der Ontogenese noch erkennen lasse. Goebel

verneint dies zunächst (Ueber die Verzweigung dorsiven«y traler Sprosse. Arbeit d. bot. Inst, in Würzburg, hersg.

von Sachs. II. Bd. 1880), gibt aber später (Flora 1889,-'0 I gP pag. 82i Organographie 1. Aufl. 1898, pag. IIS; Zur

Entwicklungsgeschichte des Borragoids. Flora, 91. Bd.Fig. 3092. a Amsinckia intermedia Fischer et Meyer. [1902], pag. 255) zu, dass sein Standpunkt von 1880 ein-b Mertensia maritima (L.) G. Don. seitig entwicklungsgeschichtlich war und dass auf Grund

vergleichend-morphologischer Betrachtung kein Zweifelbestehen könne, dass das Boragoid vom Wichel abzuleiten sei. Erneute Untersuchungen der Entwicklungsgeschichtedurch Goebel (Zur Entwicklungsgeschichte des Borragoids. Flora 91. Bd., 1902, pag. 255) und Wilhelm Müller(Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Infloreszenzen der Borragineen und Solaneen. Flora 94. Bd. [1905],pag. 385) wegen der gegen die entwidclungsgeschichtlichen Feststellungen Goebels von 1880 laut gewordenenWidersprüche (Muth, Unters, über die Entw. d. Infloreszenz usw. von Symphytum officinale. Flora, 91. Bd.[Erg.Bd. zu Jahrg. 1902], pag. 58) bestätigen den Befund von damals. Seither hat sich eine Synthese beiderDeutungsversuche der morphologischen Natur des Boragoids vollzogen, wie sie auch in G o e b e 1' s Organographie2. Aufl. 1913, Bd. I pag. 101/102 niedergelegt ist. Danach ist das Boragoid aus vergleichend-morphologischenGründen phylogenetisch aus dem Wickel abzuleiten; diese Entstehungsweise aber lassen nur mehr wenige (z. B. Om-phalodes linifolia) als dorsiventrale Monopodien sich entwickelnde boragoide Infloreszenzen im individuellen Ent-wicklungsgang erkennen. Damit ist die Frage nach dem Zustandekommen des Boragoids aufgeklärt. [Dr. Wilh.Troll].

Die Blüten sind meist homogam, mehr oder weniger proterogyn bei Arten von Cynoglossum,Eritrichium, Lithospermum u. a., proterandisch z. B. bei Borago und Echium, in welcher Gattung auch Gyno,diözie häufiger ist (seltener auch Gynomonözie). « Heterostylie ist bei Pulmonaria entwickelt, bei Symphytumund Anchusa angedeutet. Die nach Glück nicht als Ligularbildungen der Staubblätter, sondern als Aus.