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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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bridge (Contributions Gray Herb. N. S. nr. XL1X, 1917). Trachystemon 1 ) Orientälis (L.) Don.(= Borago Orientalis L., = B. cordifölia Moench, = Psilostemon Orientälis DC.). Staude mit fleischigemWurzelstock und sehr grossen Grundblattern. Blüten ähnlich wie bei Borago. Krone mit längerer Röhreund mit linealen, zurückgerollten Zipfeln. Staubblätter weit vorragend, ohne Anhängsel, behaart (bei der2. Art, T. Cr 6 ticum [Willd.] Don, kahl). Heimat: Griechenland, Türkei, Kleinasien. Als frühblühende Zier-staude für feuchte, schattige Orte zu empfehlen. Verwildert am Hohenheimer Friedhof bei Stuttgart.Mertensia') Roth. Habituell teils an Myosotis, teils an Pulmonaria erinnernde, oft fast kahle Stauden mitnicht oder undeutlich gestielten Laubblättern. Wickel unbeblättert. Krone lang.röhrig. Nüsschen aufrecht, glattoder runzelig. Gegen 40 Arten in der nördlichen gemässigten Zone, besonders viele im pazifischen Nord»amerika. M. maritima (L.) G.Don (= Pulmonäria maritima L., = Stenhammdria maritima -Rchb., = Hippo»glössum maritimum Marlin.). Pferdezunge; dän.: Hestetunge; norweg.: Östersurt (Austernkraut); schwed.:Fjärva; isländ. : Blalilja (Fig. 3092 b). Niederliegendes, kräftiges, fleischiges, fast kahles, nur warzig.rauhes Strand»kraut mit schwarzen, aufgeblasenen, daher sdiwimmfähigen Nüsschen. Verbreitung zirkumpolar bis in dieArktis, in Europa an den Küsten von Island, Irland, England, Schottland, Shetlandsinseln, Norwegen, Nordwest.Jütland (an den deutschen Küsten noch nicht gefunden), Südwestschweden und Russisch.Lappland. Die fleischigen,süsslich»schleimig, ähnlich wie Austern, schmeckenden Laubblätter werden in Nordeuropa als Salat zubereitetund auch mit Fenchel und Honigwasser als Hustenmittel gebraucht. Als frühblühende Zierstauden werdengezogen: M. Sibirica (L.) Don (= M. Palldsii Don, = Pulmonaria Sibirica L., = P. bractedta Willd., = Litho»spermum Sibiricum Lehm., = L. Pallasü Ledeb.). Laubblätter dünn (bei der vorigen fleischig). Krone wie beider vorigen, mit 5 Längsfalten, blau. Nüsschen runzelig (bei der vorigen glatt). Waldpflanze der sibirischenTaiga bis zum Altai. Adventiv im Engadin (Schuttablagerungsplatz bei St. Moritz, 1908). Die ähnlich ver»breitete M. denticulata (Römer et Schuttes) Don unterscheidet sich hauptsächlich durch etwas fleischigere,deutlich gezähnelte (statt ganzrandige) Laubblätter; M. paniculata (Alton) Don (= Pulmonäria paniculataAiton, = P. degans hört., = Lithospermum paniculatum Lehm., = Cass6lia paniculata Dum.) von der Hudsonbaidurch behaarten statt kahlen Kelch. M. Virginica (L.) DC. (= M. pulmonarioides Roth, = PulmondriaVirginica L., = Stenhammdria Virginica Rchb., = Casselia Virginica Dum., Lithospermum pulchrum Lehm.).Von den vorigen besonders durch die glatte, purpurviolette Kronröhre verschieden. Heimat: Virginia. InNordamerika offizinell. Macromeria®) Don. Kalthauspflanzen aus Mittel, und Südamerika mit bis über6 cm langen, nickenden, meist gelben Blüten. Kultiviert werden z.B. M. e x s 6 r t a Don mit weit vorragendenund M. longiflöra Don mit kaum vorragenden Staubblättern, beide aus Mexiko. Mit Onosma und Cerintheverwandt, aber durch stumpfe, nicht zugespitzte Antheren verschieden, sind die beiden folgenden, als Freiland«pflanzen gezogenen Arteni Macrotömia 1 ) echioides (L.) Boiss. (= Lycöpsis echioides L., = Anchüsaechioides Bieb., = Arnebia echioides DC.). Prophetenblume. Grau behaarte Staude. Blütenstand ährig. Kronemit langer Röhre, ohne Schuppen, Falten oder Nektarring, hellgelb, der trichterförmige Saum mit 5 purpur»roten, nach dem Aufblühen verblassenden und ganz verschwindenden Flecken. Heimat: Kaukasusgebiet, Armenien,Persien. Als schöne Freilandstaude kultiviert. Adventiv im Hafen von Mannheim, 1909. Arnebia 6 )deciimbens (Vent.) Cosson et Kral. (= A. cornüta Fischer et Meyer, = Lithospermum decumbens Vent.,= L. cornütum Ledeb., = Onösma Orientale Pall., = O. divaricätum et asperifölium Lehm., = O. decumbensauct.). Einjährige, gelblich behaarte Wüstenpflanze. Kelch 5»kantig, postfloral sich stark vergrössernd, bis 22 mmlang. Krone kürzer bis wenig länger, lebhaft gelb, mit honigabsonderndem Ring und aus 5 dunkelbraunenFlecken bestehendem Saftmal. Heimat: Steppen« und Wüstengebiete von Marokko durch Nordafrika undVorderasien bis Südostrussland, Südsibirien bis zum Altai. Als Rabattenpflanze für leichte, trockene, mine.raiische Böden geeignet. R o ch e 1 i a d i s p e r m a (L.) Wettstein (= R. stelluldta Rchb.). Einjährige Wüsten»pflanze mit sehr kleinen, blauen Blüten aus dem südlichen Mittelmeergebiet von Spanien und Marokko biszu den Balkanländern und Westasien (bis Westtibet). Adventiv im Hafen von Mannheim, 1909. Die sonst aufSüdasien und Australien beschränkte Gattung Rochelia bildet mit Harpagonella Palmeri A. Gray aus demsüdlichen Kalifornien die durch das regelmässige Vorkommen von nur 2 Nüsschen ausgezeichnete SubtribusHarpagondlleae.Von weiteren Gattungen werden Cochrdnea bei Heliotropium (pag. 2131), Lindelöfiaund Paracdryum bei Cynoglossum (pag. 2147), Lobostemon bei Echium (pag. 2193) und Alkdnna beiNonnea (pag. 2205) behandelt.

) Von gr. toe./vz [trachys] = rauh und aT.^iuav [stemon] = Weberkette, Staubblatt.

*) Benannt nach dem Botaniker Prof. C. P. Mertens in Bremen, gest. 1831.

") Gr. fiaxQog [makrös] = lang und uinog [meros] = Teil; wegen der alle anderen Gattungen der

Familie an Länge übertreffenden Kronen und Staubblätter.

*) Gr. I uaxQÖg [makrös] = lang und rouog [tömos] = Abschnitt.

6 ) Nach dem arabischen Namen der Pflanze.