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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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lang, vom Grunde an ausgebreitet«spreizend, flaumig. Laubblätter eirund bis länglich, ganzrandig, selten3«lappig, lang gestielt. Blütenwickel zur Fruditzeit stark verlängert. Krone glockig, blau bis violett, 8 bis 16 mmlang, bewimpert, an der Innenseite mit 10 zarten Schüppchen. Samen 5 bis 20 in jedem Fach. Sämtliche Artender Gattung Phacelia sind anspruchslose, willig blühende Pflanzen, die keiner besonderen Pflege bedürfen.

Als weitere Zierpflanzen mögen genannt sein: Hydrophyllum Virginiänum L., aus demAtlantischen Nordamerika. Ausdauernd, mit 2» bis 3-paarig-fiederschnittigen Laubblättern, langgestielten, weissenBlüten und einfächeriger Kapsel. In Schlesien bereits zur Zeit Ludwig XIV. kultiviert. In Belgien (zwischenDolheim und Pepinster) verwildert. H. Canaddnse L., aus dem Atlantischen Nordamerika. Laubblätterahornähnlich, handnervig, 5» bis 9>lappig. In Schlesien (bei Gröditzberg) verwildert. Die Blätter werden inNewyork unter dem NamenJohns cabbage" gegessen Nemöphila Menzi6sii Hook, et Arn., ausdem Pazifischen Nordamerika (Fig. 3086 B). Einjähriges, vielseitiges, niederliegendes, später aufsteigendesbehaartes Kraut mit gegenständigen, fiederteiligen Laubblättern und mit achselständigen, gestielten, 10 bis 55 mmbreiten, kornblumenblauen Blüten. Wird in verschiedenen Formen mit reinweissen, lilafarbigen, gefleckten odergestreiften Blüten (hieher als Unterart auch N. insignis Dougl.) zu Einfassungen in Gärten verwendet. Seltenauch aus Gärten verwildert beobachtet, so wiederholt um Erfurt, bei Mannheim und in der var. atomäria(Fisch, et Meyer) Voss in der Hardau.Zürich (1916). N. maculäta Bentham, aus Kalifornien. Pflanze1-jährig, mit gegenständigen, leierförmig.fiederspaltigen Laubblättern und grossen, weissen, an der Spitzeschwarzpurpurroten Flecken. Bei Ludwigshafen am Rhein (1910) verwildert. In Bayern (Oberpfalz) nachScherzer Friedhofpflanze. N. aurita Lindl., aus dem Pazifischen Nordamerika. Einjährig. Stengel zart,gekniet, 15 bis 90 cm hoch, behaart. Laubblätter fiederteilig, am Grunde geöhrt, mit 7 bis 11, ganzrandigenoder gelappten Abschnitten, rauhhaarig. Blüten violett, gestielt, zu 2 bis 5 zu Wickeln vereinigt. Kapsel4.samig. Wurde 1831 in Europa eingeführt. Wigändia Caracasäna Humb., Bonpl. et Kunth, ausdem Tropischen Amerika.Ortiga". Pflanze halbstrauchig, robust, bis 3 m hoch, rauhhaarig. Laubblättersehr gross (bis 47 cm lang und 37 cm breit). Wickel zu einem endständigen, steifen, verlängerten Straussvereinigt. Krone violett mit weisser Röhre. Diese mehr dem Warmhause angehörige Art kann im Sommerals effektvolle Blattpflanze ins Freie gepflanzt werden, wo sie aber selten zur Blüte gelangt. Sie wurde inden dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Europa eingeführt. Hydrölea spinösa L., aus demtropischen und subtropischen Amerika. Aufrechter, 60 bis 130 cm hoher, verzweigter, meist dorniger, borstigrauher Halbstrauch mit wechselständigen, einfachen, eirund»lanzettlichen Laubblättern und mit blauen, zu lockerenSträussen vereinigten Blüten. Eignet sich als Wasserpflanze für entsprechende Anlagen in Warmhäusern.

Adventiv wurden ausserdem beobachtet! Phacelia binnatifida Michx. aus dem AtlantischenNordamerika bei Ludwigshafen am Rhein (1909), P. ciliäta Benth. aus Kalifornien bei Solothurn in derSchweiz und P. minor (Harv.) Thellung comb. nov. (= Whitlävia grandillöra et W. minor Harvey nec P.grandiflora A. Gray, = P. Whitlavia A. Gray 1875) im Hafen von Ludwigshafen am Rhein (1910).

113. Fam. Boraginäceae. 1 ) Rauhblattgewächse.

Kräuter, Sträucher und Bäume mit meist starren, oft auf mehrzelligen Knötchensitzenden Haaren. Laubblätter ungeteilt, meist ganzrandig, lineaManzettlich, spatelig odereiförmig, wechselständig, selten gegenständig, ohne Nebenblätter; die unteren bei den zwei»und mehrjährigen Arten häufig Rosetten bildend und grösser als die stengelständigen (Halb»rosettenstauden). Blütenstände ursprünglich zymös, meist Jedoch durch stark einseitigeEntwicklung doppelt oder einfach, trauben» oder ährenförmig, vor dem Aufblühen meistschneckenförmig eingerollte, später gestreckte und oft stark verlängerte Wickel (Boragoide)ausgebildet, durch Anwachsen der Achsen an die Hauptachse oft von den tragenden Laub=blättern abgerückt. Blüten regelmässig 5= (ausnahmsweise 4«)zählig, selten schwach dorsi=ventral (Echium, Lycopsis u. a.), zwitterig oder gynodiözisch. Kelch meist glockig bis röhrig,± tief in 5 eiförmig=lanzettliche bis lineale Zipfel geteilt, gewöhnlich krautig, mit offener, seltenklappiger Präfloration und ebenso wie der Blütenstiel oft mit starker postfloraler Vergrösserung(vgl. besonders Asperugo, Symphytum, Nonnea, Myosotis u. a.). Krone meist trichter= oder

*) Von Adanson nach der Gattung Borago gebildet. Bezeichnender ist die z. B. von dem Mono«graphen J. G. Lehmann (1818) gebrauchte Benennung Asperiföliae oder Asp e r i f o Ii ä c e a e. DieFamilie ist von H. Gams (1926) bearbeitet, die Gattung Onosma von J. Braun.Blanquet, Lithospermum,Cerinthe und Echium von E. Schmid und H. Gams.