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gebüsst haben, imstande zu ganz beträchtlichen Prozentsätzen im diffusen Licht zu keimen. Die hemmendeWirkung des Lichtes nimmt mit der Belichtungsstärke zu. Peters und Magnus kommen zu dem Ergebnis,dass hier ein Hemmungsstoff mit im Spiele ist, der im Lichte erst seine volle Bedeutung erlangt, im Dunkelnjedoch wirkungslos bleibt. Wahrscheinlich handelt es sich um einen lichtempfindlichen Stoff und wohl um eine sog.photokatalytische Reaktion, die im Dunkeln nicht oder doch nur gering, im Lichte dagegen sehr stark verläuft.Es scheint, dass alle Hydrophyllaceen zu den Dunkelkeimern gehören. Eine Ausnahme macht einzig Hydroleaspinosa, die ein ausgesprochener Lichtkeimer ist.
In der Heimat kommt die Art nach A.Brand in den folgenden Formen vor: var. genuina Brand.Stengel einzeln, ausgebreitet. Blattabschnitte tief und unregelmässig eingeschnitten. Staubblätter doppelt solang als die Krone. — subvar. tenuis^cta Brand. Aehnlich, aber Blattabsdmitte zart und regelmässig ein«geschnitten. Staubblätter l'/»=mal oder kaum so lang(f. staminea Brand) als die Krone. — var. pseüdo.distansBrand. Stengel niedrig, zahlreich. Staubblätter l'/s.mal oder kaum so lang als die Krone (f. cinerea Brand).
Als Zierpflanzen kommen ausserdem in Betracht ■.
Phäcelia Pürshii Buckley (= Ph. fimbriäta Pursh, =
Cosmänthus fimbriatus Nolte) aus dem Atlantisdien Nord*amerika. Einjährig, 15 bis 65 cm hoch, steif, aufrecht, zer»streut kurzhaarig. Grundständige Laubblätter kurz gestielt,gefiedert, mit ungeteilten, abgerundeten Abschnitten; Stengel,blätter fiederteilig. Blütenwickel locker, zuletzt verlängert.
Krone hellblau bis weiss, radförmig, mit drüsig-gefranstenLappen, im Innern ohne Anhängsel. Griffel bis zur Hälftegeteilt. Kapsel kugelig, kürzer als der bewimperte Kelch,in jedem Fach 2 Samen. — Ph. vi sei da (Benth.) Torr.
(= Eutöca viscida Benth., = Cosmänthus viscidus DC.),aus Südkalifornien. Einjährig, 7 bis 85 cm hoch, aufrecht,oberwärts drüsig.klebrig. Laubblätter eirund oder undeut«lieh herzförmig, doppelt gesägt. Krone glockig.radförmig,dunkelblau, in der Mitte purpurrot oder weiss, im Innernohne Anhängsel. Kapsel plötzlich zugespitzt, vielsamig.
Adventiv im Hafen von Mannheim 1901. — Ph. Whit«lävia A.Gray (= Whitlavia grandiflöra Harvey, = W.gloxinoides hört.), aus Süd« und Niederkalifornien. Einjährig,aufrecht, einfach oder verzweigt, 15 bis 32 cm hoch, drüsig«klebrig. Untere Laubblätter lang«, obere kurz=gestielt, eirund,grob gesägt, am Grunde abgeschnitten oder herzförmig.
Wickel stark verlängert, lodeer. Krone violettblau oderweiss, mit zylindrischer, bauchiger Röhre, viel länger alsdie linealen, 9 bis 10 mm langen Kelchzipfel. Staubfädenam Grunde mit behaarten Schuppen. Kapsel mit demoberwärts geteilten Griffel behaart, vielsamig. Hie undda als Gartenflüchtling beobachtet, so in Eppendorf beiHamburg, Bahnhof Köpenik, Potsdam bei Berlin und beiBreslau (Ohlauer Vorstadt, 1904). — Ph. Parryi Torr., aus Kalifornien. Aehnlich der vorigen Art, dochdie Kronröhre weniger bauchig und kaum doppelt so lang als die schmalen Kelchzipfel. — Ph. cong^staHook. (= P. conf£rta G. Don, = P. tanacetifölia DC. nec Bentham), aus den Atlantischen Nordamerika undMexiko (hier bis 2200 m anfsteigend). Einjährig, aufrecht, 35 bis 70 cm hoch, wenig verzweigt, weichhaarig.Laubblätter unregelmässig fiederteilig, Abschnitte erster Ordnung oblong oder eiförmig, eingeschnitten oderunregelmässig gelappt; die untersten gestielt, die obersten ± zusammenfassend. Blütenstände dicht traubig«trugdoldig; Blütenstiele kurz. Kelchzipfel lanzettlich, i weichhaarig, 3 bis 4 mm lang. Krone glockig.radförmig,5 mm lang, blau, mit 5 ganzrandigen Lappen. Staubblätter wenig aus der Krone herausragend; Staubfädenam Grunde mit paarweise stehenden Schuppen. Kapsel kugelig, wenig kürzer als der Kelch. Hie und daauch aus Gärten verwildert, so in Brandenburg bei Priorsberg nächst Neuzelle (1907). — Ph. lineäris (Pursh)Holzinger (= Ph. Menzidsii Torr.), aus dem Pazifischen Nordamerika. Pflanze 1» oder selten 2=jährig, aufrecht,20 bis 30 cm hoch, steifhaarig. Laubblätter sitzend, lineal oder lanzettlich, ganzrandig oder seltener fieder»spaltig bis gelappt. Blütenwickel strausslörmig.rispig. Blüten sitzend. Krone glänzend violett, an der Innen,seite mit 10 Schuppen. Fruchtknoten behaart, wenig länger als der Kelch. Samen in jedem Fach 6 bis 11.— Ph. div aricä ta (Benth.) A. Gray (= Eutöca Mexicäna hört.), aus Mittelkalifornien. Einjährig, 7 bis 30 cm
Fig. 3086 B. Nemophila Menziesii Hook, et Arn. a Ha-bitus. b Blüte, c Frucht mit Kelch.