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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Pfaueninsel bei Potsdam) beobachtet, an der Spree bei Westend, bei Sorau (1S75), in der Prignitz in Kyritz (auf demKirchhof), Hohenbudcost bei Luckau, in Westpreussen an der Weichsel zwischen Thorn und Wiesenburg bei Grünhofund im Nogat«Delta, in Sachsen bei Königstein, Herrnhut, Mügeln bei Pirna (1911, bei einem Lagerhaus: Beger), imVogtland am Elsterberger Tunnel, bei Pausa (am Gottesacker), Zeulenroda, in Schlesien bei Zerbau unweit Glogau,Schweidnitz (Neumühlenwerk) und Gnadenfrei (Haunold) eingebürgert, Bahnhof Steingrund bei Charlottenbrunn(1918), Berthelsdorf. In Oesterreich bisher nur vereinzelt in Böhmen (Prag, Marienbad, Beraun, an der Egeroberhalb Kaaden) beobachtet. In der Schweiz vorübergehend auf Gartenland bei Liestal (1909) beobachtet.

Allgemeine Verbreitung: Pazifisches Nordamerika und Südliches Britisch*Columbia; ausserdem in Mitteleuropa (siehe pag. 2117/18) verschleppt und eingebürgert.

Diese in KalifornienStraw flo»wer", von den Indianern der MendocinoCountyJoü lish" benannte l.jährigePflanze dürfte ursprünglich als Garten«Zierpflanze zu uns gekommen sein, hataber stellenweise, so vor allem in denRheinlanden und in Thüringen (seit etwa1875 häufig), den Charakter eines Ergasi«ophygophyten (Kulturflüchtling) ange»nommen. Dazu trägt ausser der Schleu«der Vorrichtung der Früchte das Verhaltender Samen, die durch Feuchtigkeit leichtverschleimen (Fig. 3085 f), wesentlichbei. Im übrigen erfolgt die Verbreitungder Samen durch den Wind sowohl alsdurch das Wasser bezw. durch Fluss«kies. Als Neuansiedler tritt Collomiagrandiflora mit Vorliebe an Flüssen,ferner im Ufergebüsch, doch auch aufkünstlichen Standorten (Eisenbahn»dämmen, Getreidefelder, Ruderalstellen)auf. Regelmässig sind bei dieser undverwandten Arten kleistogame Blütenausgebildet und zwar können solche beikultivierten und bei wildwachsendenPflanzen nachgewiesen werden. Bitterbeobachtete bei Hasstedt überhaupt nurkleistogame Blüten. Bereits F.Ludwig(Botan. Zeitung, 1877 Nr. 44) und Shar»lok (Botan. Zeitung, 1878 Nr. 41), dannFig. 3085. Collomita grandiflora Dougl. a Oberes Sprosstück mit Blüten. Helene Ritzerow (Flora

b Blüte vergrössert. c Geölinete Kapsel, vom Kelch umgeben, d, e, / Samen (z.T. neuerdings Helene Kitzerow (.riura,mit verschleimter Hülle). 1907) haben die Verteilung der kleisto«

gamen und chasmogamen Blüten ein«gehend beschrieben. So sind die ersten, die Mitte des Köpfchens einnehmenden Blüten meistens kleistogam underst die späteren, oft nur die am Rande stehenden Blüten chasmogam. Andererseits scheinen die grossen chas«mogamen Blüten auf die Hauptköpfe, die ja offenbar auch am besten ernährt werden, beschränkt zu sein, währenddie Blüten der stengelständigen Seitenköpfe meist kleistogam ausgebildet sind. An dem Verschlusse der kleisto«gamen Blüten ist die Blumenkrone allein beteiligt. Sie ist dann sehr klein, 8. bis 9-mal kürzer als die der chasmo«gamen Blüten, ziemlich farblos und sitzt tief im Kelch versteckt. Die Antheren, von denen jede nur 2 normalausgebildete Pollensäcke aufweist, werden (während die Staubfäden sich strecken) durch die Hemmung dergeschlossenen Krone an die Narbe gedrängt, bei welcher Gelegenheit der Pollen an den Narbenpapillenleicht hängen bleibt. Die Grösse der Pollenkörner der beiden Formen variiert nur wenig. Dagegen ist derGriffel der chasmogamen Form 8V2» bis S'A'mal länger als derjenige der kleistogamen Blüten. Samensind in den kleistogamen Blüten regelmässig vorhanden. Jedenfalls ist die verschiedene Lichtintensität (unddie damit zusammenhängenden Ernährungsverhältnisse) für die Ausbildung der beiden Blütenformen ausschlag»gebend, und zwar in der Weise, dass die chasmogamen an denjenigen Teilen der Köpfchen stehen, die ambesten ernährt werden. Die Früchte sind alsTrockensdileuderer" zu bezeichnen. Nadi F.Ludwig werdendie 3 Fruchtklappen durch die Hitze an den Rändern nach aussen umgerollt und spannen zunächst den unten